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20.06.1890 Meta Böhnert geboren
eta Böhnert arbeitete nach dem Besuch an der Volksschule erst in einer sächsischen Spinnerei und war von 1913-1915 in der Gera-Greizer Kammgarnspinnerei beschäftigt, bis sie schließlich bis zum Ende des Ersten Weltkrieges in einer Munitionsfabrik in Sömmerda arbeiten musste. Nach dem ersten Weltkrieg kehrte sie nach Gera zurück und war Mitbegründerin der KPD-Ortsgruppe in Zwötzen. Von 1924 bis zu ihrer Verhaftung 1933 war sie in der Geraer Strick-Garn-Fabrik Friedrich Feistkorn beschäftigt. Ihr politisches Wirken wurde den Nazis zu viel, sie wurde verhaftet und im Weimarer Gefängnis in Einzelhaft gehalten. Meta Böhnert starb am 28. April 1934 nur kurz nach ihrer Haftentlassung.
Zusatzinformationen
12.1923 Streiks in der Geraer Textilindustrie
u Ende des Jahres 1923 kam es in Gera zu massiven Streiks in der Textilindustrie, dem industriellen Herz der Stadt. Die Arbeiter der Spinnereien in Zwötzen und Liebschwitz legten die Arbeit nieder, wie auch die Angestellten der Firma Feistkorn in den Betriebsteilen in Debschwitz und am Stadtgraben. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Streikbewegung gehörten Helene Fleischer (1899-1941) und Meta Böhnert (1890-1934).
25.01.1927 Die Heublerstraße in Gera
ie Heublerstraße im Geraer Stadtteil Zwötzen gab es nur bis zum 15. Juni 1950 und war nach dem ehemaligen Besitzer des Zwötzener Gutes benannt worden. Zu Zeiten der noch jungen DDR stellte der demokratische Frauenbund den Antrag an die Stadt, den Kinderspielplatz in Zwötzen nach Meta Böhnert (1890-1934) zu benennen und so wurde auch die Heublerstraße gleich mit in Meta-Böhnert Platz umbenannt.
04.12.1932 Die Stadtratswahl
it einer Wahlbeteiligung von 83,3% kam es nach der Stadtratswahl zu folgender Mandatsverteilung. Im Stadtrat saßen:


  • 9 Sozialdemokraten
  • 3 Kommunisten
  • 7 Nationalsozialisten
  • 3 vom Bürgerbund
  • 1 von der Mittelstandsliste
  • 2 von der Haus- und Grundbesitzerliste

    Unter den 25 neuen Mitgliedern des Stadtrates befanden sich mit Anna Schneider, und Johanna Spangenberg von der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) und Meta Böhnert für die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) auch drei Frauen.
1933 Die Geraer Haftanstalt
ie Nationalsozialistische Diktatur war ein Wechsel vom Rechtsstaat der Weimarer Republik zum Polizeistaat. Die Staatspolizei konnte Leute inhaftieren und in Konzentrationslager bringen. Die Justiz setzte Hitlers Vorstellung von "Recht" um. Die meisten politisch Inhaftierten kamen in Gestapo-Zellen, einige ins Gerichtsgefängnis.Die dafür benötigte Haftanstalt war in den 1870er Jahren in der Geraer Innenstadt im späteren Amthordurchgang errichtet worden.

Zusatzinformationen
28.02.1933 Meta Böhnert verhaftet
n der Nacht zum 28. Februar 1933 war es in Berlin aus bis in die Neuzeit ungeklärten Umständen zu einem Brand im Reichstagsgebäude gekommen. Adolf Hitler, erst seit wenigen Wochen an der Macht und gerade eben aktiver Wahlkämpfer, kam rasch zum Ort des Geschehens, erklärte seine politischen Gegner (Kommunisten, Sozialdemokraten) zu Brandstiftern und nutzte den "Reichstagsbrand" um viele politisch Andersdenkende verfolgen und einsperren zu lassen. Im Zuge dieser Aktionen erhielt die SA (Sturmabteilung) die gleichen Rechte wie die Polizei und nahm wahllos Menschen ohne Gerichtsverhandlung oder Urteil in Schutzhaft. In dieser Schutzhaft sollte hier kein Mensch vor anderen beschützt werden, sondern die Gesellschaft vor dem Schutzhäftling. Auch die Geraer Kommunistin Meta Böhnert (20.06.1890-28.04.1934) war mit etwa 20 weiteren Kommunisten am 28. Februar 1933 in "Schutzhaft" genommen und ins berüchtigte Gefängnis im Amthordurchgang verbracht worden. Nach mehrmonatiger Haft verstarb die Frau an den Folgen der Haftbedingungen im Alter von nur 43 Jahren. Die Verhaftungswelle der SA und Polizei dauerte bis zum 3. März 1933.
02.03.1933 Schutzhaft für die Gegner
n ganz Thüringen waren mehr als 1000 KPD-Anhänger, unter ihnen auch Reichstags- und Landtagsabgeordnete aus Gründen der "Staatssicherheit" in "Schutzhaft" genommen und bis zu diesem Tag verhaftet. Zu den 23 namentlich bekannten Nazigegnern gehörten die drei KPD-Stadträte Meta Böhnert, Max Keppel und Fritz Gäbler, welcher auch Landtagsabgeordneter war. Sie wurden in das Gerichtsgefängnis in der Geraer Amthorstraße verbracht. Da die bestehenden Polizei- und Justizgefängnisse für eine solche Anzahl von Häftlingen nicht ausgelegt waren, wurde zeitgleich auf dem Flugplatz Nohra bei Weimar ein Konzentrationslager behelfsmäßig eingerichtet.

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18.01.2015
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