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1050 Die alte Johanniskirche
ie Geschichte der Pfarrstelle St. Johannis reicht bis in das 11.Jahrhundert zurück. Die alte Johanniskirche stand am Johannisplatz und wurde beim großen Stadtbrand im September 1780 fast völlig zerstört. Nach dem Abriss in den 1820er Jahren erfolgte vor den Toren der Stadt zwischen 1881 und 1885 ein Neubau der Johanniskirche, welcher nach der Innenstadtöffnung allmählich ins Geraer Stadtbild integriert wurde.
1090 Der erste Vertreter der Reußen
er erste bekannte Vertreter des Hauses war Erkenbert I. von Weida und wurde urkundlich 1122 im Gefolge des Grafen Adalbert von Everstein bei der Weihe der Johanniskirche zu Plauen im Gau Dobena erwähnt. Er hatte seinen Lehnsbesitz in der Nähe des Klosters Volkenroda. Geboren wurde er um das Jahr 1090 und er verstarb am 1. August 1163/1169 oder vor 1143. Bestattet wurde er in der Pfarrkirche St. Veit in Wünschendorf/Elster. er heiratete im Jahr 1120 Jordana von Gleissberg (geb. um das Jahr 1100 und verstorben am 27. April 1167/1173. Bestattet wurde sie in der Pfarrkirche St. Veit, Wünschendorf.
1234 Der Johannisplatz in Gera
ie Johanniskirche wurde im Jahr 1234 zum ersten Mal erwähnt. Sie stand auf der Südseite des Johannisplatzes. Kirche und Platz bekamen den Namen Johannis, zurückzuführen auf Johannis den Täufer, und waren somit geweihte Stätten. Die Johanniskirche wurde allerdings mehrfach zerstört und beim großen Stadtbrand von 1780 endgültig zur Ruine. Sie war zeitweise die Grablege des Hauses Reuß Gera und die ihres berühmtesten Vertreters Heinrich Reuß jüngere Linie "Posthumus" (1572-1635), welcher unter anderem für die Gründung des Rutheneums seit 1608, dem späteren Goethe- Gymnasium verantwortlich war. Die Ruine der Johanniskirche wurde in den Jahren 1805 bis 1824 abgetragen. Das Goethe- Gymnasium wurde in der Zeit von 1605-1608 errichtet. Das Stadtpalais am Johannisplatz, in dem Napoleon am 11.10.1806 zu Gast war, wurde im Jahr 1688 errichtet und im Jahr 1884 kam es zum Neubau der Schule. Am 12.07.1863 wurde das Posthumus - Denkmal zu Ehren des Schulgründers eingeweiht, welches aber später durch die SED zu Zeiten der DDR beseitigt wurde.
08.09.1238 Der Stifter und Stadtgründer Heinrich IV
einrich der IV, von 1241-1244 Landmeister des Deutschen Ordens in Preußen, schenkt gemeinsam mit seiner Gemahlin Jutta der St. Johanniskirche einen Garten im Bereich des späteren Trinitatisfriedhofes. Die Stifter, die auch als Stadtgründer angesehen werden können, fanden ihre letzte Ruhestätte im Kloster Cronschwitz bei Weida.
1243 Stadtrundgang im mittelatlerlichen Gera
ie Schloßstraße war Mittelpunkt von Geras erster Marktsiedlung. Sie befindet sich auf der ersten Elsterterrasse. Die langgezogene Marktfläche mit ihren vielen Handelsmöglichkeiten war jedoch kein fester Marktplatz. Auf dem Grundstück des späteren Goethe Gymnasiums (Rutheneum seit 1608, gegründet durch Heinrich Posthumus 1572-1635) stand damals die Johanniskirche (1234 zum ersten Mal erwähnt), die erste Kirche Geras, welche dem Stadtbrand von 1780 zum Opfer fiel. Daneben befand und befindet sich in der Neuzeit noch ein Großteil des Regierungsgebäudes.
27.11.1296 Ein Pfarrer in Gera
ür diesen Tag ist belegt, dass der Pfarrer Magister Hermann für Gera, vermutlich der Geistliche in der St. Johanniskirche, zum ersten Mal erwähnt wurde. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Markgrafen Dietzmann.
27.11.1296 Geschichte der Katholiken in Gera
it der Besiedlung des Sorbenlandes durch deutsche Bauern aus Franken, Thüringen und Sachsen kam auch der christliche Glaube in unsere Region. Eine entscheidende Rolle spielte in diesem Zusammenhang sicher auch der am 15.5.719 von Papst Gregor II. als Missionar für die Germanen ernannten Mönch Wynfreth (Bonifatius). Im Jahre 968 wurde das Bistum Zeitz gegründet und ein Jahr später schenkt Kaiser Otto der Äbtissin des Stifts Quedlinburg den "Landstrich Gera". Im Jahre 1022 legte Papst Benedict VIII. fest, das Priester nicht mehr heiraten dürfen, was sicher auch Auswirkungen auf die Geraer Geistlichen hatte. Auf dem Nicolaiberg entstand um 1193 die Nicolauskapelle. Heute befindet sich hier die evangelische Kirche St. Salvator.In den Urkunden werden um 1200 ein Pfarrer Conrad und 1234 erstmals eine Johanniskirche erwähnt. Die Christianisierung im Raum Gera war wohl in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts abgeschlossen. Am 27.11. 1296 wurde ein Magister Herrmann als Geistlicher der Johanniskirche urkundlich erwähnt. Im Jahre 1358 erhalten die Marktgrafen von Wettin vom Stift Quedlinburg das Lehen Gera. Die geistliche Zuständigkeit verbleibt beim Bistum Zeitz. Im Mittelalter gab es außer der genannten Johanniskirche und der Nicolauskapelle die Dreikönigskapelle, die St. Wolfgangs- und die Hl. Kreuz Kapelle. Außerdem entstehen das Marien- und das St. Wolfgangshospital. Die Stadt hat Mitte des 15. Jahrhunderts rund 1500 Einwohner. Im sächsischen Bruderkrieg brennt 1450 die Johanniskirche ab, wird wieder aufgebaut und 1488 neu geweiht.
1333 Zur Geschichte der Salvatorkirche
ie Salvatorkirche ist eine evangelische Kirche auf dem Nicolaiberg im Stadtzentrum von Gera. und oberhalb des historischen Marktplatzes zu finden. Auf dem Nicolaiberg standen ursprünglich eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle und ein Termineihaus, eine Unterkunftshaus für Bettelmönche, wie es zu dieser Zeit durchaus üblich war. Die Kapelle, nach der der Berg bereits 1333 als "zcu Gera uf sente Nycolaus berge" bezeichnet wurde, brannte beim Stadtbrand von 1686 nieder. Im Jahr 1717 wurden die Ruinen dann abgerissen, um der neuen Kirche Platz zu machen. Die Barockkirche selbst wurde in den Jahren 1717 bis 1720 nach Plänen des kursächsischen Landesbaumeisters David Schatz erbaut, der Turm jedoch, nachdem man mit einer eigens eingerichteten Turmbaulotterie zu den erforderlichen Mitteln gekommen war, erst in den Jahren 1775 bis 1778 nach Plänen von Gerardo Hofmann. Nur zwei Jahre später wurde die Kirche beim Geraer Stadtbrand 1780 zerstört. Im Gegensatz zur zweiten damaligen Geraer Kirche, der Johanniskirche, wurde die Salvatorkirche in den Jahren 1781 bis 1783 wieder aufgebaut und ist daher seitdem die einzige Kirche in Geras historischer Altstadt. Bis zur Errichtung der neuen Johanniskirche am Adelheidplatz (später Clara-Zetkin-Straße), 1885 geweiht, war sie die alleinige Pfarrkirche Geras, außerdem wurden hier, weil die alte Johanniskirchgruft, die traditionelle Grablege der Geraer Reußen, nach dem Stadtbrand nicht mehr nutzbar war, 1802 der letzte Herr von Reuß-Gera, Heinrich XXX., und 1829 seine Gemahlin Luise Christiane von Pfalz-Birkenfeld beigesetzt. Im Jahr 1898 brach man die unterhalb der Kirche gelegenen Häuser ab und legte an ihrer Stelle die heutige repräsentative Freitreppe an. 1903 wurde das Kircheninnere unter der Leitung von Stadtbaurat Adolf Marsch im Sinne des Jugendstils umgestaltet. Nach den Renovierungsarbeiten an der Westfassade der Salvatorkirche (2006) werden die Arbeiten seit Herbst 2007 am Turm fortgesetzt. Die Salvatorkirche verfügt über eine zweimanualige pneumatische Röver-Orgel, welche in den Jahren 1903-1905 erbaut wurde.
1333 Die Kirche St. Ursula
bwohl keine gesicherte urkundlichen Überlieferungen für die Gründung der Kirche vorliegen, dürfte die St. Ursula Kirche zu den ältesten Kirchen im Geraer Stadtgebiet zählen und in den 1250er Jahren entstanden sein. Für die Entstehung im 13. Jahrhundert spricht vor allem der im wesentlichen Teilenspätromanische Chorturm. Eine an der Kirche eingemeißelte Jahreszahl könnte auf eine spätere Bautätigkeit im Jahr 1333 hindeuten, als die Kirche mit der Einrichtung des Langhauses und der Sakristei ihre heutige Gestalt erhielt. Umbauten und Erneuerungen wurden in den Jahren 1749, 1833 und 1934 vorgenommen. Die seelsorgerische Betreuung erfolgte in den ersten Jahrhunderten des Bestehens durch die St. Johanniskirche zu Gera 1533/34 und in den folgenden Jahren erscheinen in den Akten über die Kirchenvisitation folgende Namen der u.a. auch für Lusan zuständigen Kapläne bzw. Diakone: Conrad Quindler, Jacob Henning, Conrad Theilemann, Georg Derr, Christoph Schaller, Jacob Languth, Fr. Einwangen, Johann Kün, Mag. Johann Kindhans. Ab 1566 wurden die zuständigen Kapläne als Diaconi suburbani bezeichnet. Einer der bemerkenswertesten von ihnen war Johann Wohlwerth jun., der die im 30jährigen Krieg verbrannten Kirchenbücher neu erstellte und gemeinsam mit dem Schulmeister Georg Häsner die alte Taufschale der Kirche stiftete. Der letzte Diaconus suburbanus war Benno Etzold, dessen Tätigkeit 1886 endete. Ab 1886 wurde Lusan für fast 70 Jahre von Zwötzen mitversorgt. Pfarrer dieser Zeit waren: Heinrich Hahn, Johann Dietrich, Franz Simcik (diesem ist 1934 die Erneuerung der Kirche zu danken). Simcik stellte 1950 den Antrag auf Errichtung der Pfarrstelle Gera-Lusan-Zwötzen ll, dem am 1. April 1951 durch das Landeskirchenamt entsprochen wurde. Das Pfarramt nahmen in dieser Zeit Erich Schlegel und Helmut Vollbrecht wahr. Am 1. April 1955 wurden Lusan und Oberröppisch aus dem Kirchspiel Gera - Zwötzen - Lusan ausgegliedert. Es entstand das Pfarramt Gera - Lusan, dem Ober- und Unterröppisch, Gorlitzsch und Schafpreskeln zugeordnet wurden. Erster Pfarrer des neuen Kirchspiels wurde Erich Schlegel. Zur 625-Jahr-Feier 1958 wurde die neue Hartguss-Stahlglocke geweiht. Gegossen wurde diese von der bekannten Glockengießerei Franz & Söhne in Apolda mit der Inschrift "O Land, Land, Land Höre des Herrn Wort". Größer als ihre beiden Schwesternglocken (760kg) ergänzte die neue Glocke mit ihrem gis das h der Christkönigsglocke von 1473 und das cis der eisernen Glocke von 1919 zu einem klangvollen Laudamusgeläut. Den bildnerischen Schmuck auf dem Glockenmantel in Gestalt eines Flachreliefs entwarf die Greizer Bildhauerin Elly Viola Nahmmacher. 1966 wurde die barocke Turmhaube durch ein Zeltdach ersetzt. 1994 erhielt die Kirche ein neues Dach und 1998 wurde der Außenputz erneuert. Am 30.09.1978 erfolgte die Grundsteinlegung für das Gemeindehaus Gera - Lusan, neben dem 1958 erbauten Pfarrhaus. Pfarrer zu dieser Zeit waren Peter Denner und Roland Geipel.
09.12.1352 Ein Ablaßbrief für Gera
usgestellt war der Ablaßbrief der italienischen Bischöfe in der französischen Papststadt Avignon und war für die Kapelle in der Burg Gera und die Johanniskirche der Stadt Gera bestimmt. Die Urkunde wies auf die baulichen Tätigkeiten seinerzeit an den Kirchen hin. (Die Kapelle in der Burg Gera war zwischen der Burgstraße und der Florian Geyer Straße zu finden und die Johanniskirche etwa auf der Höhe des späteren Rutheneums (Goethegymnasium) unterhalb des Marktes.)
22.03.1356 Betätigung des Ablaßbriefes
m 9. Dezember 1352 hatten die italienischen Bischöfe im französischen Avignon eine Ablaßbrief für die Johanniskirche und die Kapelle in der Burg in Gera ausgestellt. Vier Jahre danach bestätigte nun der Bischof von Naumburg diesen Ablaßbrief und damit seine Gültigkeit.
1452 Die Häselburg in Gera
ie Häselburg war einst eine mittelalterliche Burg in Gera. Sie war die Residenz der Vögte von Gera und wäre in der Neuzeit in der Burgstraße am unteren Teil des Stadtgrabens zu finden. Sie wurde 1450 im sächsischen Bruderkrieg zusammen mit der alten Johanniskirche zerstört. Die Kirche wurde wieder aufgebaut und fiel dann dem Stadtbrand von 1780 endgültig zum Opfer. Nach der kriegerischen Zerstörung in der Mitte des 15. Jahrhunderts zogen die Vögte nach Untermhaus in die spätere Residenz des Fürstenhaus Reuß, dem Schloss Osterstein, welches allerdings noch sehr viel kleiner ausfiel als zu späteren Zeiten in der Blüte des Geraer Adels und der Stadt im 19. Jahrhundert.
1471 Heinrich XIV., der Ältere geboren
einrich XIV., "der Ältere", war der Herr von Gera in den Jahren 1502 bis 1538, zu Lobenstein von 1500 bis 1538 und Schleiz von 1509 bis 1538). Er erhielt in den Landesteilungen von 1501 und 1509 halb Schleiz, halb Lobenstein und Saalburg und kaufte am 19. September 1502 von Heinrich XI. die Herrschaft Gera. Urkundlich fand er erwähnung am 7. Juli 1496 Zur Welt kam er im Jahr 1471 und verstarb am12.04.1538 in Gera. Bestattet wurde er in der Johanniskirche in Gera. In erster Ehe war er vor dem 19.09.1502 mit Magdalena von Minitz auf Lischkow in Böhmen verheiratet. Urkundlich erwähnt wurde sie in der Zeit vom 25. Januar 1499 bis 24. Oktober 1510. Geboren wurde sie um 1469 bis 1474 und verstarb zwischen 1510/1515. Sie war die Witwe von Freiherr Nikolaus (Mikulá?) III. von Hassenstein (Hasi?tejnský) zu Lobkowitz (geb. nach 1461 verst. 1500). Die zweite Ehe bestritt er im Jahr 1515 mit Gräfin Anna von Beichlingen, welche urkundlich am 5. Dezember 1515 Erwähnung fand und am 30. Juli 1571 in Gera verstarb.Sie war die Tochter von Graf Adam von Beichlingen (1460 - 1538) und Gräfin Sophie von Sayn (1471 - 1508).
1471 Heinrich XIV. geboren
einrich XIV., "der Ältere" war der Herr von Gera (1502-1538) zu Lobenstein (1500-1538) und Schleiz (1509-1538), erhielt in den Landesteilungen von 1501 und 1509 halb Schleiz, halb Lobenstein und Saalburg und kaufte am 19. September 1502 von Heinrich XI. die Herrschaft Gera. Urkundlich fand er am 7. Juli 1496 Erwähnung. Geboren wurde er 1471 und verstarb am 12. April 1538 in Gera. Bestattet wurde er in der alten, 1780 abgebrannten, Johanniskirche in Gera. In erster Ehe heiratete er vor dem19. September 1502 Magdalena von Minitz auf Lischkow in Böhmen, welche ihrerseits urkundlich vom 25. Januar 1499 bis 24. Oktober 1510 erwähnt wurde.Sie wurde geboren zwischen 1469/1474 und verstarb zwischen 1510/1515. Sie war die Witwe von Freiherr Nikolaus (Mikulá?) III. von Hassenstein (Hasi?tejnský) zu Lobkowitz (geb. nach 1461 und verst. 1500). 1515 erfolgte die zweite Ehe, dann mit Gräfin Anna von Beichlingen, urkundlich 5. Dezember 1515 erwähnt. Sie verstarb am 30. Juli 1571 in Gera und war die Tochter von Graf Adam von Beichlingen (1460-1538) und Gräfin Sophie von Sayn (1471-1508).
20.03.1478 Ein Ablassbrief in Rom
ür die Ausstattung der Johanniskirche wird in Rom ein Ablassbrief ausgestellt. Allen gläubigen Besuchern der Kirche wird ein Ablass von 100 Tagen zugesichert. Die Johanneskirche war bei der Eroberung der Stadt 1450 zerstört worden. Bis 1467 wurde sie wiedererrichtet und 1488 neu geweiht.
05.10.1495 Die Stiftung des Michel Birckigt in Gera
ichel Birckigt und seine Frau stifteten an diesem Tag der Geraer Hauptkirche St. Johannis die Summe von 100 fl. Rheinisch (100 Gulden). Es handelte sich um eine überaus großzügige Spende. Die Kiche fiel im Jahr 1780 einem großen Stadtbrand zum Opfer und war bis dahin auf dem nach ihr und "Johannes dem Täufer" benannten alten "Johannesplatz" zu finden.
Zusatzinformationen
1502 Hedwig von Gera geboren
edwig, urkundlich am 24. Oktober 1510 erwähnt,wurde im Jahr 1502 geboren und verstarb im Jahr 1531 in Gera. nach ihrem Tod wurde sie in der Johanniskirche in Gera, der 1780 abgebrannten Stadtkirche bestattet. Sie heiratete den Graf Johann II. von Gleichen-Remda (geb. um 1504 und verst. 16. Juli 1545, den Sohn von Graf Ernst XIII. (XIV.) von Gleichen-Remda (1460-1504) und Margarethe Schenkin von Tautenburg (1475-1520).
24.08.1510 Heinrich IV. geboren
einrich IV. war der Burggraf von Meißen (1519-1554), Herr zu Plauen, Gera und Greiz (1547-1554), Herr zu Schleiz und Lobenstein (1550-1554), Herr zu Königswart, Petschau, Neuhartenstein und Theusing, 1530 böhmischer Schenk, 1542 Oberstkanzler der Krone Böhmen, königlicher Rat und Kämmerer und erwarb 1547 bis 1550 die Herrschaften Plauen, Voigtsberg und Pausa, Greiz, Gera, Schleiz und Lobenstein, die Orte Graßlitz, Schöneck und Elbogen, sowie die Lehnshoheit über die von Zedtwitz zu Neuperg und Asch und die von Beulwitz zu Hirschberg. Er erobert 1553/54 im Kriege gegen Brandenburg-Kulmbach Stadt und Amt Hof, Amt Schauenstein und die Plassenburg bei Kulmbach, die aber sämtlich 1556 von seinen Söhnen wieder abgetreten werden mussten. Er verstarb 19. Mai 1554 bei Stadtsteinach und wurde am 24. Mai 1554 in der Johanniskirche in Plauen bestattet.
31.10.1517 Seelsorge in Lusan
ieser Tag im 16. Jahrhundert stand seit je her für die Reformation der christlichen Kirche durch Martin Luther. In der Geraer Geschichtsschreibung wurde angegeben, dass die Lusaner Kirche St. Ursula seelsorgerisch seit dieser Reformation durch die Johanniskirche betreut wurde. Das genaue Datum dürfte Monate später gewesen sein, da sich die Reformationsbewegung erst durchsetzen musste, denn sie war auch umstritten. Das Ende des zweiten Jahrzehntes des 16. Jahrhunderts kann aber als sehr wahrscheinlich angesehen werden.
29.03.1527 Ein Kelch für zwei Kirchen
ie verwitwete Elena von Kospot bestimmte in ihrem vorliegenden Testament, dass der Rat zu Schleiz einen neuen und bis dahin noch ungeweihten Kelch zu getreuen Händen nehmen solle und nur, wenn die Messe Bestand behielte, an die Johanniskirche zu Gera geben sollte. Andernfalls, so verfügte sie weiter, müsse er verkauft werden und der Erlös solle zwingend den Geraer Armen zufallen.
1530 Ein Dominikaner-Mönch aus Pirna über Gera
ieser Mönch schrieb zu dieser Zeit noch über Gera im Vogtland, wo Gera zu dieser Zeit auch noch war. Er hatte auf dem späteren "Johannis-Platz" gestanden und seine Umgebung beschrieben. Dort sah er einen zerbrochenen Turm, Schlossruinen und einen Eckturm. Auch das war nicht verwunderlich, da er in der Nähe der Burgstraße stand und dort eine Stadtburg gestanden hatte. Dort wurde später die nach Johannes dem Täufer benannte Johanniskirche gebaut, welche dem Stadtbrand von 1780 zum Opfer fiel.
29.12.1530 Heinrich XVI., der Jüngere geboren
einrich XVI., „der Jüngere“ Reuß von Plauen, Herr zu Greiz (1535–1547) und Herr zu Greiz und Gera (1562–1564), Herr zu Kranichfeld (1535–1572), als Heinrich I., „der Jüngere“, Herr zu Gera (1564–1572). Er war der Stifter von Reuß jüngere Linie; nach der verlorenen Schlacht bei Mühlberg werden die Reußen 1547 ihrer Herrschaft Greiz enthoben. Greiz fiel an Burggraf Heinrich IV. von Meißen. Im Jahr 1562 erhielten sie die Herrschaft nebst Gera zurück und er erhielt bei der brüderlichen Teilung von 1564 die Herrschaft Gera und 1566 den dritten Teil von Ober-Kranichfeld. Geboren wurde er am 29.12.1530 in Greiz und verstarb am 06.04.1572 in Schleiz. Bestattet wurde er am 11.04.1572 in der Johanniskirche in Gera. er heiratete 1556 die Gräfin Elisabeth Brigitte von Schwarzburg-Leutenberg († 23. Juni 1564), die Tochter von Graf Johann Heinrich von Schwarzburg-Leutenberg (1496–1555) und Margarethe von Weida (1500–1569). Die zweite Ehe ging er am 06.01.1566 in Zeitz Gräfin Dorothea zu Solms-Laubach ein (26.11.1547 in Södel - 18.09.1595 in Gera). Bestattet wurde sie am 07.10.1595 auch in Gera. Sie war die Tochter von Graf Friedrich Magnus zu Solms-Laubach (1521–1561) und Gräfin Agnes zu Wied (1520–1588).
29.12.1530 Heinrich I., der Jüngere geboren
einrich I., "der Jüngere", war der Herr zu Gera von 1564-1572. Nach der verlorenen Schlacht bei Mühlberg wurden die Reußen 1547 ihrer Herrschaft Greiz enthoben. Greiz fiel an Burggraf Heinrich IV. von Meißen. 1562 erhalten sie die Herrschaft nebst Gera zurück und Heinrich I. erhielt bei der brüderlichen Teilung von 1564 die Herrschaft Gera und 1566 den dritten Teil von Ober-Kranichfeld. Er verstarb am 6. April 1572 in Schleiz und wurde am 11. April 1572 in der Johanniskirche in Gera bestattet.Heinrich I. heiratete 1556 die Gräfin Elisabeth Brigitte von Schwarzburg-Leutenberg (1534 - 23. Juni 1564. sie war die Tochter von Graf Johann Heinrich von Schwarzburg-Leutenberg (1496-1555) und Margarethe von Weida (1500-1569). In zweiter Ehe heiratete er am 06.01.1566 in Zeitzdie Gräfin Dorothea zu Solms-Laubach ( 26.11.1547 - 18.09.1595 in Gera. Bestattet wurde sie am 7. Oktober 1595 auch in Gera. sie war die Tochter von Graf Friedrich Magnus zu Solms-Laubach (1521-1561) und Gräfin Agnes zu Wied (1520-1588). sie waren die Stifter von Reuß jüngere Linie.
30.09.1533 Friedhofsverlegung
uf Anweisung der Visitatoren verlegt der Geraer Pfarrer seine Wohnung nach dem „Termineyhause auf dem Niklasberge“. Im gleichen Jahr wird der Friedhof vom Johanniskirchenplatz innerhalb der Stadtmauern nach dem Platz hinter der Trinitatiskirche verlegt. Als Grundstück findet der, 1238 von Jutta von Gera der Johanniskirche geschenkte Garten, Verwendung.
09.10.1533 Heinrich V., der Ältere geboren
einrich V., "der Ältere", war der Burggraf von Meißen (1554-1568), Herr zu Plauen, Schleiz und Lobenstein (1554-1563), Herr zu Gera und Greiz (1554-1562) und erhielt nach der Rückgabe von Greiz und Gera an die Herren Reuß in der Erbteilung von 1563 die Herrschaften Plauen und Voigtsberg und in Böhmen Theusing, Buchau, Graßlitz und Elbogen. Er verpfändet 1563 Plauen und Voigtsberg an Kursachsen, 1564 Elbogen an Böhmen, 1567 Buchau, Engelsburg, Theusing und Graßlitz an die Geraischen Landerben. er verstarb am 24. Dezember 1568 in Hof und wurde am 4. Januar 1569 in der Bergkirche in Schleiz bestattet. er heiratete am 25. August 1555 in Onolzbach die Markgräfin Dorothea Katharina von Brandenburg-Ansbach ( 23./24.02.1538 in - 08./18. Januar 1604 in Tou?im/Theusing. Getauft wurde sie am 04.03.1538 und bestattet im Jahr 1607 in der Johanniskirche in Plauen. Sie war die Tochter von Markgraf Georg von Brandenburg-Ansbach (1484-1543) und Prinzessin Amalie von Sachsen (1516-1591).
08.01.1543 Verkauf von Kirchengut
it Genehmigung der Landesherrschaft verkauft der Geraer Rat wertvolles Kirchengut aus der Ausstattung der Johanniskirche auf der Leipziger Neujahrsmesse für über 287 Gulden. Von den Einnahmen sollen u.a. Bauarbeiten am Geraer Rathaus bezahlt werden.
1555 Der neue Friedhof
er neue Friedhof bekam den Namen "Alter Gottesacker" und war neben der Trinitatiskirche zu finden. Der Friedhof neben der Sankt Johanniskirche, damals auf dem Johannisplatz am späteren "Rutheneum seit 1608" (Goethegymnasium) war vor die Stadt verlegt worden. Zu dieser Zeit war die Stadt unterhalb des Gymnasiums am Badertor zu Ende.
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1556 Der Geraer Leichensteg
ie Bezeichnung des "Leichensteg" entstand zur Zeit des ausgehenden Mittelalters. Nach der Reformation durch Martin Luther (ab 31.10.1517) wurde der Friedhof vom Johannisplatz neben der 1780 abgebrannten Johanniskirche vor der Stadt neben die Trinitatiskirche verlegt worden. Die Leichenzüge bogen seit dem hinter dem Badertor, am Goethegymnasium, nach links ab und führte über einen eigens deshalb erst gebauten Mühlgrabensteg und über den Roßplatz nach dem Friedhof. Ursprünglich führte nur ein einfacher hölzener Steg über den Mühlgraben, daher auch der Name "Leichensteg". Erst 1750 wurde der alte Steg durch eine Brücke ersetzt. Ab 1839 hieß der "Leichensteg" dann "Gerbergässchen". (Der alte Friedhof an der Trinitatiskirche trug noch Jahrhunderte später, als es schon lange ein Park war, im Volksmund den Namen "Knochenpark".)
1623 Ein neues Orgelwerk
n der Kirche zu Gera, es handelte sich zu dieser Zeit um die dem Johannes dem Täufer geweihte Johanniskirche unterhalb des Marktplatzes, wurde in diesem Jahr ein kleines Orgelwerk errichtet. Die Kirche fiel dem Stadtbrand von 1780 zum Opfer.
19.04.1625 Feuer in Gera
s gab in der Stadt Gera erst ab dem Jahr 1859 eine Feuerwehr. Bis dahin mussten die Bürger ihre Brände selbst löschen. Das gelang nicht immer, so manches mal war die gesamte Stadt in Mitleidenschaft gezogen worden. In dieser Aprilnacht brach neben der Johanniskirche, ihren Namen erhielt sie nach Johannes dem Täufer und fiel 1780 selbst einem Feuer zum Opfer, eine Feuersbrust aus und legte mehrere Häuser der Umgebung in Schutt und Asche. Zu dieser Zeit wurden Häuser noch mit mehr Holz und Stroh gebaut, was die Brände noch begünstigte.
03.12.1635 Heinrich Posthumus stirbt
er Landherr Heinrich Posthumus verstarb und wird am 04. 02. 1636 in der Gruft der alten Johanniskirche beigesetzt. Zum Gedächtnis an den Landesherrn wurden Münzen mit seinem Abbild geprägt.
03.12.1635 Zum Tode von Posthumus
einrich der Jüngere (1572-1635), Regent in Gera, hatte den Beinamen "Posthumus erhalten, der er erst zwei Monate nach dem Tod des Vaters, posthum, geboren wurde. Der Geraer Chronist und Prediger der Salvatorkirche, Johann Christoph Klotz, schrieb in seinem Werk "Beschreibung der Herrschaft und Stadt Gera" im Jahr 1816 zu dem Ableben des Regenten folgende Zeilen. "Er verließ den Schauplatz der Welt, gesegnet und beweint von seinen Unterthanen und allen auswärtigen Hohen Und Niederen, die ihn kannten am 3. Dezember 1635. Seine ehrwürdige Asche ruhet unter den Ruinen unserer noch im Schutte darniederliegenden Hauptkirche." Mit der Hauptkirche war die beim Stadtbrand 1780 fast völlig vernichteten Johanniskirche unterhalb des Marktplatzes gemeint, deren Überreste erst im Jahr 1824 endgültig beseitigt wurde. In den Jahren 1880 bis 1885 wurde dann die neue Johanniskirche, später in der Clara-Zetkin-Straße, errichtet. (Die "Rechtschreibung" von Johann Christoph Klotz wurde im Zitat übernommen.)
14.04.1639 Feuer in Gera
urch vor der Stadt lagernde schwedische Soldaten wurde in den Scheunen vor dem Bader- Schloß- und Leumnitztor  Feuer gelegt. Rasch griff dieses auf die Innenstadt über und legte 110 Häuser in Schutt und Asche. Unter anderem wurden das Gymnasium, die Johanniskirche und Vorräte in den Scheunen ein Raub der Flammen.
14.04.1639 Gera im Dreißigjährigen Krieg
urch einen von schwedischen Soldaten in den Scheunen der Nordseite angelegten Brand werden die sämtlichen Gymnasialgebäude nebst der Johanniskirche eingeäschert. Bis zum Wiederaufbau des Gymnasiums in den 50er Jahren wird das Conradinum in der Langen Gasse benutzt. Die endgültige Wiederherstellung der Schulgebäude mit Kollegium und Schultheater dauerte bis zum Jahr 1683.
02.05.1641 Wieder ein Gottesdienst in der Johanniskirche
m Jahr 1639 war die Geraer Johanniskirche durch ein Schadensfeuer, gelegt durch schwedische Truppen während des Dreißigjährigen Krieges, schwer beschädigt worden. Nun wurde wieder ein Gottesdienst dort abgehalten, obwohl die Kirche noch nicht wieder hergestellt war. Für Gera war es ein großes Glück, dass der Aufbau des Gotteshauses kurz nach dem Schaden schon wieder begonnen werden konnte, weil der Geraer Kaufmann Johann Stockelmann, der Schwiegersohn von Nikolaus de Smit, einen Vorschuss auf die zu erwartenden Baukosten tätigte.
16.07.1641 Der neue Turmkopf
ie Geraer Johanniskirche auf dem nach ihr benannten Johannisplatz war bei einem schwedischen Angriff im Dreißigjährigen Krieg 1639 schwer beschädigt worden. Ein Feuer hatte großen Schaden angerichtet. Nachdem sich der Geraer Kaufmann Johann Stockelmann, der Schwiegersohn von Nikolaus de Smit (1541-1623), dem Gründer der Geraer Zeugmacherindustrie, entschlossen hatte die Baukosten vorzustrecken, konnte mit dem Wiederaufbau schon 1639 begonnen werden. Noch vor dem Abschluss der Bauarbeiten war im Mai 1641 der erste Gottesdienst angehalten worden. Nun kam der neue Turmkopf und die Arbeiten waren so gut wie abgeschlossen. 1780 wurde das Gotteshaus allerdings bei einem Stadtbrand endgültig zerstört.
1680 Johann Georg Fincke geboren
ohann Georg Fincke, auch Fink oder Finke, geboren um 1680 und beerdigt am 26. Mai 1749 in Saalfeld, war ein deutscher Orgelbauer. Es ist weitest gehend unklar, ob Finckes Vater Christian Fincke bereits Orgelbauer war. Möglich ist, dass Fincke mit Georg Christoph Stertzing an der Orgel der Stadtkirche in Jena arbeitete. Er ließ sich jedenfalls zunächst in Jena nieder. 1709 zog er zum Bau der Orgel in der dortigen Stadtkirche nach Saalfeld. Diese Orgel wurde von Johann Nikolaus Bach abgenommen. 1719 erhielt Fincke ein Privileg. Ab dem Jahr 1720 war Johann Georg Fincke verstärkt in Gera tätig. Da er dort die Bürgerrechte erwarb, kann von einem Umzug der Werkstatt ausgegangen werden. Seine in der dortigen Johanniskirche errichtete Orgel prüfte niemand geringeres als Johann Sebastian Bach. Er erstellte ein positives Gutachten über dieses mit zahlreichen technischen und klanglichen Besonderheiten ausgestattete Instrument. 1726 wurde Fincke in Neustadt an der Orla ansässig. Dort hatte er ebenfalls den Auftrag für einen großen Orgelneubau erhalten. Allerdings scheint sein Aufenthalt in Neustadt nur vorübergehend gewesen zu sein. Später war er wieder in Saalfeld zu finden. Finckes Sohn Johann Georg übernahm die Werkstatt nach dem Tod seines Vaters im Mai 1749.
1705 Ein neuer Altar
n der Geraer St. Johanniskirche, auf dem nach ihr benannten Johannisplatz, wurde ein neuer und sehr prachtvoller Altar von drei Bildhauern aufgestellt. Die drei Künstler stammten seinerzeit aus Prag.
01.1709 Die zersprungene Glocke
nfolge der außergewöhnlichen Kälte zersprang die Glocke der Johanniskirche beim Läuten. Sie wurd im gleichen Jahr von Balthasar Platzer und Balthasar Neumann im Hof des alten Schloßes umgegossen.
1717 Gera ab dem 18. Jahrhundert
ie in den Jahren zwischen 1717 und 1720 an Stelle der alten Niklaskapelle neu errichtete Salvatorkirche trug schon bei dem Brand von 1780 schwere Schäden davon. Der damalige Brand hat weite Teile der Altstadt, u. a. das Rathaus, die 1722 erbaute Kanzlei, das Gymnasium, schwer getroffen; von den Bürgerhäusern sind lediglich die am Markt gelegene Stadtapotheke (1606, mit dem bekannten Erker) und das 1688 von dem Kauf- und Handelsherren Gottfried Ferner wohl unter Verwendung älterer Mauern errichtete Haus, später das Schreibersches Haus, Nikolaiberg 3, über die Katastrophe hinweggerettet worden. Ihr folgte ein einheitlicher Wiederaufbau in einem an das Spätbarock anknüpfenden Stil, der in der Folgezeit dem Stadtbild das Gepräge gab. Die rasch um sich greifende Industrialisierung seit der Mitte des 19. Jh. brachte die Aufschließung weiteren Wohn- und Industriegeländes sowie die Eingemeindung der benachbar­ten Dörfer. 1881-84 baute man die neue Johanniskirche auf dem früheren Theaterplatz. Durch die Schlusskämpfe des Zweiten Weltkrieges, besonders durch den Bombenangriff des 6. 4. 1945, wurde die Stadt wiederum stark in Mitleidenschaft gezogen, was sich um so schwerer auswirkte, als man bei dem folgenden Wiederaufbau auch teilweise durchaus noch instandsetzungsfähige Baudenkmäler beseitigte.
23.11.1718 Gräfin Ernestine Friederike Reuß geboren
räfin Ernestine Friederike (Fritze genannt) wurde in Lobenstein geboren. Sie gehörte zum weit verzweigten Geschlecht derer zu Reuß, welche unter anderem auch über Gera herrschten. Sie verstarb am 28. September 1776 in Gera, nur fünf tage nach ihrem 58. Geburtstag. Am 1. Oktober 1776 wurde sie unter großer Anteilnahme der Familie und der Bevölkerung in der Geraer Johanniskirche zu Grabe getragen. Nur vier Jahre später, beim verheerenden Stadtbrand 1780 in Gera, wurde die ehemalige Geraer Hauptkirche ein Opfer der Flammen und im Jahre 1824 als Brandruine auf dem alten Johannesplatz am Gymnasium beseitigt.
1720 Bürgerrechte für einen Orgelbauer
ohann Georg Fincke ( Fink oder auch Finke), geboren um 1680 und verstorben im Mai 1749, war ein in Thüringen und den angrenzenden Gegenden tätiger Orgelbauer, welche unter anderem für die Orgeln in der Geraer Salvatorkirche und der alten Johanniskirche zuständig war. Die letztere Kirche, Geras Hauptkirche zu dieser Zeit, wurde ein Opfer des Stadtbrandes von 1780. Er ließ sich zunächst in Jena nieder und erhielt etwa ab dem Jahr 1720 in Gera die Bürgerrechte, da er nun verstärkt in der Stadt tätig geworden war. Seine in der dortigen Johanniskirche errichtete Orgel prüfte niemand geringeres als der Komponist und Kantor Johann Sebastian Bach (1685-1750).
25.06.1724 Johann Sebastian Bach in Gera
ohann Sebastian Bach (1685-1750) weilte in Gera und begutachtete die neuen Orgeln in der Sankt Johanniskirche und der Sankt Salvatorkirche.
02.11.1726 Tod eines Geraer Malers
n diesem Tag verunglückte der Geraer Maler David Nieke (1666-1726) beim Ausmalen der sakralen Bilder in der St. Johanniskirche auf dem Johannisplatz. Er war auch der Künstler, welcher das Altarbild der St. Trinitatiskirche geschaffen hatte. Die St. Johanniskirche fiel dem Stadtbrand von 1780 zum Opfer.
17.04.1732 Salzburger Emigranten in Gera
as von dem Geraer Kaufmann Johann Friedrich Kutschbach großzügig angelegten Wohn- und Geschäftshaus am Johannisplatz 3, welches 1729 mit einem Verbindungsgässchen vom Markt bis zur Johanniskirche überbaut worden war, erlebte einen denkwürdigen Moment. Durch das Figurenportal des Verbindungsgässchens zogen an diesem Tag mehr als 500 Salzburger Emigranten auf ihrem Weg von der Sankt Johanniskirche zum Markt, wobei der Kaufmann J.F. Kutschbach jedem einzelnen ein Geldgeschenk von 4 Groschen überreichte.
29.09.1776 Gräfin Ernestine Friederike verstorben
räfin Ernestine Friederike (Fritze genannt) wurde am 23. November 1718 in Lobenstein geboren. Sie gehörte zum weit verzweigten Geschlecht derer zu Reuß, welche unter anderem auch über Gera herrschten. Sie verstarb am 28. September 1776 in Gera. Am 1. Oktober 1776 bestattete man sie unter großer Anteilnahme der Familie und der Bevölkerung in der Geraer Johanniskirche, welche nur vier Jahre später dem verheerenden Stadtbrand in Gera zum Opfer fiel und 1824 als Ruine beseitigt wurde.
11.1781 Neuaufbau von St. Salvator
m Nachmittag des 18. September 1780 war es in Gera zu einem großen Stadtbrand gekommen. Im Jahr danach übernahm es der Geraer Ratszimmermeister Gottfried Dicke für 4030 Taler das Gebäude wieder aufzubauen. Allein 59 starke Baumstämme wurden für das steile Dach benötigt, auf dem 500 Zentner (25 Tonnen = 25.000 Kilogramm) Schiefer mit handgeschmiedeten Nägeln befestigt werden mussten. Nach nur zwei Jahren war die Wiederaufbauarbeit getan und die St. Salvatorkirche wurde zur Stadtkirche in Gera. Die Johanniskirche, die eigentliche Geraer Stadtkirche unterhalb des Marktes, war auch beim Brand zerstört worden, war aber für einen Aufbau zu sehr ruiniert. 1782 wurde in der St. Salvatorkirche das erste Weihnachtsfest nach dem Brand und dem erfolgten Wiederaufbau gefeiert.
25.12.1782 Einweihung der Salvatorkirche
n diesem Tag fand die feierliche Einweihung der Salvatorkirche statt. Die Ruine der Johanniskirche wurde jedoch nicht wieder aufgebaut.
1787 Wieder neue Häuser in Gera
o langsam aber sicher erstrahlte die Stadt Gera in neuem Glanz und hatte sich von den Folgen des großen Stadtbrandes erholt. Wieder waren 16 Häuser in der Innenstadt aufgebaut worden. Nur die Stadtkirche, die Johanniskirche auf dem nach ihr benannten Johannisplatz, lag noch als Brandruine nieder.
01.10.1794 Der Geschichtsforscher der Reußen
einrich XXVI. (1725-1796), der Geschichtsforscher des Fürstenhaus Reuß, besichtigte an diesem Tag im Köstritzer Park in dort befindliche "Eremitenkapelle", die hier aufbewahrte Leibrüstung seines Vorfahren Heinrich IV., des Burggrafen von Meißen, welcher im Jahr 1554 verstorben war. Dieser war einst der Oberkanzler des Königs von Böhmen, aus dem Hause der Plauener Reußen stammend. Die Rüstung war vor vielen Jahren von der ersten Begräbnisstätte in der Plauener Johanniskirche nach Köstritz gebracht worden.

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18.01.2015
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