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850 Das Schloss Osterstein in seiner Entstehung
as spätere Schloss Osterstein entstand auf dem ausgedehnten Gelände einer jungbronzezeitlichen (etwa 1200 vor Christus) Burgwallanlage, deren Reste noch später südlich der Preußenwiese, einem Friedhof aus der Zeit der napoleonischen Kriege (1806-1815), sichtbar waren. Seit dem Ende des 20. Jahrhundert wurden dort Grabungen durch geführt, welche ergaben, dass sich einst an der Stelle des Osterstein seit der Mitte des 9. Jahrhunderts eine befestigte slawische Burganlage als Zentrum eines slawischen Burgbezirkes befand. Diese frühmittelalterliche Burg erhob sich auf einem nach Nordosten gerichteten, nach drei Seiten steil abfallenden Bergsporn des Hainberges. Ein tiefer Graben bot der Burg in Richtung Süden ausreichend Schutz in dieser Zeit. Die Besiedelung Thüringens hatte zu dieser Zeit eingesetzt.
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1125 Die Erbauer des Ostersteins
aut dem Historiker Bertold Schmidt könnte die Möglichkeit bestehen, dass die seit 1125 nachweisbaren sogenannten "edlen Familien von Gera" die Elsterburg auf dem Hainberg in Untermhaus, das spätere Schloss Osterstein, nicht nur erbaut, sondern auch dort gewohnt hatten. Die Lage der burgähnlichen Befestigung im landgräflich-thüringischen Gebiet, auf dem Gelände einer jungbronzezeitlichen Burgwallanlage, sprach für diese Annahme. Reste der Bugwallanlage waren südlich des Schloss Osterstein bis in die Neuzeit erhalten geblieben.
1191 Untermhaus wurde zum ersten Mal erwähnt
ie erste urkundliche Erwähnung: "Unterhaus" (1534 findet man die Bezeichnungen Underhaus und Underheuser in den Quellen). Seinen Namen verdankt Untermhaus mit großer Wahrscheinlichkeit seiner Lage, das Vorwerk bzw. die Vorbefestigung des Osterstein lag "unter dem Haus" (was keine andere Bezeichnung als die von den Geraern übliche für das Schloss bzw. die vorherige Burg war). Vermutlich entstanden Burg und Vorwerk schon im 10.Jh. (spätestens aber im 12.Jh.)
Zusatzinformationen
1234 Eine Urkunde des Bischofs
n einer Urkunde des Naumburger Bischofs, welche die Kapelle im Schloss zu Gera betraf, wurden erstmals "castellani milites" aufgeführt. Mit "castellani" wurde die Befestigungsanlage (später Schloss Osterstein) gemeint und "milites" waren die unfreien Dienstleute im Gefolge der Landesherren. Der Urkunde war demnach zu entnehmen, dass einige Dienstleute mit ihren Familien innerhalb der Schlossanlagen und andere außerhalb derselben wohnten. Aus dieser Schicht ging der spätere Landadel hervor, welcher die Gegend mit einem dichten Netz an Rittergütern wie zum Beispiel in Liebschwitz überzog. Die ersten Untertanen dieser Rittergüter waren ausnahmslos Slawen.
1303 Gera ging an einen Reußen
m Jahr 1303 gingen "castrum und civitas" (Schloss Osterstein und Stadt Gera) an den Reußen Heinrich über. Dieser hatte beides durch einen Kauf rechtmäßig erworben. Durch die Heirat eines der ersten Reußen mit einer russischen Adligen, daher auch der Name Reuß, waren die eher mittellosen Regenten der Stadt zu einem gewissen Kapital gelangt, was solche Investitionen erst ermöglichte. Die Reußen bauten in den Folgejahren ihren Machtbereich noch erheblich aus.
1306 Gerichtsbarkeit und Patronat
einrich Reuß, welcher schon drei Jahre zuvor das schloss Osterstein und die Stadt Gera durch Kauf erworben hatte, erlangte nun auch in den Besitz des Schulheißenamtes mit der örtlichen Gerichtsbarkeit, dem Grundbesitz und dem Patronat von Quedlinburg. (Der Schultheiß oder Schuldheiß (von althochdeutsch: sculdheizo - "Leistung Befehlender", latinisiert (mlat.): scultetus oder sculteus) bezeichnete einen in vielen westgermanischen Rechten auftretenden Beamten, "der Schuld heischt", das heißt, der im Auftrag eines Herren (Landesherrn, Stadtherrn, Grundherrn) die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten hat, also Abgaben einzieht oder für die Einhaltung anderer Verpflichtungen Sorge zu tragen hat. Sprachliche Varianten des Schultheißes sind Schulte, Schultes oder Schulze. Früher wurde zwischen dem Stadtschulzen und dem Dorfschulzen unterschieden. In der städtischen Gerichts- und Gemeindeverfassung war er ein vom städtischen Rat oder vom Landesherren Beauftragter zur Ausübung der Verwaltungshoheit und Rechtspflege. Im Altsiedelgebiet und Ostthüringen hatte der von der Herrschaft eingesetzte Amts-Schulze (lat. centgreve) das Amt oft auf Lebenszeit inne.)
1350 Die alte Hausmühle
u dieser Zeit war der spätere Geraer Stadtteil Untermhaus noch eine kleine "Gesindesiedlung" an der Elster unterhalb des noch nicht vollständig erbauten Schloss Osterstein. Die Hausmühle, welche später dicht am Küchengartengebäude zu finden war, wurde erstmals urkundlich erwähnt. (Im April 1936 wurde sie abgerissen.)
1408 Das Schloßtor
ls man in Gera noch im Mittelalter lebte, hatte die Stadt eine massive Befestigungsanlage und mehrere Stadttore, welche die Menschen ein und aus ließen. Die Tore waren an verschiedenen Stellen der Stadtmauer zu finden, da zum Beispiel die Händler auch aus allen Richtungen in die Stadt strömten um hier ihre Waren zu verkaufen.Das Schloßtor stand bis zum Jahr 1838 auf der ersten Elsterterrasse. Die Straße führte zum Schloss Osterstein und nach Untermhaus und erhielt später den Namen Schloßstraße. Untermhaus war ein Haufendorf und die Gesindesiedlung für das Haus Reuß, welches lange Zeit auf dem Schloss Osterstein residierte. Im Jahr 1919 wurde Untermhaus nach Gera eingemeindet.
1450 Stadtkommandant von Gleichen
m sächsischen Bruderkrieg war ein gewisser Ludwig von Gleichen Stadtkommandant in Gera. er war der Schwager des Geraer Herrn. Zur gleichen Zeit soll, so die Überlieferung, Hans von Sölmnitz das Schloss Osterstein erfolgreich gegen die Aufständischen und die Kriegsparteien verteidigt haben.
1452 Die Häselburg in Gera
ie Häselburg war einst eine mittelalterliche Burg in Gera. Sie war die Residenz der Vögte von Gera und wäre in der Neuzeit in der Burgstraße am unteren Teil des Stadtgrabens zu finden. Sie wurde 1450 im sächsischen Bruderkrieg zusammen mit der alten Johanniskirche zerstört. Die Kirche wurde wieder aufgebaut und fiel dann dem Stadtbrand von 1780 endgültig zum Opfer. Nach der kriegerischen Zerstörung in der Mitte des 15. Jahrhunderts zogen die Vögte nach Untermhaus in die spätere Residenz des Fürstenhaus Reuß, dem Schloss Osterstein, welches allerdings noch sehr viel kleiner ausfiel als zu späteren Zeiten in der Blüte des Geraer Adels und der Stadt im 19. Jahrhundert.
1482 Eine erneute Landesteilung
n diesem Jahr kam es unter den Herren zu Gera erneut zu einer Landesteilung, und zwar unter den Söhnen von Heinrich IX. Demnach erhielt Heinrich XI. der Ältere neben einigen anderen Objekten das Schloss Osterstein und die Stadt Gera.
1496 Die Hausmühle in Untermhaus
ie Untermhäuser Hausmühle gehörte mit dem alten Vorwerk, dem ehemaligen Burggut am Mohrenplatz, zum Schloss Osterstein und könnte im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Sicher nachweisbar ist sie seit dem Jahr 1496. Sie existiert nicht mehr, wäre aber hinter der Orangerie zu suchen, denn dort floss der alte Arm des Mühlgrabens etwa in Höhe der Kreuzapotheke in die Elster.
1512 Der Verkauf der Hausmühle
ie Hausmühle, auch mule vntherm slosse, Niedermühle genannt, befand sich an der Kreuzung Küchengartenallee gegenüber der Orangerie und gehörte mit dem alten Vorwerk, dem ehemaligen Burggut am Mohrenplatz zum Schloss Osterstein und könnte deshalb ebenso wie dieses zwischen dem 10. und dem 12.Jahrhundert angelegt worden sein. Sicher nachweisbar ist sie jedoch erst ab 1512. Damals verkaufte Heinrich der Ältere zu Schleiz und Gera "die Mühle unterm Haus" und den Garten, wohl als einen Teil des später bekannten Küchengartens, an Heinrich von Pöllwitz und dessen Frau Magdalena für 300 Gulden.
1526 Luther schickte einen Prediger
it seinem Thesenanschlag im Oktober 1617 löste Martin Luther (1483-1546) die Reformation aus und spaltete die christliche Kirche. Gegen den Willen des Geraer Landesherrn führte Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige die Reformation in dessen Land ein. Nachdem Martin Luther schon 1526 einen evangelischen Prediger nach Gera verordnet hatte, der sich aber gegen den Rat und die Geraer Herren nicht durchsetzen und nicht halten konnte, befahl der Kurfürst schließlich als oberster Lehnsherr die Durchführung der Visitation. Unter den Visitatoren, die am 2. September 1533 in Gera eintrafen, befand sich auch Luthers Freund Georg Spalatin. Auf den Landesherrn machte diese Maßnahme freilich keinen Eindruck, denn er ließ sich weiterhin auf dem Schloss Osterstein, das seit der Zerstörung des Stadtschlosses im Sächsischen Bruderkrieg im Jahr 1450 zur Residenz geworden war, die Messe lesen, doch passte sein Nachfolger sein Verhalten dann doch den Forderungen der Visitatoren an.
1533 Zur Geschichte von Ernsee
in Peczolt von Irnse wird als Zeuge in einer Urkunde des Heinrich Reuß zu Plauen genannt. 1533 wird der Ort als Irnsehe erwähnt; die Bedeutung des Namens ist unklar. Ferdinand Hahn hält eine an dieser Stelle befindliche vorchristliche Verehrungsstätte für die Göttin Herth oder Isis als namensgebend möglich. Am Westhang des Lessengraben nördlich von Ernsee ist noch der Turmhügel einer verschwundenen Burg auszumachen, eine sogenannte Wüstung. Eine frühere Verbindung zur Kirche der heutigen Wüstung Pottendorf (nordwestlich von Ernsee) ist nicht auszuschließen, lässt sich aber urkundlich nicht belegen. Die Entstehung des Ortes ist mit großer Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit Schloss Osterstein zu sehen, das über mehrere Jahrhunderte nachweisbare Kammergut Ernsee diente der Versorgung des Schlosses, insbesondere der Schafzucht. 1827 umfasst der Ort ein herrschaftliches Vorwerk, eine Schäferei, eine Försterei, 15 Häuser und 85 Einwohner. Ernsee pfarrte, begrub und schulte traditionell nach Frankenthal - wobei der Schulort des Kirchspiels Frankenthal etwa ab 1600 Scheubengrobsdorf war, hier wurden die Kinder aus dem Kirchspiel, d.h. auch aus Ernsee sowie Scheubengrobsdorf, Windischenbernsdorf und Töppeln unterrichtet. Im 19. Jahrhundert bekamen diese Orte nach und nach eigene Schulen, Ernsee schulte nach Untermhaus. Aufgrund der guten Lage wurde um 1900 in Ernsee eine Lungenheilstätte errichtet; 1927/28 vollständig saniert, existierte sie bis 1997. Am 1. Oktober 1922 wurde Ernsee im Zuge des neuen Thüringer Kreiseinteilungsgesetzes - im seit 1920 bestehenden Land Thüringen wurden 1922 die Kreise gebildet, wie sie bis 1952 Bestand hatten; dabei erhielt Gera Kreisfreiheit - in die Stadt Gera eingemeindet. Um 1930 entstand nordöstlich des Ortes an der Straße nach Untermhaus die Siedlung Hammelburg. 1943 musste die an der Wegekreuzung Ernsee-Töppeln-Rubitz stehende "Diebseiche" gefällt werden, ihr Alter wurde auf 550 bis 560 Jahre geschätzt. Ihren Namen verdankte sie dem Umstand, dass sie über die Jahrhunderte Treff- und Sammelpunkt marodierender Räuberbanden war. 1947 wurde in einem ehemaligen Gasthof ein Kindererholungsheim eingerichtet; heute befindet sich in diesem Komplex das Kinder- und Jugendheim der Stadt Gera.
1533 Zur Geschichte von Tinz
m Jahre 1168 tauchen ein Luf und ein Heinrich von "Thinz" als Zeugen in einer Urkunde des Naumburger Bischofs Udo II. auf. Der Ort selbst wurde erstmals 1290 als allodium Tyncz erwähnt. Bis zur Einführung der Reformation im Jahr 1533 war der Pfarrer der Tinzer Kirche St. Margareten zugleich Schlosskaplan auf dem Schloss Osterstein. In einer Visitation der lutherischen Superindentur von 1534 ging man mit dem Pfarrer hart ins Gericht, da er mal lutherisch, mal päpstlich predigte und er wurde "als nichtsnutziger Bube" abgeschafft, die Kirchgemeinde Tinz fortan von der Hauptkirche in Gera betreut. Im Jahre 1748 ließ Heinrich XXV. Reuß-Gera an der Stelle eines alten Herrenhauses das Wasserschloss Tinz errichten. Schloss und Gut Tinz waren Schlossgüter und unterstanden unmittelbar dem Haus Reuß. 1810 vernichtete ein verheerender Brand acht Häuser und die Schule, im Jahr darauf wurden zwei weitere Anwesen ein Raub der Flammen. Im Jahre 1885 stieß man unterhalb von Tinz rechts der Elster bei der Zusammenlegung von versumpften Teichen in einem Quellgebiet auf einen wichtigen archäologischen Fundplatz. Bei den Erdarbeiten wurde eine Vielzahl von Knochen und überwiegend slawische Keramik geborgen. Die älteste Keramik scheint aus der Jungsteinzeit zu sein. Zum 1. Januar 1919 wurde Tinz in die Stadt Gera eingemeindet. Es war bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein beliebter Ausflugsort.
02.09.1533 Reformation wider Willen
egen den Willen des Geraer Landesherrn führte Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige die Reformation in dessen Land ein. Nachdem Martin Luther (1483-1546) schon Jahr 1526 einen evangelischen Prediger nach Gera verordnet hatte, der sich aber gegen den Rat und die Geraer Herren nicht halten konnte, befahl der Kurfürst schließlich als Lehnsherr die Durchführung der Visitation. Unter den Visitatoren, die am 2. September 1533 in Gera eintrafen, befand sich auch Luthers Freund Georg Spalatin. Auf den Landesherrn machte diese Maßnahme freilich keinen Eindruck, denn er ließ sich weiterhin auf dem Schloss Osterstein, das seit der Zerstörung des Stadtschlosses im Sächsischen Bruderkrieg 1450 zur Residenz geworden war, die Messe lesen, doch passte sein Nachfolger sein Verhalten dann doch den Forderungen der Visitatoren an. Mit diesem ist das Geraische Haus 1550 ausgestorben. Die Anwartschaft auf sein Erbe hatte schon 1547 nach der Schlacht bei Mühlberg der Burggrafen Heinrich von Meißen aus dem Plauener Hause, ein Günstling Kaiser Karls V. und Kg. Ferdinands, an sich bringen können. 1546 hatte Kurfürst Moritz von Sachsen bereits auf die Lehnsherrschaft über die Geraer und reußischen Herrschaften zugunsten Kaiser Ferdinands verzichtet. Seit dieser Zeit standen sie unter der Lehnshoheit der Krone Böhmen, die auch nach dem Übergang an die Linie Reuß i. J. 1562 bis 1806 gewahrt blieb. Bei der reußischen Erbteilung von 1572 wurde Gera an den jüngsten der drei Brüder gegeben, dessen Haus bei der Aufteilung des Erbes der mittleren Linie im Jahre 1616 noch die Herrschaft Schleiz erhielt. In der Folgezeit ist Gera bis 1918 Residenz dieser jüngeren Linie Reuß geblieben, die 1673 zu Reichsgrafen und 1806 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. Danach wurde ihr Besitz zunächst im Freistaat Reuß zusammengefasst, der aber schon 1920 im Land Thüringen aufging. Die Verwaltungsreform von 1952 machte Gera zum Zentrum eines der neu geschaffenen Bezirke.
1534 Katholisch oder Evangelisch war hier die Frage
is zur Einführung der lutherischen Reformation vom 31.10.1517 im Jahr 1533 war der Pfarrer der Tinzer Kirche Sankt Margareten in Personalunion auch der Schlosskaplan von Schloss Osterstein und damit geistlicher Beistand derer zu Reuß. In einer sogenannten Visitation der lutherischen Superintentur von 1534 ging man mit dem recht ökumenischen Pfarrer wohl sehr hart ins Gericht. Mna warf ihm vor Mal lutherisch und unpäpstlich und Mal katholisch und damit päpstlich zu predigen. Daher schaffte man den als "nichtsnutzigen Buben" gebrandmarkten geistlichen ab und die Hauptkirche in Gera betreute fortan die Kirchengemeinde in Tinz.
29.04.1534 Ein neuer Herr zu Gera
ohann Friedrich zu Sachsen, der Großmütige, 30.06.1503-03.03.1554, aus dem Haus der Ernestiner (Wettiner) war Kurfürst von Sachsen von 1532-1547 und von 1547-1554 Herzog von Sachsen, belehnte an diesem Tag Heinrich den Älteren, Herr zu Gera, mit dem Schloss Osterstein, mit der Stadt und der Herrschaft Gera.
08.09.1547 Ein Erbvergleich mit der Krone
er Burggraf Heinrich von Meißen, Oberstkanzler der böhmischen Krone, und Heinrich, Herr zu Gera, schlossen an diesem Tag einen Erbvergleich. Der Burggraf sollte Schloss Osterstein und die Stadt Gera einnehmen und die hinterbliebene Witwe Heinrichs des Älteren, Anna von Gera geborene von Beichlingen, mit einer Pension zu entschädigen.
1562 Die Wasserleitung
on 1562 bis 1563
Schneeberger Bergleute verlegten eine Wasserleitung von Ernsee über die Wolfsbrücke ins Schloß. Sie wurde bis 1899 genutzt.
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10.06.1572 Heinrich Posthumus
wei Monate nach dem Tod seines Vaters (deshalb wird er auch Posthumus genannt) wurde Heinrich Reuß der Jüngere geboren. Nachdem er am 06. 06. 1595 die Regierung übernommen hatte, entwickelte er sich durch seine Reformen der Staats -und Kirchenverwaltung und die Förderung von Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft zu einem der bedeutendsten Landesherrn seiner Zeit.
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1578 Der Südflügel des Schloss Osterstein
n den Jahren 1470 und 1578 wurde der Südflügel des Schloss Osterstein errichtet, denn im Jahr 1450, im sächsischen Bruderkrieg, hatten die Herren von Gera ihren Regierungssitz wieder auf das Schloss Osterstein verlegt und der zusätzliche Platz wurde damit gebraucht. Im Jahr 1848 wurde der Flügel wieder abgerissen.
1594 Die erste Schloßgasse
ie vom Johannisplatz zum Schlosstor und von dort weiter zum Schloss Osterstein führende Straße führte ursprünglich die Bezeichnung "Schloßgasse". Das Schlosstor stand an der Einmündung der Gasse Hinter der Mauer. Das Stadttor wurde einst "Steintor" genannt da von diesem Tor aus der Weg zum Stein bzw. Rabenstein führte, einer der Richtstätten der Stadt an der Gebind (Zetkinstraße).
1598 Ein neues Gebäude
ie alte Kanzlei auf dem Schloss Osterstein, dem Sitz der späteren Fürsten Reuß, wurde in diesem Jahr durch ein neues Gebäude ersetzt.
31.10.1603 Heinrich III. auf Schloss Osterstein geboren
einrich III. Reuß von Plauen war Herr zu Gera (1635-1640) und Herr zu Schleiz, Lobenstein und Saalburg (1635-1640). Gemäß Vertrag von 1637 blieben die vier Brüder bis 1647 im gemeinschaftlichen Besitz der ererbten Herrschaften mit Hofhaltung zu Gera. Heinrich III. nahm mit Einwilligung seiner Brüder seinen Wohnsitz zu Schleiz. Er verstarb am 12.07.1640 in Karlsbad. Bestattet wurde er am 23.07.1640 in der Bergkirche in Schleiz. Er heiratete am 4. Mai 1637 in Gera die Wild- und Rheingräfin Elisabeth Juliane zu Salm-Neufville (geb. 1602 in Neufville-sur-Moselle und verst. am 14.05.1653 in Schleiz. Sie wurde 26.07.1653 auch in der Bergkirche in Schleiz bestattet. Sie war Witwe von Heinrich IV. Reuß, Herr zu Obergreiz (1597-1629), Tochter von Wild- und Rheingraf Friedrich I. zu Salm-Neufville (1547-1608) und Gräfin Sibylle Juliane von Isenburg-Birstein (1574-1604).
1608 Der Martinsgrund
er Name Martinsgrund war ursprünglich einmal eine Eigentumsbezeichnung, denn er geht auf den ehemaligen Besitzer Ritter Martin von Ende zurück, der dort der Sage nach ein Mädchen aus den Fänger eines Bären errettet haben soll, welcher aus dem Zwinger von Schloss Osterstein entlaufen war. Der Martinsgrund wurde in diesem Jahr zum ersten Mal erwähnt, als die Stadt Gera dieses Waldstück von dem zum Rittergut Pöppeln gehörenden Vorwerk Vollersdorf erwarb.
1631 Das Jahresgehalt des Hofgärtners
ie Geraer Hofhaltungsrechnung von Schloss Osterstein verzeichnete für den Hofgärtner Martin Gerhard ein verbindliches Jahresgehalt in Höhe von 80 Gulden.
1636 So entstand der Hofwiesenpark
ie Hofwiese in Untermhaus, 1636 und 1647 "Obere Hofwiese" genannt, reichte zu dieser Zeit von Südosten bis an den Anger der Stadt Gera heran und wurde durch das Vorwerk, das spätere Kammergut, in Untermhaus bewirtschaftet. Als der an ihr vorbeiführende Weg zur Straße ausgebaut wurden war 1897, erhielt er die Bezeichnung "Hofwiesenstraße". Erst im Jahr 2005 wurde das Gelände an der Elster zum "Hofwiesenpark" gemacht.
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04.05.1637 Hochzeit im Hause Reuß
n diesem Tag heiratete in Gera Heinrich III. Reuß, Herr zu Gera (geb. am 31. Oktober 1603 auf Schloss Osterstein in Gera und verst. am 12. Juli 1640 in Karlsbad und bestattet 23. Juli 1640 in der Bergkirche, Schleiz), die Tochter von Friedrich I., Wild- und Rheingraf zu Salm-Neufville (1547 - 1608) und Gräfin Sibylle Juliane von Isenburg-Birstein (1574 - 1604). Sien Ehefrau war die Wild- u. Rheingräfin Elisabeth Juliane zu Salm-Neufville, 1622 Kanonissin in Gandersheim, (geb. 1602 in Neufville-sur-Moselle und verst. am 14. Mai 1653 in Schleiz, bestattet 26. Juli 1653 in der Bergkirchein Schleiz). Sie war die Witwe von Heinrich IV.,"der Mittlere" (11.03.1597 - 25.08.1629).
1640 Der erste Küchengarten
n diesem Jahr wurde der Geraer Küchengarten als "Großer Garten" in der Geraer Historie zum ersten Mal erwähnt. Er war zur Versorgung des Schloss Osterstein angelegt worden.
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01.1646 Ein Sprachgenie am Geraer Fürstenhof
er als "gelehrter Bauer von Rothenacker" bekannte Nikolaus Schmidt weilte auf Schloss Osterstein bei Fürst Reuß Heinrich II. Der Geraer Prinzregent ließ von ihm die "Geraische Polyglotte" erstellen. Das war ein "Vaterunser" in 51 Sprachen und 130 Alphabeten. Darauf hin erhielt er von dem reußischen Fürst den Titel "Herr vor Gerichten", was ihm Steuerfreiheit auf Lebenszeit zusicherte. (Nikolaus Schmidt sprach neben Deutsch auch Latein, Hebräisch und Griechisch als gängische Sprachen und 15 orientalische Sprachen.)
1651 Fünfzig Jahre vor dem Küchengarten
u dieser Zeit war seit einigen Jahren nachweisbar, dass sich seit dem beginnenden 17. Jahrhundert in den Wiesen vor der ehemaligen Untermhäuser Hausmühle ein Garten befand, in dem die Kräuter und das frische Gemüse für den Bedarf des Hofes derer zu Reuß auf dem angrenzenden Schloss Osterstein angebaut wurde. Nach dem Jahr 1700 kam dann für die Anlage die Bezeichnung Lust- und Küchengarten auf. Die Orangerie entstand erst in den Jahren 1729-1732.
1659 Die Pferdegüter in Milbitz
n diesem Jahr wurden die Pferdegüter verpflichtet, sämtliche Baufuhren für Schloss Osterstein, das Alte Stadtschloss, sowie alle Holzfuhren für Brückenbauten und die Wirtschaftsfuhren für das Vorwerk und die Brennerei Untermhaus zu leisten.
1677 Bautätigkeit in Gera
nter dem Reußen Heinrich XVIII. (1677-1735), dem Erbauer der Sankt Salvatorkirche, der Orangerie im Küchengarten, dem Regierungsgebäudes neben dem Rutheneum (Goethe-Gymnasium) und des Zucht- und Waisenhauses (später Stadtmuseum), fanden auch wieder umfangreiche Bauarbeiten auf dem Schloss Osterstein statt. Die Geraer, die Untertanen derer zu Reuß, mussten, wie bereits unter den reußischen Vorgängern üblich, wieder einmal Pferde- und Handfrohnen in großem Rahmen leisten. Sie stellten Transportpferde und Arbeitskräfte zu Verfügung. In dieser Zeit entstand auch der mit den Portraits der Ahnen des gräflichen Reuß-Geraer-Hauses geschmückte Ahnensaal des Ostflügels des Osterstein.
1686 Die ganz alte Schloßstraße in Gera
u dieser Zeit wurde die spätere Schloßstraße noch "Vorstad vorm SchlosThor" genannt. Das alte Schloßtor stand etwa auf der Höhe der späteren Geraer Hauptpost und der Bereich vor dem Tor, in Richtung Schloss Osterstein, war noch die Vorstadt. Das eigentliche gemauerte Schloßtor stand erst von 1706-1854 dort in der Straße. Zuvor wurde die Stadt dort von Wachen geschützt. 125 Jahre später hieß die Straße dann "Vor dem Schloßtor".
1697 Der Hainbergweg in Untermhaus
er "Hainbergweg" begann, wie der "Faulenzerweg" an der großen, sogenannten Torstenson-Eiche, am Fuße des Hainberges, führte aber sogleich bergan. Dieser Spazierweg stellte eine Verbindung zwischen dem Schloss Osterstein und dem Ortsteil Pöppeln her und wurde wahrscheinlich ebenso wie die kurz vor der sogenannten "Epaulette" eine kleine Schlucht überquerende Brücke, die Waldhausbrücke, von Heinrich Posthumus Reuß (1572-1635) angelegt. Heinrich XVIII. (Posthumus) ließ 1697 die "Epaulette" ebnen und darauf ein Lusthäuschen, das bekannte Waldhaus, bauen. (Epaulette - französisch für Uniform-Schulterstück, sah aus wie eine kleine Brücke und hatte meist Fransen. Französisch war die Modesprache des Adels zu dieser Zeit.)
1699 Der Weg in den HaußMühl
en "Weg in den HaußMühl" kann man im Gera der Neuzeit nicht mehr finden, denn er gehört zu den aufgehobenen Straßen und Wegen der Stadt. Die Hausmühle (1936 abgebrochen) in Untermhaus gegenüber der Orangerie, gehörte ursprünglich mit dem alten Burggut am Mohrenplatz zum Osterstein. Sicher nachweisbar war die Mühle seit dem Jahr 1496. Die Namen "Hausmühle" und "Hausweg" stammten aus der Zeit, als der Osterstein noch "das Haus" genannt wurde und dieser Weg den direkten Weg aus der Stadt zur Hausmühle und zum Schloss Osterstein darstellte.
1701 Das 18. Jahrhundert und Gera
ie Aufklärung, jene auf dem Gedanken der Vernunft aufbauende Geisteshaltung in Philosophie und Wissenschaft, war die übergreifende und umwälzende gesellschaftliche Bewegung des 18. Jahrhunderts. In Abkehr von kirchlich und feudalistisch bestimmter Weltsicht stellte sich die Vorstellung von der Position des Menschen in der Welt auf eine neue Grundlage. Das vernunftbegabte Individuum rückte in den Mittelpunkt aufklärerischer Betrachtungsweise. Im späteren Geraer Ortsteil Niebra wurde im 18. Jahrhundert das letzte Todesurteil vollstreckt und schon ab 1702 wurde das Schloss Osterstein umgestaltet. Die Geraer Zeugmacherinnung erhielt neue Statuten und die Friederici-Brüder gründeten ihre Orgel- und Pianoforteanstalt. Außerdem wurde der Grundstein für die Salvatorkirche gelegt, der Adel trug noch Perücken und Johann Sebastian Bach (1685-1750) wurde nach Gera gerufen um eine Orgel zu begutachten.
1721 Schlossumbau
n diesem Jahr endeten in Gera auf dem Sitz derer von Reuß, dem Schloss Osterstein, umfangreiche Renovierungs- und Umbaumaßnahmen. Treppenhaus, Nord- und Ostflügel, Türen und Tore wurden erneuert.
13.06.1723 Gräfin Sophie Henriette Dorothea von Gera geboren
räfin Sophie Henriette Dorothea geboren am 13.06.1723 in Gera verstarb am 27.08.1789 im herrschaftl. Hause am Kirchhofe in Gera. Am 31.08. 1789 wurde sie in Gera zu Grabe getragen. Sie heiratete am 21. November 1746 auf Schloss Osterstein in Gera den Graf Friedrich Botho zu Stolberg-Roßla, einen königlich polnischer und kurfürstlich sächsischer Generalmajor. (13.05.1714 in Roßla verst. am 08. März 1768 in Roßla). Er war der Sohn von Graf Jost Christian zu Stolberg-Roßla (1676-1739) und Gräfin Emilie Auguste zu Stolberg-Wernigerode (1687-1730).
15.04.1728 Ein Großbrand in der Gesindesiedlung
ntermhaus entstand, der Name verrät es, unterm Haus, und zwar unterm Haus derer zu Reuß und wurde als Gesindesiedlung angelegt, um die Bediensteten, das sogenannte Gesinde, von Schloss Osterstein unterzubringen. Es war nachts um 12.00 Uhr an diesem Tag, da brannte das ganze fürstliche Vorwerk Untermhaus bei einem Schadensfeuer nieder.
1729 Küchengarten und Orangerie werden angelegt
as Anlegen der Orangerie vollzog sich in den Jahren 1729-1732. Unter dem Geraer Grafen und Regenten Heinrich XVIII wurde der Küchengarten als französische Gartenanlage mit der Orangerie angelegt. Die Entwürfe für den Bau wurden wahrscheinlich vom ernestinischen  Baumeister Gottfried Heinrich Krohne gefertigt.
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1742 Das Lummersche Backhaus
as bekannte Lummersche Backhaus in späteren Geraer Stadtteil Untermhaus, zu dieser Zeit noch die Gesindesiedlung des Hauses Reuß mit Sitz auf dem Schloss Osterstein, wurde errichtet. Der Fachwerkbau konnte, auch auf Grund von aufwendigen Sanierungsarbeiten in den 1990er Jahren, bis in die Neuzeit erhalten werden. 
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1746 Das reußische Justizamt
n diesem Jahr wurde in Untermhaus, noch kein Stadtteil von Gera zu dieser Zeit, am Mohrenplatz das reußische Justizamt errichtet. Das Haus Reuß beherrschte auch die Geraer Gerichtsbarkeit und lies das Anwesen unterhalb von Schloss Osterstein bauen. Später diente das Gebäude als Kunst-Galerie mit dem Namen M1.
17.08.1748 Louise Christiane Pfalzgräfin von Birkenfeld Gelnhausen geboren
udem war sie auch noch Prinzessin von Bayern und die Gemahlin von Graf Heinrich XXX. Reuß-Gera. Da sie ihren Ehemann um fast drei Jahrzehnte überlebte, nahm sie sich in Gera einen Witwensitz außerhalb des Schloss Osterstein. Sie residierte im gräflichen Stadtpalais am Johannisplatz. Auf Grund ihrer Mildtätigkeit war sie in der Stadt hoch geachtet und soll im Jahr 1806 den französischen Kaiser Napoleon auf Knien um Schonung Geras gebeten haben. Sie verstarb am 31. Januar 1829 in Gera. Die Louisenhöhe trug später ihren Namen.
1760 Gera im Siebenjährigen Krieg
er Hainberg in Untermhaus am Schloss Osterstein und damit auch der Hainbergweg bildeten schon im 18. Jahrhundert eine wichtige Verkehrsverbindung. Im Jahr 1760 wurde die Waldhausbrücke im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) von österreichischen Husaren nieder gerissen, um ihre weitere Benutzung zu verhindern. Noch in der Zeit von Heinrich XXX. wurde die Brücke nach 1760 wieder aufgebaut.
20.10.1789 Fürst Heinrich LXVII. geboren
ürst Heinrich LXVII. Reuß jüngerer Linie (1854-1867), folgt 1854 seinem Bruder Heinrich LXII. in der Regierung und war königlich preußischer General der Kavallerie à la suite. Er verstarb am 11. Juli 1867 auf Schloss Osterstein in Gera. Bestattet wurde er am 14. Juli 1867 in der Bergkirche in Schleiz. Er heiratete am 18. April 1820 in Ebersdorf die Prinzessin Adelheid Reuß zu Ebersdorf (geboren am 28. Mai 1800 in Ebersdorf und verstorben am 25. Juli 1880 in Gera. Sie wurde am 28. Juli 1880 in der Bergkirche in Schleiz beigesetzt. Sie war die Tochter von Fürst Heinrich LI. Reuß zu Ebersdorf (1761 - 1822) und Gräfin Luise von Hoym (1772 - 1832).
1798 Eine Bäckerei in Untermhaus
m Geraer Stadtteil Untermhaus, zu dieser Zeit die Gesindesiedlung unter dem Schloss Osterstein, wurde die Untermhäuser Backstube gegründet. Damit gehörte sie zu den 40 ältesten Backstuben Deutschlands.
1798 Ein Thronjubiläum
er Geraer Regent Graf Heinrich XXX. Reuß feierte in diesem Jahr in der Orangerie im Geraer Küchengarten in Untermhaus unweit von Schloss Osterstein sein 50. Regierungsjubiläum.

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18.01.2015
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