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1732 Alltag im Zucht- und Waisenhaus
er Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums, schrieb im „Geraer Heft“ auf den Seiten 39 bis 43 folgendes zum späteren Stadtmuseum, eines der bekanntesten Gebäude der Stadt. „Der Unterhalt des Zucht- und Waisenhauses geschah aus verschiedenen Quellen. Kurz vor der Einweihung des Hauses im Jahr 1732 legte Heinrich XVIII. jüngere Reuß mehrere der Anstalt zugute kommende Abgaben fest. Zum einen sollten alle Personen die in weltliche oder geistliche Landesdienste traten, von jedem Hundert ihres Einkommens einen Gulden an das Zucht- und Waisenhaus geben, zum anderen wurde künftig von verschiedenen gerichtlichen Handlungen (z.B. Anfertigung von Geburtsbriefen, Testamenten oder Vormundschaftsbestätigungen, Testamentseröffnungen, Grundstückskäufe und – verkäufe) im ganzen Land eine Abgabe von ein bis zwölf Groschen zugunsten des Zucht- und Waisenhauses verlangt.“

Zusatzinformationen
1732 Zur Geschichte des späteren Stadtmuseums
er Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums, schrieb im "Geraer Heft" auf Seite 39 folgendes zum späteren Stadtmuseum, eines der bekanntesten Gebäude der Stadt. "Das barocke Gebäude des heutigen Geraer Stadtmuseums wurde 1732 als Zucht- und Waisenhaus eingeweiht und bis weit in das 19. Jahrhundert hinein auch in diesem Sinne genutzt. Der Bau des Hauses und die Gründung der Anstalt erfolgte unter bemerkenswerten Grundsätzen. Angefangen von der Wahl des Standortes, den Platzverhältnissen im Inneren des Hauses bis hin zu den klimatischen Bedingungen der Räumlichkeiten zeugt das Vorhaben, gemessen an den damaligen Verhältnissen, von Verständnis für die Erfordernisse der Insassen. Die Verbindung einer Zucht- mit einer Waisenhausanstalt mag aus heutiger Sicht befremdlich erscheinen, war wohl teilweise auch den Größenverhältnissen der kleinen Grafschaft Reuß geschuldet, entsprach aber auch dem Verständnis des 18. Jahrhunderts. Sträflinge und Waisenkinder sowie die in späterer Zeit zusätzlich im Gebäude untergebrachten Geisteskranken waren Gesellschaftsgruppen, die sich nicht von eigener Hände Arbeit ernährten: die Letzteren waren auf Grund ihres Geisteszustandes, die Waisenkinder wegen ihres Alters nicht dazu in der Lage, die Häftlinge schloss die ihnen zugedachte Strafe vom bürgerlichen Leben aus. Alle drei Gruppen mussten deshalb, wenn auch aus verschiedenen Beweggründen heraus, unter steter Betreuung und Beaufsichtigung gehalten werden.
24.09.1738 Arbeiten am Zucht- und Waisenhaus
b dem Jahr 1730 hatte man in der Geraer Vorstadt den Plan zum Bau eines neuen Zucht- und Waisenhauses (später das Stadtmuseum) umgesetzt. Am 28. April 1732 wurde das Gebäude feierlich eingeweiht. Am 24. September 1738 wurden dann Knopf und Fahne auf den Turm gesetzt. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1739 Eine Uhr fürs Waisenhaus
m Jahr 1739 wurde auf dem Geraer Zucht- und Waisenhaus (später das bekannte Stadtmuseum) einen Uhr angebracht. Installiert wurde sie auf dem Dachreiter. Leider erhielt das Gebäude erst im Jahr 1761 eine Glocke auf dem Turm, so dass die Uhr erst dann die Stunde nicht nur anzeigen konnte, sondern auch hörbar die Stunde schlug. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1769 Eine Orgel für das Waisenhaus
m Jahr 1732 wurde das Geraer Zucht- und Waisenhaus (später das Stadtmuseum) in der Vorstadt eingeweiht. 1739 erhielt das Gebäude eine Uhr und 1761 eine Glocke. Im Jahr 1769 installierten die Gebrüder Friederici eine in Gera gefertigte Orgel, "um den Gesang in derselben besser zu ordnen." (Christian Gottfried Friederici (1714-1777) wurde, wie auch sein Bruder Christian Ernst Friederici (1709-1780), in Meerane geboren. Er war Ratskämmerer in Gera und übte den Beruf des Klavier- und Orgelbauers aus. Den Beruf hatten beide Brüder gemeinsam. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
18.09.1780 Das Zuchthaus in Flammen
s war am 18. September 1780, als ein großer Stadtbrand innerhalb von nur dreieinhalb stunden etwa 90 % aller Gebäude in der Stadt zerstörte. Auch das im Jahr 1732 eingeweihte Zucht- und Waisenhaus (später das Stadtmuseum) wurde ein Raub der Flammen. Zeitgenössige Bauexperten hatten das massive Gebäude eigentlich für unzerstörbar gehalten und daher wurde der verheerende Fehler gemacht, die vorsorgliche Evakuierung der Insassen zu unterlassen. (mancher sieht Parallelen zur Titanickatastrophe von 1912) Erst als die Flammen bereits aus den Fenstern der Obergeschosse schlossen, brachte man die Waisenkinder und die pflegebedürftigen Personen über den Gebäudeseiteneingang nach dem Badertor in Sicherheit. Durch das Badertor, welches gut 100 Jahre später beseitigt wurde, gelangte man zu dieser Zeit entlang des Rutheneums in die Stadt. Die zur Heinrichstraße weisende Haupttreppe war durch die brennenden Trümmer des Dachreiters versperrt worden und weil der Weg am Waisenhaus vorbei in Richtung des Gasthofes "Grüner Baum" am Brühl auf der anderen Gebäudeseite unpassierbar war, führte man die Waisenkinder auf großen Umwegen in den Waisenhausgarten. Diesen Garten hatte Heinrich XXX. im Jahr 1776 erworben und dem Waisenhaus geschenkt. Die im Keller des Zucht- und Waisenhauses untergebrachten Strafgefangenen sollen bereits dem ersticken nahe gewesen sein, als sie schließlich doch noch ins Freie gebracht und unter strikter Bewachung auf ein angrenzendes Feld neben dem Waisenhausgarten gebracht wurden. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
11.1780 Die Zuchthäusler und die Waisenkinder
m 18. September 1780 hatte ein Großfeuer in der Stadt fast 90 % der Gebäude zerstört. Auch das 1732 eingeweihte Zucht- und Waisenhaus war stark betroffen, obwohl das Gebäude bei Bauexperten seinerzeit als unzerstörbar geholten hatte. Die Waisenkinder hatte man nur über den Waisenhausgarten retten können als die Flammen schon meterhoch aus dem Gebäude schlugen. Den Garten hatte Heinrich XXX. vier Jahre vor dem Brand an das Haus verschenkt. Nach dem Brand richtete man das Gartenhaus im Waisenhausgarten so ein, dass es auch über den Winter 1780/1781 den Waisenkindern Unterkunft bot. Die Sträflinge hingegen wurden, nachdem sie die erste Nacht unter strenger Bewachung im Waisenhausgarten verbracht hatten, in das Wachthaus am Badergatter, gegenüber der Trinitatiskirche geführt, und verblieben dort, bis die Gewölbe im Zuchthauskeller wieder hergestellt waren. Im Jahr 1782 war das Gebäude wieder aufgebaut, und in der Waisenhauskirche wurden zwei weitere Kapellen eingerichtet. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
05.06.1783 Häftlinge in Not geraten
m Jahr 1732 hatte man in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eingerichtet. Allerdings war auch ein so gut gesichertes Gebäude nicht vor allen äußeren Einflüssen gefeit. Im September 1780 schlugen die Flammen aus dem Gebäude als der große Stadtbrand tobte und man hatte im letzten Moment die Waisenkinder und die Zuchthäusler noch vor dem Feuertod retten konnte. Aber nicht nur Flammen hatten das Gebäude in diesem Jahrzehnt gefährdet, sondern auch Wasser, als sich im Juni 1783 ein so heftiges Gewitter über Leumnitz entladen hatte, dass die Wassermassen den Leumnitzbach zum reißenden Strom anschellen ließ und das Wasser sich bergabwärts in die Stadt ergoss. Das Zucht- und Waisenhaus lag fast auf Elsterniveau und somit an einem der tiefsten Punkte der Stadt. Es war aber nicht nur Wasser in die Vorstadt geflossen, sondern auch Baumaterialien hatten sich einen Weg durch die Stadt gebahnt und einige Zerstörungen angerichtet. Das Wasser stieg im Zucht- und Waisenhaus so hoch an, dass die Sträflinge die im Kellergeschoss untergebracht waren, ihre Zellen unter Bewachung verlassen durften, da sie sonst ertrunken wären. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1810 Ein klassischer Gefängnisausbruch
as später als Stadtmuseum bekannt gewordenen Gebäude in der Geraer Innenstadt war 1732 als Zucht- und Waisenhaus eröffnet worden. Im Jahr 1780 wären die Gefangenen während des städtischen Großfeuers beinahe ein Opfer der Flammen geworden und drei Jahre später setzte den Gefangenen ein Hochwasser zu, was nach einem heftigen Wolkenbruch entstanden war. In der Zeit der Befreiungskriege, nach 1810, legte ein ehemaliger Sträfling ein Feuer im Zuchthaus, mit dem Ansinnen, sämtliche Gefangene zu befreien. Zugegebener maßen ein verwegener Plan. Zum Glück für alle Beteiligten, natürlich mit Ausnahme des Täters, wurde das Feuer rechtzeitig entdeckt und konnte noch im Keim erstickt werden. Der Brandstifter selbst entfloh dem drohenden Inferno als er seinen Plan scheitern sah, und ertränkte sich im nahen Mühlgraben. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1817 Der ehemalige Waisenhausgarten
m Jahr 1732 hatte man in der Geraer Vorstadt das Zucht- und Waisenhaus, später das bekannte Stadtmuseum, errichtet. Im Jahr 1776 hatte Heinrich XXX. dem Waisenhaus einen garten geschenkt, welcher beim großen Stadtbrand vom 18. September 1780 als Fluchtmöglichkeit den Waisenkindern das Leben gerettet hatte. Im Jahr 1817 errichtete der Kommerzienrat Reichardt auf diesem Grundstück die Zeugdruck-Manufaktur Bauer und Fürbringer. Sie stand an der späteren De-Smit-Straße zwischen dem Mühlgraben und dem 1928 und 1929 errichteten Neubau der Leipziger Buchdruckerei AG, später die Geraer Stadtwerke. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1824 Neue Nutzung des Waisenhauses
m Jahr 1732 war in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eingeweiht worden, welches später als Geraer Stadtmuseum bekannt wurde. Im Jahr 1824 wurden die Waisenkinder gegen ein gewisses Kostgeld in bürgerliche Familien zur Erziehung übergeben und konnten damit auch in öffentlichen Schulen unterrichtet werden. Das nun ehemalige zucht- und Waisenhaus erfuhr damit erstmals eine andere Nutzung, was danach häufiger geschah. Von 1824 bis 1837 nutzten die Fürstliche Steuer- und Polizeidirektion und das Fürstliche Kriminalgericht die ehemalige Wohnung des Waisenhauspredigers Pfarrer Karl Christian Adler im Erdgeschoss, sowie einige Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss links. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
01.01.1828 Neues Domizil der Schulkirche
m Jahr 1732 war in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eingeweiht worden, welches später als Geraer Stadtmuseum bekannt wurde. Im Jahr 1824 wurden die Waisenkinder gegen ein gewisses Kostgeld in bürgerliche Familien zur Erziehung übergeben und konnten damit auch in öffentlichen Schulen unterrichtet werden. Das nun ehemalige zucht- und Waisenhaus erfuhr damit erstmals eine andere Nutzung, was danach häufiger geschah. Am 1. Januar 1828 wurde die Schulkirche, welche bis zu diesem Zeitpunkt im sogenannten Tillyschen Garten vor der Stadt abgehalten worden war, in die Waisenhauskirche verlegt. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1831 Geraer Zuchthäusler
m Jahr 1732 hatte man, damals noch in der Vorstadt, das Zucht- und Waisenhaus eingeweiht. (Später war es besser bekannt als Stadtmuseum.) Die "Leidtragenden", sprich Strafgefangenen waren wie zu allen Zeiten überwiegend männlich und zu diesem Zeitpunkt 38 an der Zahl. Die Anzahl der weiblichen Häftlinge wurde mit "einige" angegeben. Unter den Strafgefangenen, den männlichen, waren noch einige der einstmals über vierzigköpfigen Frankenthaler Räuberbande, welch über Jahre die Geraer Umgegend unsicher gemacht hatten. Besonders in der Zeit der Teuerungsjahre 1816 und 1817 war die Bande in Erscheinung getreten. Der Anführer der Bande hieß Johann Christoph Klaunig und verstarb am 13. November 1839 im Zuchthaus. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
15.02.1831 Sträflinge kontra Kirchgänger
ls man im Jahr 1732 in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eröffnete, hatte man dort auch eine Kirche eingeweiht. Normaler weise, waren die Strafgefangenen vom öffentlichen Gottesdienst ausgeschlossen. Im November des Jahres 1830 beklagten sich allerdings die Viertelsmeister bei der Landesadministration darüber, dass die männlichen und weiblichen Strafgefangenen neuerdings in der Waisenhauskirche dem Gottesdienst beiwohnen würden. Ein recht großer Teil der Gottesdienstteilnehmer würde nun wegbleiben. Eine anschließend zu diesem Sachverhalt durchgeführte Befragung des Zuchtmeisters Friedrich August Röder am 15. Februar 1831 ergab, dass sich bis 1826 die männlichen Sträflinge während des Sonntagsgottesdienstes in dem unter der Kirche befindlichen Souterrain und die weiblichen Strafgefangenen dagegen oberhalb der kirchlichen Stube, der sogenannten Weiberkirche aufgehalten hatten. Die sogenannte Weiberkirche befand sich zu dieser Zeit im 2. Obergeschoss über der Waisenhauskirche. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
25.03.1831 Eine Gefangenenbefreiung in Gera
n der Mitte der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde in der damaligen Geraer Vorstadt das Zucht- und Waisenhaus eröffnet, ein bekanntes Geraer Gebäude welches in der Neuzeit als Stadtmuseum diente. Im Jahr 1831, genau 99 Jahre nach der feierlichen Einweihung, wurde das Zuchthaus zum Schauplatz einer Gefangenenbefreiung. Zu dem Vorfall kam es im März 1831 anlässlich der durch die Rekrutenauslosung ausgebrochenen Bürgerunruhen. Man hatte vier Männer und eine Frau verhaftet und im Kriminalgefängnis im alten Schloss, der ehemaligen Stadtburg der Vögte von Gera in der Burgstraße, bzw. im Zuchthaus untergebracht. Noch am selben Abend hatte eine große Menschenmenge die Freilassung der im alten Schloss festgehaltenen vier Männer erzwungen. Daran anschließend wandte sich die aufgebrachte etwa 600 bis 800-köpfige Schar zum Zuchthaus und erzwang dort auch die Freilassung der jungen Frau, die dort arretiert worden war. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
13.11.1839 Johann Christoph Klaunig verstorben
ohann Christoph Klaunig gelangte in Gera und seiner Umgebung eher zu trauriger Berühmtheit, denn er war ein Verbrecher. Er war der Anführer der zu dieser Zeit berühmt berüchtigten Frankenthaler Räuberbande, welche die gesamte Gegend unsicher gemacht hatten. Besonders in den sogenannten Teuerungsjahren (1816 und 1817) war die Bande sehr umtriebig. Das Jahr 1816 war auch als das Jahr ohne Sommer bekannt geworden bzw. als das Elendsjahr "Achtzehnhundertunderfroren" berüchtigt. Erst 1920 fand der amerikanische Klimaforscher William Jackson Humphreys eine Erklärung für das "Jahr ohne Sommer". Er führte die Klimaveränderung auf den vulkanischen Winter infolge des Ausbruchs des Vulkans Tambora auf der Insel Sumbawa in Indonesien zurück. Dieser war im April 1815 ausgebrochen und hatte neben ungefähr 150 km³ Staub und Asche auch Schwefelverbindungen, die auf ein Schwefeldioxidäquivalent von 130 Megatonnen geschätzt werden, hoch in die Atmosphäre geschleudert, wo sie sich verteilten und wie ein Schleier um den gesamten Erdball legten. Die Abkühlung des Weltklimas durch den Ausbruch hielt noch bis 1819 an. Diese Jahre hatten sich die Verbrecher zu Nutze gemacht und das Elend der Menschen noch weiter verschlimmert. Die etwa vierzigköpfige Bande war später gefasst und zu harten Strafen verurteilt worden. Johann Christoph Klaunig kam nie wieder auf freien Fuß und verstarb im Geraer Zucht- und Waisenhaus. Das Gebäude, welches sich zur Zeit seiner Entstehung um 1730 in der Geraer Vorstadt befand, war in der Neuzeit als Stadtmuseum genutzt worden. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1841 Aus dem Geraer Zuchthaus
n der Neuzeit war es nicht jedem Geraer bekannt, dass das bekannte Stadtmuseum in der Innenstadt einst als Zucht- und Waisenhaus gedient hatte. Die Einweihung war im Jahr 1732. im Jahr 1831 befanden sich 38 Männer und "einige" Frauen in Gewahrsam. Zehn Jahre später saßen 50 Männer und 5 Frauen dort ihre Strafe ab. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
01.1841 Der Tod des letzten Räubers
n der Mitte der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde in der damaligen Geraer Vorstadt das Zucht- und Waisenhaus eröffnet, ein bekanntes Geraer Gebäude welches in der Neuzeit als Stadtmuseum diente. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verunsicherte die Frankenthaler Räuberbande die Stadt Gera und ihre Umgebung. Nachdem man der Bande habhaft werden konnte wurden die Mitglieder einer gerechten Strafe zu geführt. Der Anführer der Bande, Johann Christoph Klaunig, verstarb im November 1839 und nur 14 Monate danach, verstarb im Januar 1841 auch der letzte noch lebende Räuber der einst vierzigköpfigen Bande, welcher Steckenmann genannt wurde, im Zuchthaus. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1848 Das Ende des Langenberger Rügegerichts
m Jahr 1804 war in Langenberg der sogenannte Frontanz nach Jahrhunderten abgeschafft worden. Er diente als symbolische Anerkennung der landesherrschaftlichen Gerichtsbarkeit. Zwei Jahr nach dem Tod von Heinrich XXX., welcher noch zu Lebzeiten auf das alte Ritual bestanden hatte, tagte nun in Langenberg das Rügegericht, welches dann 1848 auch abgeschafft wurde. Näheres zum Rügegericht ist in den Zusatzinformationen vermerkt.
Zusatzinformationen
26.07.1848 Vom Landhausgarten zur Kaserne
n den Jahren 1847/1848, zur Zeit der beginnenden Deutschen Revolution, wurde im ehemaligen Geraer Landhausgarten (später die untere Rudolf-Diener-Straße) ein neues Korrektions- und Landarbeitshaus errichtet. Seinem eigentlichen Zweck wurde das Gebäude aber nie übergeben. Als im August 1848 wegen der Unruhen vom 26. Juli 1848 sächsisches Militär in Gera eingerückt war, nutzte man das gerade erst fertig gestellt Gebäude als provisorische Kaserne. Als dann das reußische Bataillon von einem Exekutionsmarsch im Jahr 1849 zurückkehrte nach Gera, übernahm es das Anwesen, welches bis zum Bau der neuen Kaserne in den Jahren 1904 bis 1906 weiter als solche genutzt wurde. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1852 Ein neues Strafgesetzbuch
m Geraer Zucht- und Waisenhaus, eingeweiht im Jahr 1732, saßen in im Jahr 1852 insgesamt 46 männliche und 6 weibliche Strafgefangene ihre Haftzeit ab. Im gleichen Jahr wurden dann im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Strafgesetzbuches die Strafanstalten im Land neu eingeteilt. Die Vollstreckung der Zuchthausstrafe erfolgte künftig in Lobenstein, die der Arbeitshausstrafe in Gera. Das Geraer Zuchthaus wurde damit zum Landarbeitshaus umgewandelt. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1868 Ein neuer Verwendungszweck
as im Jahr 1732 als Zucht- und Waisenhaus eröffnete Gebäude, zu dieser Zeit noch in der Geraer Vorstadt, wurde einem neuen Verwendungszweck zugeführt. Der Staat veräußerte im Jahre 1868 das Anwesen an die Kirchengemeinde. Diese nutzte die Kirche die sich im Gebäude befand noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts für Kindergottesdienste. Die übrigen Räume vermietete die Kirche an Dritte weiter. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1880 Ein Geraer Original
er erste Kastellan vom Ferberturm war ein echtes Geraer Original seiner Zeit. Johann Gottlieb Krieg (1818-1894) bezog die Kastellanwohnung auf dem Turmbau. Der Ferberturmwirt zeigte auch das Wetter an. Wie? Dies finden Sie in der Zusatzinformation.
Zusatzinformationen
1880 Im ehemaligen Zuchthaus
m Jahr 1732 hatte man vor den Toren der Stadt das Zucht- und Waisenhaus, später als Stadtmuseum bekannt, eröffnet. 136 Jahre diente es als solches, bevor es zu anderen Verwendungszwecken weitervermietet wurde. Um 1880 nutzte das Fürstliche Landratsamt das Parterre und das erste Obergeschoss als Diensträume. Praktischer weise richtete man in der Etage darüber gleich die Beamtenwohnungen ein. Die Kellerräume, wo sich die Zellen der Gefangenen befunden hatten, wurden von Geraer Geschäftsleuten als Lagergewölbe in Beschlag genommen. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
24.04.1887 Umzug der Fachwebschule
ie Unterrichtsräume der Geraer Fachwebschule waren am 26. November 1869 in den Räumlichkeiten des bis 1868 als Zucht- und Waisenhaus genutzten Gebäudes (später das Stadtmuseum) im dritten Obergeschoss untergebracht worden, nachdem die Geraer Kirchengemeinde einige der Räumlichkeiten dort an weitere Institutionen vermietet hatte. Im Jahr 1868 hatte man die Verwendung des Hauses als Zucht- und Waisenhaus nach 136 Jahren aufgegeben. Fast zwanzig Jahre hatte dort der Unterricht stattgefunden, bevor man im April 1887 das neue Schulgebäude in der Talstraße 3 feierlich bezog. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1892 Die Straßenbahn im ehemaligen Zuchthaus
m Jahr 1732 hatte man vor den Toren der Stadt das Zucht- und Waisenhaus, später als Stadtmuseum bekannt, eröffnet. 136 Jahre diente es als solches, bevor es zu anderen Verwendungszwecken weitervermietet wurde. Neben der Kirche (ab 1868), der Geraer Fachwebschule (ab dem 26.11.1869), den Freimaurer der Loge "Archimedes zum ewigen Bunde" (ab dem 02.12.1874) und dem Fürstlichen Landratsamt (um 1880), wurde nun auch mit dem Kontor der Speditionsabteilung der Geraer Straßenbahn AG eine Einmietung dort vereinbart. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1895 Umbauten am späteren Stadtmuseum
m Jahr 1732 hatte man vor den Toren der Stadt das Zucht- und Waisenhaus, später als Stadtmuseum bekannt, eröffnet. 136 Jahre diente es als solches, bevor es zu anderen Verwendungszwecken weitervermietet wurde. Im Jahre 1895 wurde dann die große Freitreppe an der Stirnseite zur Heinrichstraße abgebrochen, da sie zum Verkehrshindernis geworden war. In den vom Stadtmuseum im Jahr 2003 herausgegebenen "Geraer Heften" zur Geschichte, Archäologie und Volkskunde wurde zum Thema "Verkehrshindernis" folgendes geschrieben: "Namentlich bei Langholzfuhren und an Markttagen sei sie sehr hinderlich gewesen. Die Bau- und Wirtschaftsdeputation gestand aber immerhin zu, "daß das Waisenhaus durch die Beseitigung der Treppe an Aussehen verliert, aber das Verkehrsinteresse wohl voranzustellen sei." Einzelne Stimmen im Gemeinderat hätten am liebsten das ganze Gebäude als Verkehrshindernis beseitigt." Das geschah nicht, auch als die Innenstadterweiterung das Gebäude aus der Vorstadt in die Grenzen der Stadt hineinbeförderte. Bei der Eröffnung des Gebäudes befand es sich noch für den Toren (vor dem 1884 abgebrochenen Badertor) der Stadt, außerhalb der damaligen Stadtmauern. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1896 Die erste öffentliche Toilette
m Jahr 1732 hatte man vor den Toren der Stadt das Zucht- und Waisenhaus, später als Stadtmuseum bekannt, eröffnet. 136 Jahre diente es als solches, bevor es zu anderen Verwendungszwecken weitervermietet wurde. Im Jahr 1896 stellte man rechts neben dem südlichen Eingang einen "Anstandsort" auf, der erste in der Stadt, der auch für Frauen bestimmt war. Im Jahr 1907 wurde dieser wieder beseitigt und stattdessen eine Klosett- und Pissoiranlage in das Kellergeschoss auf der nordwestlichen Seite des alten Zucht- und Waisenhauses eingerichtet. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1897 Ein Museum im ehemaligen Zuchthaus
m Jahr 1732 hatte man vor den Toren der Stadt das Zucht- und Waisenhaus, später als Stadtmuseum bekannt, eröffnet. 136 Jahre diente es als solches, bevor es nach und nach zu anderen Verwendungszwecken weitervermietet wurde. Im Jahr 1896 beanspruchte die Geraer Militärverwaltung die Räumlichkeiten im Hintergebäude des städtischen Marstalls auf der Sorge 9 (Amthordurchgang, später Amthorpassage), welche das städtische Museum seit dem Jahr 1883 genutzt hatte. So war es unausweichlich, dass sich das Museum eine andere Bleibe suchen musste und letztendlich im Jahr 1897 das erste Obergeschoss des alten Zucht- und Waisenhauses bezog. Problematisch war indes nun, dass der Chor, der zum dort regelmäßig veranstalteten Kindergottesdienst sakrale Gesänge intonierte, sich für die "Auftritte" nun auch noch durch die Museumsräumlichkeiten begeben musste, da der Zugang für die Sänger durch das erste Obergeschoss führte. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1897 Zur Geschichte des Stadtmuseums
m Jahr 1732 hatte man vor den Toren der Stadt das Zucht- und Waisenhaus, später als Stadtmuseum bekannt, eröffnet. 136 Jahre diente es als solches, bevor es zu anderen Verwendungszwecken weitervermietet wurde, unter anderem als Museum. Obwohl dieses städtische Museum seit dem Jahr 1897 das erste Obergeschoss des Waisenhauses nutzen konnte, reichte der Platz für eine angemessene Präsentation der recht umfangreichen Sammlung nicht aus. Dem Rektor Alfred Auerbach, welcher als Leiter des Museums fungierte, gelang es, den Pensionär Otto Spaethe davon zu überzeugen, dass das ganze Waisenhaus auf Grund seines Raumangebotes und der günstigen Lage als reines Museumsgebäude bestens geeignet sei. Am 9. Dezember 1910 bildete sich dann auf Initiative und unter dem Vorsitz Otto Spaethes ein "Komitee zum Ausbau des alten Waisenhauses für Museumszwecke", welches am 6. Januar 1911, den Antrag an die Stadt stellte, ihm das alte Waisenhaus, welches inzwischen in den städtischen Besitz übergegangen war, zwecks Umbau für ein Museum, dessen Kosten vom Komitee getragen werden sollte, zur Verfügung zu stellen. Der Geraer Stadtrat stimmte diesem Antrag am 9. Januar 1911 mehrheitlich zu. Den Mietern im Gebäude wurden für Ende September 1911 die Wohnungen gekündigt, die Museumsgegenstände wurden Ende September 1911 in zwei gemietete Räume der ehemaligen Mengelschen Fabrik in der Färbergasse, in Sichtweite der Gebäudes, ausgelagert. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
22.08.1901 Klage wegen unbeaufsichtigten Sängern
m Jahr 1732 hatte man vor den Toren der Stadt das Zucht- und Waisenhaus, später als Stadtmuseum bekannt, eröffnet. 136 Jahre diente es als solches, bevor es zu anderen Verwendungszwecken weitervermietet wurde. Neben der Kirche (ab 1868), der Geraer Fachwebschule (ab dem 26.11.1869), den Freimaurer der Loge "Archimedes zum ewigen Bunde" (ab dem 02.12.1874) und dem Fürstlichen Landratsamt (um 1880), wurde nun auch das städtische Museum dort einquartiert. Zum Problem wurde allerdings, dass der Chor, der für den regelmäßig veranstalteten Kindergottesdienst zuständig war, die Räumlichkeiten des Museums durchqueren musste, um zu seinen Auftritten zu gelangen. Das führte unweigerlich zu Konflikten. In der Sitzung des Museumsausschusses im August 1901 wurde zu diesem Umstand Klage geführt, dass der Hausmann Hietzschold die Chorsänger gelegentlich schon vor der eigentlichen Öffnung des Museums in die Räumlichkeiten einließe und diese sich in den Museumsräumen unbeaufsichtigt "herumtrieben". Lange bestand das Problem nicht, denn ab dem Jahr 1904 wurde die Kirche nicht mehr benutzt. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
12.04.1914 Zur Geschichte des Stadtmuseums
m Jahr 1732 hatte man in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eingeweiht. Später wurde das Gebäude als Geraer Stadtmuseum bekannt. Im April 1914 konnte dann das neu gestaltete und in zwei Abteilungen gegliederte Städtische Museum der breiten Öffentlichkeit übergeben werden. Zu den Themen Naturkunde und Kulturgeschichte konnten zahlreiche Ausstellungsstücke bewundert werden. In den baulichen Überresten der ehemaligen Waisenhauskirche waren die Sammlung spätmittelalterlicher Schnitzkunst (zwischen den Jahren 1300 und 1500) und Barockplastiken (17. Jahrhundert) ausgestellt worden. Im Hochparterre wiederum befand sich links die städtische Lesehalle. Die beiden Ausstellungsräume auf der gegenüberliegenden Seite wurden bis zum Jahr 1926 vom Geraer Kunstverein für Ausstellungen genutzt. Das erste Obergeschoss beheimatete die stadtgeschichtliche Abteilung mit der bekannten Münzsammlung und den Erinnerungsstücken an das reußische Herrscherhaus. Im zweiten Obergeschoss waren die Kraftsdorfer Bauernstube, das Bürgerzimmer, die Vorgeschichte, die heimatliche Geologie und die Mineralogie zu bewundern. Und im dritten Obergeschoss wurden die Flussmuschelsammlung von Wilhelm Israel, die Kolonialsammlung sowie die Anfänge der zoologischen Sammlung, insbesondere die Insektensammlung von Heino von Lonitz gezeigt. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
17.04.1934 Siegfried Mues geboren
er spätere Rechtsanwalts- und Notargehilfe wurde in Gera geboren. Er besuchte die Fachschule für Museumsassistenten in Köthen, war im Museum in Eisenberg tätig und in den Jahren 1961-1999 in verschiedenen Funktionen im Geraer Stadtmuseum beschäftigt. In den Jahren vor seiner Pensionierung war er Direktor des Stadtmuseums.
06.12.1945 Aus der Geschichte des Stadtmuseums
m Jahr 1732 hatte man in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eingeweiht. Später wurde das Gebäude als Geraer Stadtmuseum bekannt. Nach einem Luftangriff im April 1945 wurde das bekannte Museumsgebäude durch die sich in der Folge um das Haus entwickelnden Feuer in Brand gesetzt und große Teile der 2. und 3. Obergeschosses befindlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen der Vernichtung preisgegeben. Museale Schätze waren damit unwiederbringlich zerstört worden. Die in den unteren Etagen ausgestellten kultur- und kunstgeschichtlichen Sammlungen konnten dank des selbstlosen Einsatzes der Museumsmitarbeiter, dem Geraer Oberlehrer Paul Hemmann dem Rektor Anton Renz und dem bekannten Geraer Stadtarchivar Ernst Paul Kretschmer (1887-1957) in großen Teilen gerettet und damit erhalten werden. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
30.08.1950 Geraer Museumsgeschichte
m Jahr 1732 hatte man in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eingeweiht. Später wurde das Gebäude als Geraer Stadtmuseum bekannt. Nach einem Luftangriff im April 1945 wurde das bekannte Museumsgebäude durch die sich in der Folge um das Haus entwickelnden Feuer in Brand gesetzt und große Teile der 2. und 3. Obergeschosses befindlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen der Vernichtung preisgegeben. Nach mehrfachen Umlagerungen der Museumsstücke wurde das Haus mit seinen kultur- und kunstgeschichtlichen Sammlungen im Sommer 1950 im stadtbekannten Schreiberschen Haus, dem ältesten noch immer erhaltenen Gebäude Geras, welches bis zu diesem Zeitpunkt Verwaltungszwecken diente, wiedereröffnet. Bis zum Jahr 1952 wurde das alte Museumsgebäude in der Innenstadt in seiner bekannten und ursprünglichen Form und der Raumaufteilung vom Umbau zwischen 1911 und 1913, wieder ausgebaut und nach dem in Etappen erfolgten Innenausbau des Hauses in den Folgejahren 1953 bis 1955 wurden die Sammlungen schrittweise an ihren alten Ausstellungsplatz zurückgebracht. Das Schreibersche Haus bestimmte man dann zum Museum für Naturkunde. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
1957 Zur Anlage des Stadtmuseums
m Jahr 1732 hatte man in der Geraer Vorstadt ein Zucht- und Waisenhaus eingeweiht. Später wurde das Gebäude als Geraer Stadtmuseum bekannt. Nach einem Luftangriff im April 1945 wurde das bekannte Museumsgebäude durch die sich in der Folge um das Haus entwickelnden Feuer in Brand gesetzt und große Teile der 2. und 3. Obergeschosses befindlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen der Vernichtung preisgegeben. Bis in die Mitte der 1950er Jahre erfolgten zahlreiche Umbauten und die musealen Schätze, die man ins Schreiberschen Haus ausgelagert hatte, kehrten an ihren Stammsitz zurück. Die im Kellergeschoss eingerichtete Toilettenanlage, dort befanden sich einst die Zellen der Zuchthäusler, wurde im Jahr 1957 geschlossen und die Räumlichkeiten als Magazine genutzt. Im Jahr 1969 musste das Dach instandgesetzt werden und die Fassade erhielt ihren ersten farbigen Anstrich. Bei den Fassadenarbeiten wurden auch die beiden bis dahin nach außen führenden Toilettentüren beseitigt und die entstandenen Flächen der Fassadenansicht angeglichen. In den Jahren zwischen 1977 und 1980 wurde das Haus mit einer Fernheizung ausgestattet und es wurde eine den damaligen Möglichkeiten entsprechenden Sanitär- Heizung- und Elektrosanierung abgeschlossen. (Quelle: Diplomhistoriker Siegfried Mues, ehemaliger Leiter des Stadtmuseums)
24.04.1990 Gera hatte wieder einen Alpenverein
ie Traditionslinie von 1879 des Alpenvereins wurde somit weiter fortgesetzt. Vorsitzender wurde Siegfried Mues, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1999 Leiter des Geraer Stadtmuseums, und zum Ehrenvorsitzenden wurde der damals schon 90- jährige Rudolf Wittig ernannt.

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18.01.2015
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