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725 Bonifatius in Thüringen
hüringen ist wesentlich älter als die Stadt Gera, über die wir in der Chronik berichten wollen. Auch schon gut 400 Jahre vor den meisten Stadtgründungen wurde das Land vielfältig bereist.
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976 Altenburg erstmals erwähnt
ltenburg befindet sich fast in der Mitte des Städtedreiecks Leipzig–Chemnitz–Gera. Die Stadt liegt 28 km nordöstlich von Gera, 39 km südlich von Leipzig, 38 km nordwestlich von Chemnitz und 31 km nördlich von Zwickau. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Altenburg im Jahr 976. Vorausgegangen war die Slawenunterwerfung östlich der Elbe-Saale-Linie seit dem Jahr 928 durch Heinrich I. und die Gründung der Markgrafschaft Meißen. Es wird angenommen, dass die slawische Wallanlage auf dem Porphyritfelsen durch deutsche Ritter eingenommen und als Burgward umfunktioniert wurde. Am 1. August 976 schenkte Kaiser Otto II. die Stadt Altenburg dem Bistum Zeitz. Die nächste urkundliche Erwähnung erfolgte erst 1132, als Kaiser Lothar III. die Kaiserpfalz Altenburg nutzte. In der Urkunde wird sie castro Plysn genannt. Die Kaiserpfalz war der Grund, dass aus der Siedlung, die sich unmittelbar bei der Pfalz befand, eine Stadt wurde, die den Namen Altenburg trug. Zudem trug die Reichsstraße Via Imperii dazu bei, dass sich Handwerker und Kaufleute ansiedelten. Neben der Siedlung am Brühl gab es eine weitere Siedlung um den Nikolaikirchturm. Dieses Gebiet kam erst unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa zu Altenburg.

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1419 Die Hussitenkriege wüteten in Europa
ie Kriege verwüsteten in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts nicht nur Böhmen und Mähren, sonder griff auch auf Thüringen und andere Nachbarländer über. Auch in Gera wuchs die Angst vor Zerstörung und Tod. Die Kriege sollten bis 1434 andauern.
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31.10.1517 Reformation
ie Reformation in Europa

Der Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517. Durch Martin Luther in Wittenberg wird die Reformation in Europa zum Aufruf gegen die Dogmen des Papstes Leo X (Giovanni dè Medici) in Rom. Die Ächtung der päpstlichen Ablassbriefe (Petersbriefe) zwingt die Menschen zum Umdenken und löst eine, nicht einmal von Martin Luther, beabsichtigte Protestwelle aus und spaltet nachhaltig die christliche Kirche. 

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31.10.1517 Seelsorge in Lusan
ieser Tag im 16. Jahrhundert stand seit je her für die Reformation der christlichen Kirche durch Martin Luther. In der Geraer Geschichtsschreibung wurde angegeben, dass die Lusaner Kirche St. Ursula seelsorgerisch seit dieser Reformation durch die Johanniskirche betreut wurde. Das genaue Datum dürfte Monate später gewesen sein, da sich die Reformationsbewegung erst durchsetzen musste, denn sie war auch umstritten. Das Ende des zweiten Jahrzehntes des 16. Jahrhunderts kann aber als sehr wahrscheinlich angesehen werden.
31.10.1517 Am Katholizismus wurde festgehalten
m 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen in Wittenberg. Heinrich der Ältere, Herr von Gera, wollte jedoch katholisch bleiben. Erst 1533 kam es zur Durchführung der "evangelischen Visitation" in Gera. Nach dem folgenden Wechsel der geistlichen Gerichtsbarkeit, einer personellen sowie wirtschaftlichen und sozialen Neuordnung der Pfarreien erlosch innerhalb weniger Jahre jegliches katholisches Glaubensleben in der Stadt. Gera wurde über mehrere Jahrhunderte zu einer fast ausschließlich protestantischen Stadt.
1520 Die Erbverbrüderung
n diesem Jahr kam es zu beständigen Erneuerung der Erbverbrüderung zwischen den Grafschaften Hessen und Thüringen. Es waren politisch schwierige Zeiten, da die lutherische Reformbewegung um sich griff und durch die Regierung von Friedrich III., Unterstützung fand. (Friedrich III., auch Friedrich der Weise, geboren am 17. Januar 1463 auf Schloss Hartenfels zu Torgau und verstorben am 5. Mai 1525 in Lochau, war von 1486 bis zu seinem Tode 1525 Kurfürst von Sachsen. Er verhalf seinerzeit Martin Luther (1483-1546) zur Flucht auf die Wartburg in den Jahren 1521/22.)
1521 Reformation und Bauernkrieg
ährend der Reformation spielte Thüringen eine bedeutende Rolle. In Gera wurde die lutherische Reformation erst im Jahr 1533 eingeführt. Martin Luther hielt sich 1521 bis 1522 auf der Wartburg versteckt und übersetzte dort das Neue Testament ins Deutsche. Im Jahr 1525 war Thüringen neben Südwestdeutschland ein Zentrum des Deutschen Bauernkrieges. Bei Bad Frankenhausen kam es am 15. Mai 1525 zu einer der bedeutendsten Schlachten; wenige Tage später wurde Thomas Müntzer in Mühlhausen gefangen genommen und hingerichtet.
17.04.1521 Der Reichstag zu Worms
ie beiden letzten Herren zu Gera nahmen in diesem Jahr mit 12 Begleitern (sogenannten Trabanten) am Reichstag in Worms teil. Bei diesem berühmt gewordenen Ereignis war der Reformator Martin Luther (1483-1546) anwesend und leistete der Aufforderung von Kaiser Karl V. (1500-1558) seine Schriften zu widerrufen keine Folge. Dort sagte Luther: "...wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klaren Vernunftgründe überzeugt werde, denn weder dem Papst noch den Konzilen allein glaube ich, da es feststeht, dass sie öfter geirrt und sich selbst widersprochen haben, so bin ich durch die Stellen der heiligen Schrift, die ich angeführt habe, überwunden in meinem Gewissen und gefangen im Worte Gottes. Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Gott helfe mir, Amen!" Ob die Herren von Gera bei der Rede Luther auch anwesend waren ist nicht verbrieft.
1526 Luther schickte einen Prediger
it seinem Thesenanschlag im Oktober 1617 löste Martin Luther (1483-1546) die Reformation aus und spaltete die christliche Kirche. Gegen den Willen des Geraer Landesherrn führte Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige die Reformation in dessen Land ein. Nachdem Martin Luther schon 1526 einen evangelischen Prediger nach Gera verordnet hatte, der sich aber gegen den Rat und die Geraer Herren nicht durchsetzen und nicht halten konnte, befahl der Kurfürst schließlich als oberster Lehnsherr die Durchführung der Visitation. Unter den Visitatoren, die am 2. September 1533 in Gera eintrafen, befand sich auch Luthers Freund Georg Spalatin. Auf den Landesherrn machte diese Maßnahme freilich keinen Eindruck, denn er ließ sich weiterhin auf dem Schloss Osterstein, das seit der Zerstörung des Stadtschlosses im Sächsischen Bruderkrieg im Jahr 1450 zur Residenz geworden war, die Messe lesen, doch passte sein Nachfolger sein Verhalten dann doch den Forderungen der Visitatoren an.
1529 Die Reformation zurückgewiesen
er Thesenanschlag Martin Luthers (1483-1546) in Wittenberg hatten zum einen die Reformation der Kirche ausgelöst, die Kirche aber auch gespalten. Danach war nicht jeder Landesherr damit einverstanden den "neuen" Glauben anzunehmen und blieb stattdessen Verfechter des "alten" Glaubens und damit an der Seite der Papstes in Rom. Heinrich der Ältere von Gera war auch kein Freund der neuen Kirchenlehrer Luthers und hatte die Kirchenvisitatoren, welche die Reformation verbreiteten, zurückgewiesen. All zu lange hielt sein Widerstand aber nicht, denn schon vier Jahre später, im Jahr 1533 konnten sie dann doch mit ihrem Werk beginnen.
11.04.1532 Elisabeth von Weida in Gernrode verstorben
lisabeth von Weida, geboren um 1460 / 1461, war von 1504 bis 1532 Äbtissin des freien weltlichen Stiftes Gernrode und Frose. Sie galt als eine der wichtigsten Äbtissinnen in der Spätzeit des Stiftes Gernrode. Unter ihrer Herrschaft wurde im Stift die evangelische Lehre eingeführt. Sie war also stark durch Martin Luther (1483-1546) beeinflusst. Dadurch wurde der Ort Gernrode nach Wittenberg eine der ersten evangelischen Stätten in Deutschland überhaupt. Ihrem Verhandlungsgeschick während der Bauernkriege war es zu verdanken, dass das Stift von Zerstörungen verschont blieb. Sie erwies sich als gute Verwalterin, sie schaffte es, die bei ihrem Amtsantritt desolaten Finanzen des Stiftes zu sanieren.
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1533 Die Reformation in Seeligstädt bei Gera
ie Reformation durch den Wittenberger Juristen und Geistlichen Martin Luther (1483-1546) erfolgte schon am 31. Oktober 1517 und drang erst nach 1530 in die Gegend nach Gera und so wurde Gera 1533 evangelisch. Eingeführt wurde die Reformation dann auch im gleichen Jahr in Seelingstädt und der Ortsteil Chursdorf.
1533 Dürrenebersdorf erstmals erwähnt
rstmals gesichert erwähnt wurde der kleine Ort deutscher Gründung im Jahr 1533 anlässlich der lutherischen Kirchenvisitation. Die Reform des Martin Luther hatte auch Gera erreicht. Eine ältere Urkunde von 1267 über die Zinsverschreibung von Eberwinsdorf des Heinrich Herrn von Gera an das Kloster Lausnitz (Klosterlausnitz) ist bezüglich des Ortes nicht eindeutig. Der Herrschaft Gera angehörend war der örtliche kleine Rittersitz schon früh mit dem Rittergut Zwötzen verbunden. Im Jahr 1827 umfasst der Ort das Rittergut, 28 Häuser und 172 Einwohner. Zur Kirchparochie Dürrenebersdorf gehörten auch Weißig und Zeulsdorf, da diese Orte seinerzeit zu klein waren, um eine eigene Kirche und einen Pfarrer im Ort zu halten. Eine Schule bestand im Ort seit dem 16. Jahrhundert. Sie wurde in den 1960er Jahren geschlossen. 1950 zu Gera eingemeindet erhielt der Ort 1951 einen Kindergarten. 1960 wurde in dem bis heute sehr landwirtschaftlich geprägten Ort die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) Harmonie Typ I gegründet ? und: Dürrenebersdorf war der erste vollgenossenschaftliche Ortsteil von Gera.
1533 Die Reformationszeit in Thränitz
ach der Kirchenreformation durch Martin Luther (1483-1546) am 31. Oktober 1517 und der damit verbundenen Spaltung kam es dazu, dass viele Gemeinden in Deutschland lutherisch reformiert wurden und sich damit formal von der römisch-katholischen Kirche abwandten. Gera und die umliegenden Orte wurden 1533 offiziell reformiert. Aus diesem Jahr stammen auch die ersten Aufzeichnungen vom Thränitzer Kirchenspiel aus der Reformationszeit.
02.09.1533 Reformation wider Willen
egen den Willen des Geraer Landesherrn führte Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige die Reformation in dessen Land ein. Nachdem Martin Luther (1483-1546) schon Jahr 1526 einen evangelischen Prediger nach Gera verordnet hatte, der sich aber gegen den Rat und die Geraer Herren nicht halten konnte, befahl der Kurfürst schließlich als Lehnsherr die Durchführung der Visitation. Unter den Visitatoren, die am 2. September 1533 in Gera eintrafen, befand sich auch Luthers Freund Georg Spalatin. Auf den Landesherrn machte diese Maßnahme freilich keinen Eindruck, denn er ließ sich weiterhin auf dem Schloss Osterstein, das seit der Zerstörung des Stadtschlosses im Sächsischen Bruderkrieg 1450 zur Residenz geworden war, die Messe lesen, doch passte sein Nachfolger sein Verhalten dann doch den Forderungen der Visitatoren an. Mit diesem ist das Geraische Haus 1550 ausgestorben. Die Anwartschaft auf sein Erbe hatte schon 1547 nach der Schlacht bei Mühlberg der Burggrafen Heinrich von Meißen aus dem Plauener Hause, ein Günstling Kaiser Karls V. und Kg. Ferdinands, an sich bringen können. 1546 hatte Kurfürst Moritz von Sachsen bereits auf die Lehnsherrschaft über die Geraer und reußischen Herrschaften zugunsten Kaiser Ferdinands verzichtet. Seit dieser Zeit standen sie unter der Lehnshoheit der Krone Böhmen, die auch nach dem Übergang an die Linie Reuß i. J. 1562 bis 1806 gewahrt blieb. Bei der reußischen Erbteilung von 1572 wurde Gera an den jüngsten der drei Brüder gegeben, dessen Haus bei der Aufteilung des Erbes der mittleren Linie im Jahre 1616 noch die Herrschaft Schleiz erhielt. In der Folgezeit ist Gera bis 1918 Residenz dieser jüngeren Linie Reuß geblieben, die 1673 zu Reichsgrafen und 1806 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. Danach wurde ihr Besitz zunächst im Freistaat Reuß zusammengefasst, der aber schon 1920 im Land Thüringen aufging. Die Verwaltungsreform von 1952 machte Gera zum Zentrum eines der neu geschaffenen Bezirke.
14.09.1533 Reformationen
it der Visitation der Kirchen und Schulen in der Herrschaft Gera wurde die Reformation eingeführt. Auf Grund der Vielzahl der festgestellten Missstände erfolgte bereits am 07.02.1534 eine zweite Visitation. Neben der Untersuchung des Lebenswandels der Geistlichen und der äußeren Form des Gottesdienstes kam es mit der Einrichtung des Gemeinen Gotteskastens auch zu einer Neuordnung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Pfarreien. Die geistliche Gerichtsbarkeit des Bistums Naumburg wurde aufgehoben und der Magister Georg Voigt wurde erster Superintendent von Gera.
(Die Reformationsbewegung geht auf Martin Luther zurück, der mit seinem Protest gegen die Ablassbriefe von Pabst Leo X am 31.10.1517 die Reformation einleitete in dem er 95 Thesen gegen die Kirche verfasste.)
1556 Der Geraer Leichensteg
ie Bezeichnung des "Leichensteg" entstand zur Zeit des ausgehenden Mittelalters. Nach der Reformation durch Martin Luther (ab 31.10.1517) wurde der Friedhof vom Johannisplatz neben der 1780 abgebrannten Johanniskirche vor der Stadt neben die Trinitatiskirche verlegt worden. Die Leichenzüge bogen seit dem hinter dem Badertor, am Goethegymnasium, nach links ab und führte über einen eigens deshalb erst gebauten Mühlgrabensteg und über den Roßplatz nach dem Friedhof. Ursprünglich führte nur ein einfacher hölzener Steg über den Mühlgraben, daher auch der Name "Leichensteg". Erst 1750 wurde der alte Steg durch eine Brücke ersetzt. Ab 1839 hieß der "Leichensteg" dann "Gerbergässchen". (Der alte Friedhof an der Trinitatiskirche trug noch Jahrhunderte später, als es schon lange ein Park war, im Volksmund den Namen "Knochenpark".)
1572 Ein Drucker in Jena
in gewisser Ernst von Gera trat in Jena in den Jahren 1572/1573 in Erscheinung. Es ist anzunehmen, dass er sein Handwerk in Gera zu dieser Zeit nicht ausüben konnte. Da er vier theologische Schriften, darunter auch Martin Luthers "Psalter" druckte, kann man davon ausgehen, dass er von den Katholiken und Luther-Gegnern in Gera ein Dorn im Auge war und daher nicht in Gera arbeitete. Der Hass im gespaltenen Christentum war unvorstellbar nach der lutheranischen Reformation von 1517. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) war dann der Religionskrieg der Christenheit in Europa.
26.11.1589 David Voit geboren
avid Voit, auch: David Vottus, Vogt, Voigt, geboren wahrscheinlich im Januar 1530 in Ronneburg bei Gera, Thüringen und verstorben am 26. November 1589 in Wittenberg, war ein deutscher evangelischer Theologe. Davids Vater Johannes Voit war Hofprediger beim sächsischen Kurfürsten Johann dem Beständigen gewesen. Sein Geburtsdatum wird allenthalben mit 1529 angegeben, aus der Grabinschrift lässt sich aber erkennen, dass er Anfang 1530 geboren wurde. Er immatrikulierte sich 1545 an der Universität Wittenberg, wo er noch Martin Luther hörte, sich aber nach dessen Tod Philipp Melanchthon anschloss. Nachdem er am 11. Februar 1550 den akademischen Grad eines Magisters erlangt hatte, übernahm er 1558 an der Universität Jena eine Professur der Griechischen Sprache. Aufgrund von Auseinandersetzungen mit den Gnesiolutheranern verließ er Jena und kehrte nach Wittenberg zurück. Dort erhielt er 1559 eine Berufung an die Albertus-Universität Königsberg. Noch vor der Annahme der Professur promovierte er am 19. März 1560 zum Doktor der Theologie. Dies war der letzte feierliche Akt an der Universität, an dem Melanchthon vor seinem Tod teilnahm. In Königsberg genoss er das Vertrauen Herzog Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach, wurde dessen Hofprediger und hielt ihm die Leichenpredigt. In Königsberg war er auch in den Wintersemestern 1561/62, 1565/66, 1569/70 Rektor der Alma Mater. Nachdem die Gnesiolutheraner aus Jena vertrieben waren, ging er 1574 wieder dorthin zurück. Als Christian I. von Sachsen die Kurfürstenwürde übernommen hatte, wurde durch dessen Kanzler Nikolaus Krell ein Philippistischer Kurs, mit kyptocalvinistischen Tendenzen in der kirchenpolitischen Ausrichtung eingeschlagen. Daraufhin verdrängte man die orthodoxen Lutheraner wiederum aus den Ämtern in Kursachsen. Als Vertreter der Philippisten berief man Voit 1587 als ersten Professor der Theologie, Oberpfarrer an der Stadtkirche und Generalsuperintendent nach Wittenberg. Dennoch war er abweichenden Richtungen gegenüber duldsam. Als akademischer Lehrer erfreute er sich großer Beliebtheit und legte vorzugsweise die Propheten aus. Jedoch stand er schon vor dem Abschluss seines Wirkens, und eine Krankheit setzte seinem Leben ein Ende.
1611 Kirchenumbau in Gera
eit Mitte des 16. Jahrhunderts, nach der Reformation durch Martin Luther (1483-1546), war der Geraer Friedhof außerhalb der Stadt an der Trinitatiskirche zu finden. Diese Kirche wurde nun, auf Grund ihrer neuen Funktion als Begräbniskirche, umgebaut und erweitert worden. Auch der Friedhof wurde bis zu seiner endgültigen Außerbetriebnahme im Jahr 1900 mehrfach erweitert.
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31.10.1617 Hundert Jahre Reformation
ie Kirchenreformation durch Martin Luther (1483-1546) vom 31.10.1517 wurde von den Geraer Lutheranern gefeiert. Noch immer war es nicht einfach als Anhänger der Lehre des Martin Luther zu gelten, denn die Katholiken waren erbitterte Gegner der Kirchenspalter. Der ein Jahr später beginnende Dreißigjährige Krieg (23.05.1618-24.10.1648) war dann eine Auseinandersetzung zwischen den christlichen Konfessionen.
1635 Posthumus und sein eigener Sarg
einrich Posthumus Reuß (1572-1635) entwarf noch zu Lebzeiten seinen eigenen Sarg. Der etwas eigenwillige und ohne Vater aufgewachsene Reußen-Sproß, daher das "Posthumus" im Namensanhang, lies den Sarg mit Bibeltexten und und eigenen Zitaten aus seiner Regentschaft verzieren. Posthumus´s Glauben war fest in den Texten Martin Luthers (1483-1546) verankert. Der Geraer Fürst stand für die Zeit der Aufklärung und Erneuerung und bezog das auch für die Zeit nach seinem Ableben.
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31.10.1717 Zweihundert Jahre Reformation
chon im 16. Jahrhundert war in Deutschland die Reformation des Martin Luther (1483-1546) auch in Gera offiziell eingeführt worden. Aber noch immer hatten es die Lutheraner, Evangelen oder einfach nur Protestanten nicht leicht sich gegen die Katholiken durch zu setzten. Im Jahrhundert, von 1618-1648, zuvor hatte es 30 Jahre lang einen erbitterten Krieg unter den verschiedenen Anhängern der christlichen Konfessionen gegeben. Der Dreißigjährige Krieg war ein Religionskrieg.
1767 Christian Gottlieb Dinger geboren
hristian Gottlieb Dinger war ein gemeinschaftlichen Regierungs- und Lehnssekretärs in Gera ab dem beginnenden 19. Jahrhundert. Besonders bekannt wurde er am 31. Oktober 1817, als er unterhalb der Ronneburge Höhe, auf der 1874/75 der berühmte Ferberturm errichtet wurde, die Lutherlinder pflanzte. Mit dem Baum gedachte man der Reformation Martin Luthers von 1517 (300. Jahrestag) und der Völkerschlacht bei Leipzig (4. Jahrestag). Anfangs brachten die Geraer allerdings den Regierungssekretär eher mit dem Baum in Verbindung als den Reformator Martin Luther, daher nannten sie den Baum auch "Dinger-Linde". Christian Gottlieb Dinger verstarb im Jahr 1844.
1817 Die Lutherlinde
nlässlich des 300. Jahrestages der durch Doktor Martin Luther (1483-1546) eingeleiteten Reformation von 1517 wurde auf dem Geraer Geiersberg die nach ihm benannte "Lutherlinde gepflanzt.
31.10.1817 Zwei Ereignisse ein Baum
uf dem Weg zum Ferberturm, 1874/75 oberhalb der Hohen Straße auf der Ronneburger Höhe errichtet, wurde an diesem Tag die Lutherlinde gepflanzt. Das geschah zum einen aus Anlass des 300. Jahrestages der Reformation der christlichen Kirche durch Martin Luther (1483-1546) und zum anderen gedachte man dem 4. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig. Gepflanzt wurde der Baum von Regierungssekretär Christian Gottlieb Dinger (1767-1844). Eine Zeit lang wurde der Baum daher von der Bevölkerung auch "Dinger-Linde" genannt.
31.10.1819 Feier zur Reformation
it Martin Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 wurde die Christliche Kirche gespalten und reformiert. Die regierenden Landesherren oblag es danach, ob sein Herrschaftsbereich weiter römisch-katholischen Glaubens war, oder ob der evangelisch-lutherische Glauben als Religion eingeführt, also reformiert wurde. Gera wurde im Jahr 1533 reformiert und hatte sich damit von der Glaubenslehre des römischen Papstes abgewandt. Dass es im Jahr 1819 in Gera zu einer Reformationsfeier kam, überlieferte der evangelisch-lutherische Pfarrer Salomo Dietrich aus Zwötzen, welcher darüber eine Notiz anfertigte. (Quelle. "Festschrift zur Feier der Einweihung der neuen Schule zu Zwötzen (Elster) am 30. Oktober 1911" von Br. Geweniger, Rektor der Schule)
23.09.1874 Martin Luther wurde mit einer Straße geehrt
n diesem Tag wurde im Geraer Ostviertel eine Straße nach dem Reformator Doktor Martin Luther (10.11.1483-18.02.1546) benannt. Das sollte die Erinnerung an ihn bewahren. Martin Luther war geborener in Eisleben und verstarb auch in diesem Thüringer Ort.
23.09.1874 Gera erhielt eine Lutherstraße
n diesem Tag wurde in Gera in Erinnerung an den Reformator Martin Luther (1483-1546) eine Straße nach ihm benannt. Seit dem war die Lutherstraße zwischen der Altenburger Straße und der Freitagstraße zu finden.
05.10.1877 Die Lindenstraße in Gera
n diesem Jahr wurde die "Lindenstraße", zwischen der Turmstraße und der Liebestraße unterhalb des Ferberturms, benannt. Sie erhielt ihren Namen von der im Jahr 1817 gepflanzten Lutherlinde auf dem Geiersberg. Im Jahr 1817 hatte man mit der Anpflanzung der Lutherlinde an den 300. Jahrestag der Reformation (31.10.1517) durch Martin Luther (1483-1546) erinnert.
10.11.1883 Die Lutherlinde in Liebschwitz
us Anlass des 400sten Geburtstages des deutschen Kirchenreformators Martin Luther (1483-1546) wurde in dem kleinen Ort Liebschwitz eine Lutherlinde gepflanzt.
1891 Latein hatte ausgedient
rei wichtige Sprachen unterschied man in früheren Zeiten und ordnete sie Fachgebieten zu. Hebräisch war die Sprache der Religion, griechisch die Sprache der Philosophie und Latein die Sprache der Wissenschaft. Latein kam aber mehr und mehr aus der Mode, denn seit der Bibelübersetzung von Martin Luther (1483-1546) wurde nur noch in kleinen gelehrten Krisen überhaupt Latein gesprochen. Es wurden daher am Geraer Gymnasium nun auch die letzten lateinischen Aufsätze geschrieben.
31.10.1917 Vierhundert Jahre Reformation in Deutschland
s war nun genau vierhundert Jahre her, da hatte ein Mönch mit Namen Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen an die Eingangstür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen und damit letztendlich die christliche Kirche nicht nur in eine Krise gestürzt sondern auch gespalten. Die Anhänger der Lehren Prof. Dr. Martin Luthers, welcher eigentlich Martin Luder hieß, feierten diesen Tag, der auch in der Neuzeit noch als christlicher Feiertag begangen wurde.
19.06.1933 Feiern zum Reformationsjubiläum
nlässlich des 400. Reformationsjubiläums (1533 - 1933) fanden in Gera kirchliche Feierlichkeiten statt. Eine örtliche bebilderte Festschrift des Geraer Stadtarchivars Ernst Paul Kretschmer (1887-1957) erschien für diesen Tag. (Die Einführung der Reformation erfolgte in Gera erst knapp 16 Jahre nachdem Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen in Wittenberg angeschlagen hatte.)
01.07.1945 Wie die Thomas Müntzer Straße entstand
eit 1934 hatte diese Straße in Lusan die Bezeichnung "In der Klebrig" und sollte auf ein feuchtes und damit "klebriges" Flurstück benennen. Danach wurde die Straße dann nach Thomas Müntzer benannt. Wer das war, ist in der Zusatzinformation zu lesen.
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01.01.1964 Die DDR im Jahr 1964
m Osten hörten die jugendlichen Musikfans heimlich Elvis und die Beatles im Rias. Das war auch ihre Lebenseinstellung, die sich nicht von der im Westen unterschied. Da konnte Walter Ulbricht noch so sehr gegen „die Monotonie eines yeah,yeah, yeah“ protestieren. Die Mauer konnte die Musikkultur nicht aufhalten. Auch in der DDR wurde gelebt und zwar jeder nach seiner Fasson. Wenn die Wohnungstür zuging, blieb in den allermeisten Fällen die Partei draußen.
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01.01.1983 Die DDR im Jahr 1983
atharina Witt stieg kometenhaft in den Eiskunstlaufhimmel auf und begeisterte die Zuschauermassen mit ihren Darbietungen. Die Schriftstellerin Anna Seghers verstarb in diesem Jahr in Ost-Berlin und die DDR-Kampfgruppen feierten ihr 30jähriges Bestehen.
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18.01.2015
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