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1201 Altstadt und Stadttore
as Jahr 1201 steht für das beginnende 13. Jahrhundert und ist nicht als genaue Datierung zu betrachten. Geradlinige und rechtwinklig aufeinander stoßende Straßenzüge kennzeichnen den Grundriss der Altstadt. Nur Steinweg, Krumme Gasse und Häselburg scheinen davon eine Ausnahme zu machen, doch lässt diese sich entweder leicht aus den Geländegegebenheiten erklären oder ist schon durch den Namen als Ausnahme gekennzeichnet. Anscheinend war wohl auch bei der "Krummen Gasse" ursprünglich eine geradlinige Fortsetzung der Rittergasse nach der Böttchergasse zu geplant. Darauf könnte auch die Linien­führung des "Sacks", einer kleinen, von der Weidaer Straße abzweigenden Gasse, die parallel zur Böttcher- und Schuhgasse verläuft, hinweisen. Die Altstadt war durch einen Mauerring mit fünf Toren: Klotztor (1829 abgebrochen) und Weidaer Tor (1840 abgebrochen) an der Süd-Seite, Leumnitzer Tor (1837 beseitigt) und Schlosstor (1838 abgebrochen) im Norden und Badertor (1884 abgebrochen) im Westen befestigt. Reste der mittelalterlichen Stadtmauer haben sich in der Nähe des ehemaligen Weidaer Tores erhalten. Im Westen und Norden war die Stadt zusätzlich durch den Mühlgraben und den Leumnitzer Bach geschützt, im Osten befanden sich wohl noch zusätzliche Erdwälle, auf die der Flurname Geithe hinweisen könnte. Jenseits des Mauerringes lag als Außensiedlung im Norden die "Sorge", später eine der Hauptgeschäftsstraßen der Stadt.
1550 Der Stadtgraben
m Stadtgraben verlief die südliche Befestigung der mittelalterlichen Stadt, an die noch ein Stück Stadtmauer mit dem letzten, etwa 8 Meter hohen, im Dreiviertelkreis aus der Mauer heraustretenden Turm erinnert.
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1594 Die Geraer Klotzgasse
ie vom Klotztor nach Süden führende Straße war zu dieser Zeit nach der Klotzmühle in "Klotzgasse" benannt. Es gab in Gera noch keine Straßen. In einer um 1200 von der Quedlinburger Äbtissin Agnes II. ausgestellten Aufstellung wurde unter den Gütern, welche sie für das Frauenstift wieder zurück gewonnen hatte, auch eine Mühle genannt. Auf Grund der Lage konnte es sich nur um die Klotzmühle handeln.
25.11.1735 Tod eines Reußen
er reußische Fürst Heinrich XVIII. verstarb an diesem Tag in Gera. Er galt als der Erbauer der Vorstadt vor dem Klotztor, der St. Salvatorkirche, des Küchengartens, des Zucht- und Waisenhaus und des Regierungsgebäudes in Gera, weil all das in seine Regierungszeit fiel.
17.05.1738 Obdachlos nach dem Feuer
or dem Geraer Klotztor kam es an diesem Tag zu einem großen Brand. Diesem fielen die Wohnhäuser, die Färbereigebäude und die mit 300 Klafter Holz gefüllte Scheune des Kaufmanns Albrecht zum Opfer. 17 Familien der Gegend um das Stadttor wurden damit obdachlos. (Klafter war ein Längenmaß, was der Armspannweite eines Mannes entsprach. So zwischen 1,70 und 1,80 Meter)
24.04.1839 Die Burggasse
ie Burggasse war ein Teilstück vom Siedlerhof bis zum ehemaligen Klotztor. Benannt war sie nach der hochmittelalterlichen Burg der Vögte von Weida und Gera, welche an der südwestlichen Ecke der Stadt in die alte Stadtmauer eingebunden war.
1840 Die letzten Stadttore verschwanden
ie Stadtmauer des mittelalterlichen Gera war mit fünf Stadttoren versehen. Im Stadtmauerring waren das Schlosstor, das Badertor, das Weidaer Tor, das Leumnitzer Tor und das Klotztor als Zugang zur Innenstadt errichtet worden. In diesem Jahr nun wurde das vorletzte der fünf Tore abgebrochen. Sie mussten der zunehmenden Industrialisierung weichen. Nur das Badertor stand noch fast ein halbes Jahrhundert.
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1874 Das Einnehmerhaus in Gera
as sogenannte Einnehmerhaus, die spätere Ratsförsterei von Gera, wurde an der Nordseite der bekannten Heinrichsbrücke errichtet. Außerdem wurden die letzten Gatter am Weidaer- und am Klotztor beseitigt.
1884 Darüber stritten die Chronisten
m Torhaus des alten Badertores am Gymnasiums beim späteren Stadtmuseum befand sich vor dem Jahr 1864 der Zeichensaal des alten Hofmalers Heinrich Fischer (1786-1855) und seines Sohnes und Nachfolgers Theodor Fischer (1824-1908). Danach war der Zeichensaal bis 1884, dem Jahr des Abbruches des ersten Stadttores, das vom Naumburger Steinmetz im Jahr 1607 errichteten Badertores als Renaissancetors, eine Wohnung für Gymnasiallehrer. Der Geraer Stadtsekretär Johann Blumentritt gab in seinem ersten Adressbuch der Stadt an, dass als erstes Stadttor das "Klotztor" im Jahre 1836 und dann erst das "Weidaer Tor" 1839 abgetragen worden sei und damit das Badertor später abgerissen worden sein muss. Ferdinand Hahn wiederum behauptete in seinem Buch "Geschichte von Gera", dass es 1839 und 1840 gewesen sei. (Da in der Neuzeit keines der Tore mehr besichtigt werden kann, ist es wohl indiskutabel welches Tor zuerst abgetragen worden und welcher der Chronisten wohl recht hatte.)


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18.01.2015
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