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Ihre Suche nach Otto Dix erbrachte folgende Ergebnisse.
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1191 Untermhaus wurde zum ersten Mal erwähnt
ie erste urkundliche Erwähnung: "Unterhaus" (1534 findet man die Bezeichnungen Underhaus und Underheuser in den Quellen). Seinen Namen verdankt Untermhaus mit großer Wahrscheinlichkeit seiner Lage, das Vorwerk bzw. die Vorbefestigung des Osterstein lag "unter dem Haus" (was keine andere Bezeichnung als die von den Geraern übliche für das Schloss bzw. die vorherige Burg war). Vermutlich entstanden Burg und Vorwerk schon im 10.Jh. (spätestens aber im 12.Jh.)
Zusatzinformationen
1862 Ernst Franz Dix geboren
rnst Franz Dix war der Vater des Geraer Malergenies Otto Dix (1891-1969) und kam in diesem Jahr in Gera zur Welt. Er war beruflich als Former in einer Eisengießerei tätig. Aus seiner Ehe mit der Geraer Näherin Pauline Louise Dix, geborene Amann (1864-1953), ging der bekannte Geraer Künstler hervor, mit dessen Namen sich die Stadt später identifizieren wird. Otto Dix besuchte seine Mutter, er war an den Bodensee gezogen, trotzdem bis zu ihrem Tod noch regelmäßig in Gera. Erst Franz Dix verstarb im Jahr 1942 während des zweiten Weltkrieges im 80. Lebensjahr.
1864 Pauline Louise Amann geboren
ie Geraer Näherin wurde erst später bekannt und wäre eine einfache Arbeiterin geblieben, hätte sie nicht Ernst Franz Dix geheiratet. Sie wuaren die Eltern des bekannten Geraer Malergenies Otto Dix (1891-1969). Pauline louise Dix war als Näherin zwar nur eine einfache Arbeiterin wie ihr mann auch der als former in einer Eisengießerei tätig war, war aber musisch begabt und künstlerisch interessiert. So wuchs Otto Dix, der sich selbst immer als Arbeiterkind sah, in zwar einfachen, jedoch nicht mittellosen und keineswegs ungebildeten Verhältnissen auf.
1878 Fritz Amann geboren
ritz Amann war ein Geraer Maler, welcher im späten 20. Jahrhundert, 30 Jahre nach seinem Tod, sehr beachtet wurde und international auf Kunstmessen und Auktionen zu Höchstpreisen gehandelt wurde. Eines seiner bekanntesten Werke war sein Bild "Blick auf den Marktplatz von Gera" aus dem Jahr 1904. Fritz Amann verstarb hoch betagt im Jahr 1969, dem Jahr, in dem auch der Geraer Maler Otto Dix verstarb.
02.12.1891 Der Geraer Künstler Otto Dix
n Gera wird der Künstler Otto Dix geboren. Er entwickelt sich zum bedeutensten Kunstschaffenden der Stadt Gera und trat in die Fußstapfen anderer großer Künstler der Stadt, wie Johann "Hans" Dobenecker.
Zusatzinformationen
01.12.1893 Kurt Günther geboren
er in Gera geborene Kurt Günther war Maler und Graphiker in der Stadt. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges studierte er gemeinsam mit Otto Dix an der Kunstgewerbeschule in Dresden. Nach zweijährigem Aufenthalt im schweizerischen Davos kehrte er 1926 nach Gera zurück. Im Jahr 1946 wurde er zum Professor ernannt und am 2. Dezember 1955 verstarb er schwer erkrankt 62jährig in Gera.
01.12.1893 Kurt Günther geboren
urt Günther war ein Geraer Maler und wuchs als Sohn eines Druckers und Druckereibesitzers auf. Unmittelbar nach Abschluss des Gymnasiums ging er 1913 zum Studium an die Kunstgewerbeschule in Dresden, wo zu seinen Kommilitonen unter anderem der Geraer Maler Otto Dix und Otto Griebel gehörten. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Günther 1914 zum Kriegsdienst eingezogen, den er bei den Luftstreitkräften ableistete, bis er 1917 wegen einer schweren Lungentuberkolose entlassen wurde. Seine finanzielle Situation erlaubte es ihm, die Krankheit in Davos (Schweiz) behandeln zu lassen, wo er Ernst Ludwig Kirchner kennenlernte.1919 kehrte Günther nach Dresden zurück und setzte sein Studium an der Kunstakademie fort, wo er der Malklasse von Richard Müller angehörte. Zu dieser Zeit arbeitete Günther eng mit Otto Dix zusammen, beide nutzten häufig das Atelier ihrer Kommilitonin Viola Schulhoff. Günther und Schulhoff unterstützen den aus eher einfachen Verhältnissen stammenden Dix oft finanziell. Ein Monument dieser Zeit ist Günthers verschollenes, jedoch fotografisch erhaltenes Gemälde Boxkampf, in dem Dix, Schulhoff und andere im Publikum dargestellt sind. 1922 heirateten Günther und Schulhoff und zogen nach Bad Reichenhall, die Ehe hielt jedoch nur drei Jahre, woraufhin Günther in seine Heimatstadt Gera zurückkehrte. Versuche, wieder in Dresden Fuß zu fassen, wo Otto Dix inzwischen eine Professur innehatte, blieben erfolglos. In den Geraer Künstler- und Intellektuellenkreisen fand Günther schnell Akzeptanz und Anerkennung. Mit den Landschaftsmalern Hermann Paschold, Alexander Wolfgang und Paul Neidhardt, dem Geologen Rudolf Hundt und anderen gründete er die spätdadaistische Vereinigung pro pro bru (produktive-prominente-brummochsen). Günthers vorherrschendes Sujet war, wie bereits in Bad Reichenhall, das Porträt; hinzu kommen veristische Darstellungen weiblicher Erotik. Von 1929 bis 1931 hielt Günther sich in Frankreich auf und betrieb unter anderem Aktstudien an der Académie de la Grande Chaumière. Nach seiner Rückkehr nach Gera löste er einen Skandal aus, indem er ein Gemälde, das ein blondes Mädchen in den Armen eines schwarzen Jazztrompeters zeigte, öffentlich in einem Schaufenster ausstellte ? es wurde von behördlicher Seite entfernt. Nach einer erneuten Eheschließung zog Günther 1932 von Gera in das nahegelegene abgeschiedene Dorf Kaltenborn, wo er ein Haus erworben hatte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war Günther von Hausdurchsuchungen und ab 1934 von Ausstellungsverbot betroffen. 1934 besuchte ihn Erich Knauf nach seiner ersten Haftentlassung in Kaltenborn und wurde von Günther mehrfach porträtiert. Die Jahre der Inneren Emigration verbrachte Günther unter anderem ? nach der Geburt seiner ersten Tochter 1934 ? mit Kinderporträts, ab 1936 mit Porträts der Kaltenborner Bauern und ab 1940 auch verstärkt mit Landschaftsmalerei. 1937 wurden elf seiner Werke als Entartete Kunst aus deutschen Museen entfernt. 1944 wurde der fünfzigjährige Günther zum Volkssturm eingezogen. Nach Kriegsende 1945 wurde Günther als Volksschul- und Volkshochschullehrer in Gera tätig sowie 1946 durch die Landesregierung Thüringen zum Professor ernannt. Seine letzten Lebensjahre waren zunehmend von Krankheit und Depressionen gekennzeichnet. Landschaften nahmen in seinem Spätwerk eine immer dominierendere Rolle ein; verstärkt wandte sich Günther der Alla-Prima-Malerei zu. Er starb schließlich am 12. Februar 1955 im Bezirkskrankenhaus Stadtroda und wurde in Gera beigesetzt.
13.03.1894 Der Künstler Alexander Wolfgang geboren
n Arnstadt geboren, übersiedelte Alexander Wolfgang 1908 mit seinen Eltern nach Gera. Er machte eine kaufmännische Lehre und diente im Ersten Weltkrieg nachdem er schon 1913 seinen Wehrdienst versah. Seine Kriegseisätze führten ihn nach Frankreich, wo er mit dem Malen begann. Ab 1930 arbeitete er als freischaffender Maler und wurde Schwager von Otto Dix. Die Bedeutung seiner Kunstwerke reicht weit über die Thüringer Landesgrenzen. Er verstarb am 14. März 1970 in Gera. Am 19. Juli 1989 wurde in Gera / Bieblach Ost eine Straße nach ihm benannt.
1898 Der Schüler Otto Dix
n den Jahren von 1898 bis 1906 erfolgte der Besuch der Volksschule in Untermhaus, einem späteren Stadtteil von Gera. Auch die erste künstlerische Förderung durch den Zeichenlehrer Ernst Schunke datiert auf diese Zeit, welche den jungen Otto Dix schon wesentlich prägte.
1898 Jugendjahre eines Geraer Malers
n den Jahren von 1898 bis 1910 entdeckte Otto Dix schon die Liebe zur Natur, was ihn zu einem recht guten Beobachter machte. Seine Kindheit verbrachte er mit spielerischer Austestung seiner Begabungen, die sowohl in der Malerei als auch im Entwickeln von Kasperletheaterstücken lagen. Er besuchte die Volksschule in Untermhaus und entdeckte sein visuelles Talent, mit dessen Hilfe er ganze Buchseiten im Gedächtnis behalten konnte, um sie nur noch ablesen zu müssen. Hervorragende Voraussetzung für einen guten Schüler und Maler. Letzteres wurde durch den Zeichenlehrer Ernst Schunke gefördert. Einziges Defizit des Schülers Dix war Turnen. Otto saß selbst Modell bei seinem Vetter, dem Kunstmaler Fritz Amann, und entschied sich schon früh, denselben Weg einzuschlagen. Der Kunsterziehungslehrer Schunke veranlasste die Gewährung eines Stipendiums an der Kunstgewerbeschule in Dresden durch den damaligen Fürsten Heinrich XXVII. Doch vorher wurde Otto Lehrling des Dekorationsmalers Carl Senff. Zusammen mit seiner Mutter lernt er zu Hause die Kunstsprache Esperanto.
09.1898 Der berühmteste Schüler der Stadt
as sollte er noch werden, Otto Dix. An diesem Tag war er in der Untermhäuser Schule eingeschult worden und besuchte sie bis 1906. Schon in Kinder- und Jugendtagen war Otto Dix durch sein Zeichentalent aufgefallen.
1900 Hermann Wiehl geboren
ermann Wiehl war Künstler und wurde in Nussbach bei Triberg im Schwarzwald als Sohn eines Uhrenhändlers geboren. Im Jahr 1918 erfolgte seine Einberufung zum Kriegsdienst und danach nahm er eine Tätigkeit als Handelsvertreter auf. 1925 gründete er eine eigene Firma, das Honighaus Hermann Wiehl und führte es selbst. Ende 1920er Jahre nahm er Kontakt auf zu Prof. Anselment, einem Künstler in Nürnberg, und dem Geraer Maler Otto Dix der in Dresden lehrte, um bei ihnen Zeichen- und Malunterricht zu nehmen. Ab 1936 wurden Hermann Wiehl und Otto Dix Freunde. Wiehl besuchte danach Otto Dix (1891-1969) regelmäßig in Hemmenhofen am Bodensee, wohin sich der Geraer Maler zurückgezogen hatte. Wiehl begegnet Max Ackermann und wurde dann sein Schüler. Er lernt dabei die Kompositionslehre Adolf Hölzel`s kennen, die Ackermann seit den 20er Jahren weiterentwickelt hat. Im Jahr 1943 kam auch für ihn ein Ausstellungs-Verkaufsverbot durch die Nationalsozialisten und erst 1948, drei Jahre nach Ende des Krieges gab es erste Gruppenausstellungen. Die 1950er Jahre führten ihn zu Studienreisen nach Italien, Südfrankreich, Paris und ins Tessin, er machte Bekanntschaft mit Picasso, Leger, Max Bill und Chagall und erwarb die Mitgliedschaft Bildende Künste e.V. Südbaden. Zwischen den Jahren1955-1965 kam es zu einer Hochphase seiner künstlerischen Produktivität, in der mehr als 600 Ölbilder entstanden. Im Jahr 1965 wurde eine Retrospektive seines Schaffens anlässlich des 65.Geburtstages in seiner Heimatstadt St. Georgen gezeigt. Im Jahr1978 verstarb Hermann Wiehl in St. Georgen und hinterließ in der Gesamtheit ca. 2000 Ölbilder und Zeichnungen.

1902 Eine neue Schule
ie neue Untermhäuser Schule wurde errichtet. Heute trägt sie den Namen des Geraer Malers und Graphikers "Otto Dix".
1904 Paul Neidhardt kehrte zurück
aul Neidhardt (1873-1953) war ein bedeutenden Maler und wurde als Sohn eines Webers in Gera geboren. Nach einer Tätigkeit als Porzellanmaler in Nürnberg, studiert er in den Jahren von 1894 bis 1904 an der Münchner Akademie für Bildende Künste. 1904 kehrt er nach Gera zurück und übernimmt 1907 einen Lehrauftrag an der höheren gärtnerischen Lehranstalt von Prof. Dr. Ewald Settegast in Bad Köstritz. Ab dem Jahr 1912 wohnt er in der Waldstraße 1 in Gera und betrieb dort bis 1944 eine private Mal- und Zeichenschule. Am 31.8.1944 wird diese Schule auf Anordnung der Reichskammer der Bildenden Künste geschlossen, den Paul Neidhardt galt wie Otto Dix in der Zeit des Nationalsozialismus als "entartet".
1905 Lehrjunge Otto Dix
u diesem Zeitpunkt war noch nicht abzusehen, dass der Geraer Maler Otto Dix einmal der berühmteste Maler der Stadt werden sollte, mit dem sich die spätere "Otto-Dix-Stadt" identifizieren sollte. Nachdem ihn während seiner Schulzeit der Zeichenlehrer Ernst Schunke sehr gefördert hatte, absolvierte Otto Dix von 1905 bis 1909 eine Lehre bei dem Geraer Dekorationsmaler Carl Senff. Ein Stipendium des Fürsten von Reuß ermöglichte ihm das Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden in den Jahren von 1910 bis1914, wo er unter anderem bei den Professoren Johann Nikolaus Türk und Richard Guhr seine Ausbildung erhielt. Otto Dix setzte sich mit der Malerei-Geschichte auseinander und studierte die Alten Meister in der Dresdner Gemäldegalerie. Parallel dazu entstanden aber auch spät-impressionistische und expressionistische Werke. Schon vor dem Ersten Weltkrieg wandte er sich der Avantgarde zu und experimentierte mit kubistischen und futuristischen Formen.
1905 Die Villa Dix in Gera
ie in Untermhaus erhalten gebliebene Villa hat nichts mit dem Geraer Maler Otto Dix zu tun, es gab mehrere Personen in der Stadt, die den Namen Dix trugen. Die Villa Dix entstand 1905 in der Küchengartenallee Nummer 17. Der Architekt ließ die Villa für Walther Dix und seine Ehefrau Helene, eine geborene Bufe, erbauen. Helene Dix verkaufte später die zweigeschossige Villa an das Stadtmissionswerk.

05.07.1905 Willy Wolff geboren
illy Wolff war ein deutscher Maler, Bildhauer und Grafiker. Er war Meisterschüler von Otto Dix dem berühmten Geraer Malergenie und wurde um 1960 als DDR-Künstler mit seiner Adaption der Pop-Art bekannt. Mit 15 Jahren machte Willy Wolff eine Lehre in Dresden zum Kunsttischler, die von 1920 bis 1924 dauerte und in der er vorwiegend mit der Anfertigung barocker Möbel beschäftigt war. Bei seiner Teilnahme am Holzarbeiterstreik 1921 lernte er anarchistische Gruppen kennen. In der Wirtschaftskrise 1924 wurde er entlassen. Als Wandervogel zog Willy Wolff 1924 erst von Berlin nach Rostock, wenige Woche später von Berlin nach Hamburg. An der Staatlichen Kunstgewerbeschule Dresden besuchte er von 1925 bis 1927 Weiterbildungskurse von Professor Max Frey und studierte von 1927 bis 1933 an der Kunstakademie Dresden anfangs bei Richard Müller und Georg Lürig, ab 1930 als Meisterschüler bei Otto Dix. Für seine Arbeiten erhielt Willy Wolff in den nächsten zwei Jahren jeweils eine Anerkennungsurkunde und nahm auch an der Ausstellung "Meisterschüler Deutscher Kunsthochschulen Dresden ? Karlsruhe ? Stuttgart" teil. Nach ihrer Machtergreifung 1933 sorgten die Nationalsozialisten für die Entlassung von Otto Dix. Mit ihm verließ Willy Wolff ebenfalls die Dresdner Kunstakademie. Im Jahr 1985 verstarb er am 8. Juli 1985 in seiner Dresdner Wohnung und Wirkungsstätte, Am Wachwitzer Höhenpark 6 im Alter von 80 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof. Sein Nachlass befindet sich in der Sächsischen Landesbibliothek ? Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.
1906 Der Lehrling Otto Dix
n den Jahren von 1906 bis 1910 absolvierte der später über die Grenzen Geras berühmt gewordene Maler und Künstler Otto Dix eine Dekorationsmalerlehre bei Carl Senff in Gera. Im Sommer des Jahres 1910 war er dann als Geselle in Pößneck/Thüringen tätig.
27.07.1907 Ernst Bursche geboren
rnst Bursche war ein deutscher Maler und ein bedeutender Vertreter der Dresdner Malschule von Otto Dix (1891-1969), dem berühmten Geraer Maler. Im Jahr 1929 immatrikulierte er an der Dresdner Kunstakademie wo er 1930 Meisterschüler von Otto Dix wurde. Er war Mitglied der Asso (Assoziation revolutionärer bildender Künstler), sowie der Dresdner Sezession. Nach der Machtergreifung Hitlers wurde auch Ernst Bursche aus der Akademie ausgeschlossen und wegen seiner kommunistischen Einstellung vorübergehend verhaftet. Mit dem ebenfalls als "entartet" verpönten Otto Dix verband Bursche in der folgenden Zeit eine zunehmende Freundschaft. Er verstarb am 16. August 1989 in Düsseldorf.
1909 Mit Unterstützung des Fürsten
n den Jahren von 1909 bis 1914 lebte der Geraer Maler Otto Dix (1891-1969) nicht in Gera. Ein Stipendium des Fürsten von Reuß ermöglichte Otto Dix das Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden dennoch. Er wurde in dieser Zeit sowohl vom Impressionismus als auch vom aufkommenden Expressionismus beeinflusst. Danach musste er wie so viele junge Männer für Kaiser, Volk und Vaterland in den ersten Weltkrieg ziehen, den er fast ganzheitlich an der Front verbrachte.
1909 Begegnung zweier Malergenies
m Jahr 1909 studierte der bekannte Geraer Maler Otto Dix (1891-1969) in Dresden an der Königlich Sächsischen Kunstgewerbeschule. Dort machte er die Bekanntschaft mit Georg Grosz. Dieser wurde am 26. Juli 1893 als Georg Ehrenfried Groß in Berlin geboren und verstarb dort auch am 6. Juli 1959. Grosz war ein deutsch-amerikanischer Maler, Grafiker und Karikaturist. Mit George Grosz werden vor allem seine der Neuen Sachlichkeit zugerechneten, sozial- und gesellschaftskritischen Gemälde und Zeichnungen in Verbindung gebracht, die überwiegend in den 1920er-Jahren entstanden sind und sich durch zum Teil äußerst drastische und provokative Darstellungen und häufig durch politische Aussagen auszeichnen. Typische Sujets sind die Großstadt, ihre Abseitigkeiten (Mord, Perversion, Gewalt) sowie die Klassengegensätze, die sich in ihr zeigen. Im Vergleich zu ähnlichen Bildern von Otto Dix aus dieser Zeit ist Grosz meist der aggressivere und politischere. In seinen Werken, oft Karikaturen, verspottet er die herrschenden Kreise der Weimarer Republik, greift soziale Gegensätze auf und kritisiert insbesondere Wirtschaft, Politik, Militär und Klerus. Nach 1912 trennten sie die Wege der Maler.
1910 An der Kunstgewerbeschule Dresden
on September 1910 bis August 1914 besuchte der Geraer Maler Otto Dix die Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule in Dresden. Er wurde Schüler von Max Rade und Richard Mebert (Ornament- und Naturmalen) sowie Johannes Türk (Figurenzeichnen). Seit 1912 absolvierte er dann eine Ausbildung in figürlicher Dekorationsmalerei beim Maler und Bildhauer Richard Guhr. Zu dieser studentischen Zeit kam es zu freundschaftliche Bindungen zu den Mitstudenten Otto Baumgärtel, Marga Kummer, Kurt Lohse und Otto Griebel.
1910 Kreative Blütezeit eines Geraer Malers
ier die Jahre 1910 bis 1914 im Leben des Otto Dix. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Dresden. Als Schüler von Richard Guhr übte er sich in impressionistischer Landschaftsmalerei, altmeisterlicher und expressiver Selbstbildnisse. Er sah sich konfrontiert mit den scheinbar unvereinbaren Gegensätzen von Aufklärung und Pietismus der beiden vergangenen Jahrhunderte sowie mit dem Expressionismus der »Brücke« und dem Verismus aktivistischer Prägung des beginnenden 20. Jahrhunderts. Das von Franz Roh übertrieben geschilderte sächsische Gesetz allen Lebens, dass Dämonie und Gemütlichkeit nebeneinander wohnen, sollte fortan sein gesamtes Lebenswerk prägen.
1910 Otto Dix in Pößneck
n den Jahren von 1906 bis 1910 absolvierte Otto Dix (1891-1969) eine Dekorationsmalerlehre bei Carl Senff in Gera. Ab dem Sommer des Jahres 1910 war er dann als Geselle in Pößneck/Thüringen einige Kilometer von Gera entfernt tätig.
1910 Jugendwerk von Otto Dix
as heterogene Jugendwerk des Volksschülers und Dekorationsmalerlehrlings Otto Dix (1891-1969) umfasste Zeichnungen und Pastelle (zumeist in Skizzenbüchern) sowie seit 1907 wenige Gemälde in impressiver Manier, die in den Jahren bis 1910 entstanden. Neben einem hochentwickelten Sinn für Farbe, fiel das mühsame Ringen um grafische Strukturierung und Prägnanz auf. In dekorativen Entwurfsarbeiten zeigten sich Einflüsse der Naturästhetik Ernst Haeckels. In den Jahren 1909 und 1910 verdrängte Jugendstilromantik die naive Gegenstandsnähe des jungen Otto Dix.
1910 Frühwerk des Otto Dix
as Frühwerk von Otto Dix (1891-1969), dem Geraer Malergenie der Neuen Sachlichkeit entstand während der Studienzeit an der Kunstgewerbeschule Dresden von September 1910 bis zur Militäreinberufung im August 1914. Der kraftvolle Spätimpressionismus Geraer und Dresdener Landschaftsmotive wurde 1912 abgelöst durch eine stilpluralistische Phase. Vor allem Selbst- und Freundesporträts waren bis 1915 Anlass zu Adaption und Transformation bildnerischer Erfahrungen, die der Eidetiker in der Dresdner Galerie Alter Meister und in Avantgarde-Galerien aufnahm. Von Dürer über Klinger und van Gogh bis zum Futurismus. Aus Begeisterung für die Philosophie Friedrich Nietzsches entstand im Frühjahr 1914 die einzige plastische Arbeit. Der vitalistische Gedanke vom ewigen Kreislauf zwischen Geburt und Tod spiegelte sich in den Jahren 1913 und 1914 vor allem in expressionistischen Tuschzeichnungen mit erotischen, christlichen und mythischen Sujets. Das Frühwerk zeigte erstmals den für Dix signifikanten Stilsynkretismus und das Grundthema seines Lebenswerkes, die Dialektik von Eros und Tod.
09.1910 Otto Dix in der Ausbildung
on September 1910 bis August 1914 erfolgte für Otto Dix (1891-1969) der Besuch der Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule in Dresden. Er wurde Schüler von Max Rade und Richard Mebert (Ornament- und Naturmalen) sowie Johannes Türk (Figurenzeichnen). Seit dem Jahr 1912 absolvierte er eine Ausbildung in figürlicher Dekorationsmalerei beim Maler und Bildhauer Richard Guhr. Freundschaftliche Bindungen pflegte er zu den Mitstudenten Otto Baumgärtel, Marga Kummer, Kurt Lohse und Otto Griebel.
1911 Gustav Otto Dix geboren
er Veterinär und Schriftsteller Gustav Otto Dix wurde im Geraer Stadtteil Debschwitz geboren. Er verstarb im Alter von nur 54 Jahren im Jahr 1967 in Gera.
1911 Ein Brief von Otto Dix
in vertraulicher Briefwechsel zwischen dem Kunstgewerbeschüler in Dresden mit Hans Btetschneider, seinem Jugendfreund in Gera, vermittelte ab den Jahren etwa um 1911-1912 einen lebendigen Eindruck vom jungen Otto Dix und dessen Start ins Künstlerleben. Hier einer der "undatierten" Briefe des späteren Geraer Malergenies.
Zusatzinformationen
1911 Gustav Otto Dix geboren
oktor Gustav Otto Dix war seinerzeit ein bekannter Geraer Tierarzt, welcher sich in der Zeit des Zweiten Weltkrieges als Oberveterinär um die Pferde für den Kriegseinsatz kümmern musste. Nebenbei betätigte er sich auch als Schriftsteller. Seine Erlebnisse verfasste er teils autobiographisch in dem Buch "Duran - ein Pferd unterwegs". In einer Nachauflage wurden 1957 noch einmal 46.000 Exemplare gedruckt, welche später nur noch in Antiquariaten gehandelt wurden. Dr. Gustav Otto Dix verstarb hoch angesehen im Jahr 1967 in Gera.
1912 Ein Brief von Otto Dix
er bekannte Geraer Maler und Ehrenbürger Otto Dix (1891-1969) pflegte während seines Kunststudiums in Dresden einen regen und recht vertraulichen Briefkontakt mit einem Geraer Freund. Hans Bretschneider hieß der Mann, welcher die später leider so gut wie undatierten Briefe erhalten hatte. Hier einer der Briefe.
Zusatzinformationen
1912 Wanderjahre eines Maler-Genies
tto Dix unternahm zu dieser Zeit (1912/13) Wanderung durch Böhmen und Mähren sowie zwei Studienreisen nach Österreich und Italien. In den Jahren 1912-1914 kam es zu Auseinandersetzung mit den Alten Meistern in der Gemäldegalerie und zu künstlerischen Initialerlebnissen in den Ausstellungen der Avantgarde-Galerien Arnold und Richter (van Gogh, Februar 1912; Neue expressionistische Malerei, Januar 1914). Es begann seine stilpluralistische Phase, vor allem Selbstporträts entstanden. Otto Dix begeisterte sich zudem für die Philosophie Friedrich Nietzsches.
1912 Karl Nagler geboren
arl Nagler war ein Künstler und wurde in Gera geboren. Er war ein privater Schüler von Otto Dix, Prof. Günther und R. Haberlandt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen erlaubten ihm jedoch nicht, seine Liebe für die Kunst auf eine Vollzeit-Basis zu verfolgen, aber viel von seiner freien Zeit widmete er, um Kunst in Deutschland, Österreich, Italien, Spanien und den Vereinigten Staaten zu studieren. Als Kriegsgefangener während des Zweiten Weltkriegs wurde sein künstlerisches Talent sein Überleben. Der Lagerkommandant gab ihm auf Grund seines Talents die Möglichkeit, ihm im Austausch für Nahrung einige Bilder zu malen. Während der Gefangenschaft gelang es Nagler gut 200 Bilder zu fertigen. Nach seiner Freilassung floh die Familie aus dem Osten Deutschland. Ihre neue Heimat wurde von da an Freiburg im Schwarzwald. Später siedelten sie sich in Bad Nauheim in Hessen an. Als aktives Mitglied des Vorstandes der Internationalen Kunstvereinigung "Palette", wurde seine Arbeit so bekannt, dass er zahlreiche Anfragen zu eigenen Ausstellungen in Österreich, Belgien, England, Frankreich und in ganz Deutschland erhielt. Seit dieser Zeit waren seine Bilder in mehreren europäischen Sammlungen zu sehen. Im Jahr 1979 wurde er mit zwei sehr angesehenen Einladungen geehrt. Seine Arbeit wurde auf der Internationalen Ausstellung über zeitgenössische Kunst in Brüssel, durch die "Centre de Liaison des Artistes Peintres, Paris und noch im selben Jahr beim Internationalen "Le Salon 1979" , von der "Société des Artistes Français" gezeigt und im Grand Palais des Champs-Elysées ausgestellt. Karl Nagler verstarb im Jahr 1991 und hinterließ seine Tochter Annegret Sargent Nagler, geb.1942, welche in den USA lebt.

1912 Dix auf Wanderschaft
er Geraer Maler und Grafiker Otto Dix (1891-1969) befand sich in den Jahren 1912 und 1913 auf einer Wanderung durch Böhmen und Mähren sowie zwei Studienreisen nach Österreich und Italien. Nur wenige Zeit später wurde er als Soldat in den Ersten Weltkrieg eingezogen, wo er über die gesamte Kriegsdauer hinweg für "Kaiser, Volk und Vaterland" dienen musste.
1912 Dix begeistert von Nietzsche
n den Jahren von 1912 bis 1914 setzte sich der bekannte Geraer Maler der "Neuen Sachlichkeit" Otto Dix (1891-1969) mit den Alten Meistern in der Dresdner Gemäldegalerie auseinander. Künstlerische Initialerlebnisse hatte er dabei in Ausstellungen der Avantgarde-Galerien Arnold und Richter (van Gogh, Februar 1912; Neue expressionistische Malerei, Januar 1914) die ihn prägten. in seiner "Stilpluralistische Phase" entstanden vor allem Selbstporträts. Des Weiteren stellt sich bei Otto Dix eine Begeisterung für die Philosophie Friedrich Nietzsches ein.
04.1912 Ein Brief von Otto Dix
as vorliegende Dokument muss leider als undatiert betrachtet werden, könnte aber von Ostern 1912 stammen. Ein weiterer vertraulicher Briefwechsel zwischen dem Kunstgewerbeschüler Otto Dix in Dresden mit seinem Jugendfreund Hans Bretschneider in Gera vermittelt von 1911 bis Mitte 1912 einen lebendigen Eindruck vom jungen Dix und dessen Start ins Künstlerleben. Otto Dix (1891-1969) war zu diesem Zeitpunkt noch keine 20 Jahre alt.
Zusatzinformationen
1913 Otto Dix mal gegen Gera
tto Dix (1891-1969) war unbestritten der größte Sohn der Stadt. Die Stadt hatte ihm schon zu Lebzeiten eine Straße gewidmet, aber er lebte mehr als die Hälfte seines Leben gar nicht in Gera. Und obwohl sich Otto Dix immer wieder zu Gera bekannt hatte, er besuchte die Stadt so lange seine Mutter noch hier lebte auch regelmäßig, gab es auch die eine oder andere Unmutsäußerung von ihm. Auf den Lärm und den Industriedreck in Gera anspielend schreib er im Jahr 1913 in einem Brief an seinen Freund Hans Bretschneider während seines Kunststudiums in Dresden folgende Worte über seine Heimatstadt Gera: "Was soll ich dort, bah, mich von diesen Proleten ankohlen lassen". (Gera hatte zu dieser Zeit viel Industrie, durch die Heizungen viel Kohlendreck (ankohlen) und damit gab es auch viele Arbeiter (Proleten) in der Stadt, welche aber auch den Reichtum brachten.) Dix war halt Künstler durch und durch.
1913 Otto Dix auf Reisen
m Jahr 1913, kurz vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges, unternahm Otto Dix eine Reise zu Studienzwecken nach Österreich und Italien. Danach musste der Geraer maler, wie so viele anderen jungen Männer auch, in den Jahren von 1914 bis 1918 als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teilnehmen. Er kam als MG-Schütze und durch die Feldartillerie an die Front nach Frankreich, Flandern und Russland. Seine Erfahrungen und Eindrücke vom Krieg wirken in seinen Bildern nach. Sein Werk "Schützengraben" gilt als massivste Anklage gegen das Kriegstreiben. Aber auch in anderen Bildern stellte er seine Kritik an der Gesellschaft dar ? so wie in den Titeln "Der Streichholzhändler", "Prager Straße", "Venus des kapitalistischen Zeitalters" oder "Großstadt".
13.09.1913 Ein Dix-Plakat in Berlin
m 13. September 1913 eröffnete Fritz Bühler in Berlin im Hof der Auguststraße 24/25 das Tanzlokal "Bühlers Ballhaus". Bekannt wurde es unter dem Namen "Clärchens Ballhaus", wie es seine Witwe Clara nannte, nachdem der Wirt im Ersten Weltkrieg gefallen war und sie das Lokal weiterführte. Wann das Gebäude errichtet wurde, weiß niemand so genau, denn sämtliche Bauakten gingen in den Kriegswirren verloren. Doch Geschichten und Anekdoten gibt es viele. So gab sich Franz Biberkopf, der Held in Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz" (1929), als Stammgast des Ballhauses zu erkennen, der sich, nach dem Verlust seines Arms wieder bei Kräften, mit seinem Freund Meck dort vergnügen will. Gleich neben der Theke hatte Heinrich Zille einen Stammplatz, an dem er saß und zeichnete. Und Otto Dix (1891-1969), der Geraer Maler, schuf das Plakat, das noch heute für die Werbung des Lokals verwendet wird. Bis in die 1940er Jahre vergnügte man sich in zwei Sälen. Während unten im großen Saal das Volk zu Gassenhauern schwofte, trafen sich im Spiegelsaal mit wilhelminischem Prunk die vornehmeren Damen und Herren. Im Keller gab es eine Kegelbahn. 1944 aber, als im August Josef Goebbels "alle öffentlichen Veranstaltungen nicht kriegsgemäßen Charakters" verbat, fanden im unteren Saal allenfalls noch Stricknachmittage und Kaffeekränzchen statt, während der obere Saal ein Offizierskasino gewesen sein soll.
14.12.1913 Herbert Enke geboren
erbert Enke war ein Geraer Künstler, welcher aber vor allem zu Zeiten der DDR von sich reden machte. So schuf er im Jahr 1965, als die Debschwitzer neue Schule eröffnet wurde, eine dreiteilige Plastik aus Metall. Diese "zierte" die Schule auch noch vier Jahre nach seinem Tod im Jahr 2005, was aber in der Neuzeit mehr und mehr für Diskussionsstoff sorgte.

Zusatzinformationen
1914 Ein Maler ging in den Krieg
n den Jahren des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 meldet sich der später sehr bekannte Geraer Maler Otto Dix (1891-1969) freiwillig zum Fronteinsatz nach Frankreich und Russland, um lebensbedrohende Ängste, Entsetzen und Faszination des Krieges aus eigener Erfahrung zu erleben. In den Schützengräben malt er Feldpostkarten und widmete sie seiner gleichgesinnten Freundin Helene Jakob, die wie er des Esperanto mächtig war und ihn ihrerseits mit Zeichenmaterial und Lektüre versorgt. (Esperanto ist die am weitesten verbreitete internationale Plansprache. Ludwik Lejzer Zamenhof hatte 1887 die Grundlagen der Sprache veröffentlichte. Seine Absicht war, eine leicht erlernbare, neutrale Sprache für die internationale Verständigung zu entwickeln, die jedoch andere Sprachen nicht ersetzen sollte.
1914 Otto Dix im Ersten Weltkrieg
tto Dix (1891-1969) war einer der wenigen deutschen Künstler, der den Ersten Weltkrieg von 1915 bis Dezember 1918 an vorderster Front als "Naturereignis" erlebte und dabei sein Selbstverständnis ausformuliert: "Der Künstler: Einer, der den Mut hat, Ja zu sagen." [Kriegstagebuch, 1915/16] Neben knapp 500 Zeichnungen verzeichnen die Werkverzeichnisse von Löffler und Pfäffle lediglich fünf Gemälde bzw. 86 Gouachen. Dix probte auf tornistergroßen Packpapierblättern in Bleistift, schwarzer Kreide und Tusche sukzessive alle Gestaltungsmöglichkeiten der Moderne durch, von realistischer Gegenstandserkundung über expressionistische Formverzerrung und kubofuturistische Dingzerlegung bis zur abstrakten Endzeitvision. Schwerpunkt des Motivspektrums ist weniger der Soldatenalltag, vielmehr die bizarre Kriegsästhetik der Trümmer-, Trichter- und Grabenlandschaft. Im Vergleich zur veristischen Polemik der späteren Kriegskompositionen sucht der MG-Schütze das Grauen durch Stil zu "bannen".
08.1914 Otto Dix im Ersten Weltkrieg
m August 1914 wurde der in Untermhaus geborenen Maler Otto Dix als Ersatz-Reservist eingezogen. Er erhielt eine Ausbildung am schweren MG. Ab dem Februar 1915 war er dann in Bautzen stationiert. Im September 1915 erfolgte seine freiwillige Meldung an die Front. Bis Dezember 1918 war er im Einsatz als MG-Schütze und Zugführer in der Champagne, an der Somme, im Artois und in Flandern sowie 1917 an der Ostfront. Dix war einer der wenigen deutschen Künstler, die den Ersten Weltkrieg fast ohne Unterbrechung an vorderster Front als schicksalhaftes "Naturereignis" erlebten.
08.1914 Otto Dix im Ersten Weltkrieg
m August 1914 wurde der Geraer Maler Otto Dix (1891-1969) als Ersatz-Reservist eingezogen. Für ihn folgte eine Ausbildung am schweren MG. Seit dem Februar 1915 war er dann in Bautzen stationiert. Im September 1915 kam seine freiwillige Meldung an die Kriegsfront. Bis zum Dezember 1918 war er als MG-Schütze und Zugführer in der Champagne, an der Somme, im Artois und in Flandern sowie 1917 an der Ostfront eingesetzt. Dix ist einer der wenigen deutschen Künstler, der den Ersten Weltkrieg fast ohne Unterbrechung an vorderster Front als schicksalhaftes "Naturereignis" erlebt.Im Jahr 1916 erfolgte die Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse. 1918 wurde er verwundet und dann planmäßigen Vizefeldwebel befördert. trotz der Kriegswirren beschäftigte er sich mit der Malerei und es entstand ein umfangreiches Konvolut an realistischen, expressionistischen, kubofuturistischen und abstrakten Zeichnungen in Bleistift, Kreide und Tusche, daneben Gouachen.
1916 Ein Orden für Otto Dix
m Kriegsjahr 1916 erhielt der in Gera/Untermhaus geborenen Maler Otto Dix (1891-1969) eine Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse. Zu Kriegsende im Jahr 1918 kam es zur Verwundung des Künstlers, welcher fast ohne Unterbrechung an vorderster Front des ersten Weltkrieges gekämpft hatte, und es folgte die Beförderung zum planmäßigen Vizefeldwebel.
1919 Otto Dix ging wieder nach Dresden
m Jahr 1919 kehrte der Geraer Maler Otto Dix (1891-1969) nach Dresden zurück. er hatte die vier Kriegsjahre fast vollständig an der Front verbracht Bis zum Jahr 1922 folgte dann ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, wo er Meisterschüler von Max Feldbauer und Otto Gußmann wurde.
1919 Die Gruppe 1919
m Jahr 1919, ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkrieges, wurde Otto Dix (1891-1969) Mitbegründer der "Dresdner Sezession - Gruppe 1919". Er beteiligte sich in der Folge an spektakulären Ausstellungen in Dresden, Düsseldorf, Prag und Berlin (1. Internationale Dada-Messe der Berliner Galerie Burchard, Sommer 1920).
1919 Otto Dix im Studium
n den Jahren von 1919 bis 1922 studierte der Geraer Maler Otto Dix (1891-1969) an der Kunstakademie Dresden als Meisterschüler von Max Feldbauer und Otto Gußmann und wird zum Mitbegründer der "Dresdner Sezession ? Gruppe 1919". Es entwickelten sich Freundschaften mit den Malern Conrad Felix Müller, Otto Griebel und Kurt Günther. Nach einer expressionistischen Phase mit dadaistischen Experimenten wechselte Otto Dix 1920 als erster Künstler dieser Vereinigung zu einem neuartigen Realismus, mit dem er weit über Dresden hinaus schulbildend wirkte. Seine realistische Haltung zum Verismus profilierte zu jener Zeit er mit sozialkritischer Potenz.
1919 Briefe von Otto Dix an Kurt Günther
urt Günther (1893-1955) stammte wie Otto Dix (1891-1969) aus Gera. Beide kamen sich in der gemeinsamen Studienzeit an der Dresdener Kunstakademie näher. Seit 1926 wieder in Gera ansässig, avancierte Günther zu Thüringens bedeutendsten Veristen - Dix machte währenddessen Karriere in Berlin. So kam es zum Briefwechsel beider Künstler, deren Wortlauf hier wiedergegeben werden soll. Beide Briefe sind undatiert und werden der Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg zugerechnet, also um 1919. Dix schrieb: "Mein lieber Günther! Vor lauter Arbeit bin ich bis heute noch nicht dazu gekommen, um Ihnen etwas ausführlicher zu schreiben. Ich habe zwei größere Gemälde angefangen, die ich ausstelle, sobald sie fertig sind. Eine "Leda" und "Weib mit Fruchtschale". Die Ideen trage ich schon seit 5 Jahren mit mir herum und habe die Themen öfter graphisch dargestellt. - Wir, die radikalen Dresdener, haben eine Sezession gegründet, die unter dem Namen 1919 geht. Nächstes Jahr sind wir Gruppe 1920 und s. w. Es gehören alle Leute dazu, die in Dresden als Expressionisten etwas zu geben haben. Wir erhalten Ausstellungsräume bei Richter und veranstalten im April unsere erste große Ausstellung, die wird natürlich mit größtem Bombast (Doppelnummer der "Neuen Blätter für Kunst", Zeitungspropaganda usw.) eingeleitet. Darauf geht diese Ausstellung geschlossen nach Hannover. Zehder, der Schriftleiter der "Neuen Blätter", ist auch dabei, ein sehr angenehmer temperamentvoller Kerl, der außerordentlichen Unternehmungsgeist besitzt. Vom Kunstverein erhielt ich den Auftrag, für die Februarausstellung das Plakat zu machen, natürlich expressionistisch, wenn auch etwas gemäßigt (für meine Begriffe). Morgen klebt es schon an allen Ecken und Enden Dresdens..." (Teil II des Briefes)" ... Die Akademiker sind Banausen wie sie im Buche stehen. Gottseidank kommt Lohse bald nach Dresden, damit ich wenigstens einen habe, mit dem ich mich unterhalten kann. - Fräulein Lehnert lässt Sie grüßen. Sie ist eigentlich der erste weibliche Mensch, der mich interessiert, und das nicht nur für Stunden. Sie ist sehr geistreich, ohne spitzfindig zu sein. - Was machen Sie dort, können Sie arbeiten? Es ist jetzt so schauderhaft kalt, zum Heizen langts bloß sonnabends und sonntags, aber es wird intensiv gearbeitet. Schreiben Sie mir bald mal. Ihr Dix" [veröffentlicht in: Diether Schmidt, Otto Dix im Selbstbildnis, Berlin 1981, S. 200]
1919 Dix Rückkehr nach Dresden.
is zum Jahr 1922 absolvierte der Geraer Maler Otto Dix (1891-1969) ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Dresden, welches er im Jahr 1919 begonnen hatte. Er wurde ein Meisterschüler von Max Feldbauer und Otto Gußmann.

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18.01.2015
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