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1572 Ein Drucker in Jena
in gewisser Ernst von Gera trat in Jena in den Jahren 1572/1573 in Erscheinung. Es ist anzunehmen, dass er sein Handwerk in Gera zu dieser Zeit nicht ausüben konnte. Da er vier theologische Schriften, darunter auch Martin Luthers "Psalter" druckte, kann man davon ausgehen, dass er von den Katholiken und Luther-Gegnern in Gera ein Dorn im Auge war und daher nicht in Gera arbeitete. Der Hass im gespaltenen Christentum war unvorstellbar nach der lutheranischen Reformation von 1517. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) war dann der Religionskrieg der Christenheit in Europa.
18.10.1585 Heinrich Schütz geboren
einrich Schütz, in autographen Handschriften immer Henrich, latinisiert Henricus Sagittarius, geboren am 8. Oktoberjul./ 18. Oktober 1585greg. in Köstritz bei Gera und verstorben am 6. Novemberjul./ 16. November 1672greg. in Dresden, war ein deutscher Komponist des Frühbarock. Schütz war Zweitgeborener von acht Geschwistern. Er wurde im Goldenen Kranich, dem Gasthof seines Vaters, in Köstritz (Ostthüringen) geboren und dort am 9. Oktober 1585 in der Kirche St. Leonhard getauft. Als er fünf Jahre alt war, zog seine Familie nach Weißenfels, weil sein Vater dort einen anderen Gasthof übernahm. Hier verbrachte Heinrich Schütz seine Kindheit. 1599 wurde sein musikalisches Talent von Landgraf Moritz von Hessen-Kassel entdeckt, mit dessen Förderung er zum Sänger ausgebildet wurde, die Kasseler Hofschule, das Collegium Mauritianum besuchte und ab 1607 in Marburg Jura studieren konnte. Gleichzeitig erlernte er das Orgelspiel und die Komposition. Von 1609 bis 1612 trat Schütz dank eines Stipendiums des Landgrafen ein dreijähriges Studium in Venedig beim Markusorganisten Giovanni Gabrieli an, das er mit der 1611 veröffentlichten Madrigalsammlung Il Primo libro di Madrigali abschloss. Auf seinem Totenbett vermachte Gabrieli Schütz einen seiner Ringe. Gabrieli war der einzige, den Schütz zeitlebens als seinen Lehrer bezeichnete. Als er 1613 wieder nach Kassel zurückkehrte, wurde er von Landgraf Moritz zum zweiten Organisten berufen. Wenige Jahre später begab er sich in den Dienst des sächsischen Kurfürsten und übernahm die Leitung der in Deutschland führenden Dresdner Hofkapelle, zunächst neben dem kränklichen Kapellmeister Rogier Michael sowie dem als Kapellmeister „von Haus aus“ wirkenden Michael Praetorius. Erst nach Praetorius’ Tod war Schütz alleiniger Kapellmeister am sächsischen Hof. Diese Funktion hatte er bis zu seinem Lebensende inne. Sein Wechsel nach Dresden war schon ab 1614 Gegenstand diplomatischer Auseinandersetzungen zwischen dem Landgrafen und dem Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen, die erst 1619 endeten, als sich der Kurfürst endgültig durchsetzen konnte. Im selben Jahr veröffentlichte Schütz die Psalmen Davids, die er seinem Landesherrn widmete, und heiratete Magdalena Wildeck. Sie hatten zwei Töchter. Anna Justina starb bereits im Alter von 17 Jahren. Euphrosine Schütz wurde 1623 geboren und heiratete den späteren Leipziger Bürgermeister Christoph Pincker. Deren Tochter Gertraud Euphrosine hatte selbst keine Kinder. Als Kapellmeister hatte Schütz die Oberaufsicht über die Mitglieder der Hofkapelle, die aus Sängern und Instrumentalisten bestand. Mit ihr war er für alle Musik am Hofe zuständig: geistliche wie weltliche, zur Unterhaltung und zum Gottesdienst ebenso wie zur politischen Repräsentation. Leider sind seine dramatischen weltlichen Werke (Singspiele und Ballette), von denen in der Regel nur die Texte gedruckt wurden, verlorengegangen.

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31.10.1617 Hundert Jahre Reformation
ie Kirchenreformation durch Martin Luther (1483-1546) vom 31.10.1517 wurde von den Geraer Lutheranern gefeiert. Noch immer war es nicht einfach als Anhänger der Lehre des Martin Luther zu gelten, denn die Katholiken waren erbitterte Gegner der Kirchenspalter. Der ein Jahr später beginnende Dreißigjährige Krieg (23.05.1618-24.10.1648) war dann eine Auseinandersetzung zwischen den christlichen Konfessionen.
23.05.1618 Der Dreißigjährige Krieg
er zweite "Fenstersturz zu Prag" am 23. Mai 1618 ist der Auslöser des Dreißigjährigen Kriegs und markiert 30 Jahre, 5 Monate und einen Tag die Geschicke Mitteleuropas. Die bedeutensten europäischen Herrscher, Feldherren und Kriegsschauplätze werden beschrieben in den Zusatzinformationen.
Zusatzinformationen
07.1624 Teuerung in Gera
as Leben für die Geraer dieser Zeit war nicht einfach und von vielen Schwierigkeiten geprägt. Zum einen war immer noch Krieg (der Dreißigjährige Krieg), zum zweiten war durch vorangegangene Dürrekatastrophen die Ernte schlechter ausgefallen als erdacht und zum dritten waren Fleisch und Getreide immens teuer geworden und das führte dazu auch noch zu Hunger in der ärmeren Geraer Bevölkerungsschicht. Eine Zeit des Mangels in der Stadt.
1628 Der Krieg kam auch in Gera an
er Dreißigjährige Krieg kam nun auch in der Stadt Gera an. Kursächsische Völker, welche in die Stadt gekommen waren, warben hier und in der Umgebung Truppen für den Krieg an. Ob und wie viele Geraer sich den Truppen angeschlossen hatten wurde nicht genannt.
25.03.1628 Die Geraer wussten sich zu wehren
ie Geraer hatten zwar zu allen Zeiten einen gewissen Sinn für Humor behalten, egal wie schwer die Zeiten auch waren. Nur hier war Schuss, denn Kursächsische Reiterhorden waren in die Stadt gekommen, es war schließlich Krieg (der Dreißigjährige Krieg). Aber als sie anfingen Unfug in der Stadt zu treiben, wurden die Geraer aufmerksam und trieben die Eindringlinge, bewaffnet mit Pfählen und Stangen, zum Stadttor hinaus.
28.12.1629 Plündernde Soldaten
itteleuropa befand sich zu dieser Zeit im längsten und schwersten Krieg, den es bis dahin seit Menschengedenken gegeben hatte. Der Dreißigjährige Krieg (23.05.1618-24.10.1648) war ein christlicher Glaubenskrieg und führte viele Soldaten an die Grenzen der eigenen Menschlichkeit. Sie waren im Kriegsverlauf zu unglaublichen Grausamkeiten bereit, wie das Beispiel von Magdeburg zeigen sollte, als die Truppen des Feldherrn Tilly am 20. Mai 1631 die Stadt in Schutt und Asche legten. Historiker beschrieben das später als "Magdeburgisieren", wenn eine Stadt so geplündert wurde. Auch in Gera waren Soldaten und auch hier scherten sie sich nicht um die Menschen, sie waren völlig verroht. Daher kam es, dass der Trebnitzer Schwarzfärbergeselle Hans Münch am helllichten Tag von kaiserlichen Soldaten ausgeplündert wurde. Er hatte Glück mit dem Leben davongekommen zu sein.
1630 Von Ende musste das Rittergut verkaufen
eit 1473 waren die von Ende als Besitzer des Rittergutes in Liebschwitz bekannt. In wirtschaftliche Schwierigkeit geraten, ursächlich war augenscheinlich der Dreißigjährige Krieg, musste der Herr von Ende seinen Besitz an den Herr von Raschau verkaufen. Der Schwiegersohn derer von Raschau, Herr von Carlowitz, übernahm 10 Jahre später den Besitz.
27.11.1633 Ein Mordopfer der schwedischen Truppen
ünf zum Teil stark betrunkene schwedische Reiter griffen an diesem Tag auf offener Straße von Gera nach Langenberg mehrere Passanten an und plünderten sie am helllichten Tage aus. Der Offizier Otto Hoffmann wurde im Lässingsgraben bei Langenberg erschossen und an der Gottesackerwand (Friedhofswand) begraben. So wurde der Dreißigjährige Krieg auch ein Krieg der einfachen Bevölkerung. Im Jahr 1631 wurde Magdeburg fast völlig zerstört, worauf nachfolgende Generationen von Historikern bei derartigen Verbrechen dann vom "Magdeburgisieren" sprachen.
1636 Liebschwitz im Dreißigjährigen Krieg
enn man es genau betrachtet, ging der Dreißigjährige Krieg 30 Jahre, 5 Monate und 1 Tag vom 23.05.1618 bis 24.10.1648. Liebschwitz, ein kleiner Ort bei Gera blieb von den Kriegswirren weitest gehend verschont. Marodierende Horden von Söldner und Kriegsbeteiligten bedienten sich hier und da am Eigentum der Bewohner, aber im Großen und Ganzen blieb es friedlich. Die Armut war aller Orten sehr groß. In den Kirchenakten wurde zu dieser Zeit folgendes festgehalten: "Der Kirchenbesitz ist nicht zu Schaden gekommen, aber die Gemeinde verarmte völlig. Die Investitur des Pfarrers Brehmer 1636 musste hinausgeschoben werden. 1638 hat der Rittergutsherr von Raschsau nochmals um Aufschub gebeten, weil keine Pferde zu Bespannung da sind, die Straßen nicht sicher sein und die armen Leute sich wiederum ein wenig erholen." (Eine Investitur ist eine Amtseinsetzung)
1638 Die Brücke in Saalburg
u dieser Zeit tobte in Europa der Dreißigjährige Krieg (1618-1648), dem unzählige Gebäude, Straßen und Brücken zerstört wurden, und auch ganze Städte wie Magdeburg nahezu ausgelöscht wurden. Auch die Gegend um Gera blieb nicht verschont, marodierende Soldaten des skandinavischen Kriegsgegners zogen durch Städte und Dörfer und zerstörten oft die Fahrwege und Brücken nur, um den Menschen Schaden zuzufügen. Im Jahr 1638 brannten schwedische Soldaten die hölzerne Brücke ab, mit der die Einwohner bis dahin die Saal überquert hatten. Erst im Jahr 1670 war die Brückenkonstruktion erneuert worden.
1647 Die Geraer Einwohnerzahl zum Kriegsende
m vorletzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), im Jahre 1647, betrug die Bevölkerung von Gera noch 2.372 Einwohner. Der Krieg forderte drei bis vier Millionen Menschenleben bei einer Gesamtbevölkerung im Reichsgebiet von rund 17 Millionen. Die meisten Opfer forderten die Seuchen ab 1634. Mit dem Westfälischen Frieden wurde der Dreißigjährige Krieg am 24.10.1648 beendet. Der Frieden wurde vor allem auf Kosten des deutschen Volkes geschlossen, das die Hauptlast eines der längsten Krieges der Geschichte zu tragen hatte.
14.08.1649 Eine neue Wirtin in Weißig
ls Michael Gentschel, der Wirt der Weißiger Erbschenke 1630 verstarb und zur gleichen Zeit in Europa der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) tobte, geriet das Gasthaus in finanzielle Schieflage, da die Erbzinsen und die Steuern nicht mehr entrichtet werden konnten. Den Betrag von 698 Schock (1 Schock war etwa ein Gulden oder 20 Groschen oder 240 Pfennige oder 200 Glas Bier.) konnten die Erben Gentschels nicht aufbringen, und da auch kein Käufer für die Erbschenke gefunden wurde, schrieb man den Hof 1643, 1644 und 1649 mehrfach zur Versteigerung aus. Schließlich erwarb Frau Emma Euphrosina Limmer, die Gattin des Lehn- und Gerichtsherrn in Zeulsdorf und Reußischer Hof- und Justitienrat Dr. Christoph Limmer (13.11.1614-22.11.1685) für die Summe von 100 Schock und der Verpflichtung "die nothwendigen Gebäude binnen Jahr und Tag zu erheben" den Hof. Die Gläubiger erhielten allerdings nur 15% ihrer Forderung und die Nachkommen Gentschels gingen leer aus.
1650 Ungenaue Zahlen aus Hermsdorf
ie Einwohnerzahl von Hermsdorf war zwar weiter gestiegen und lag bei 300 bis 400, war aber in der Neuzeit nicht genauer zu ermitteln. Das dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) zwar schon seit zwei Jahren offiziell beendet war, aber noch immer vor allem schwedische Soldaten marodierend durchs Land zogen und die Menschen andere Sorgen hatten, als die genaue Einwohnerzahl zu ermitteln und festzuhalten. Die meisten Menschen dieser Zeit wussten auch nicht, dass so eine Statistik irgendwann einmal für wen auch immer interessant sein könnte.
1657 Neue Ordnung nach dem Krieg
n Trebnitz wurde neun Jahre nach Kriegsende eine neue Gemeindeordnung wurde in Kraft gesetzt, um die Zerstörungen und Missstände, die dieser Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hervorgerufen hatte, wieder zu ordnen.
1670 Brückenaufbau in Saalburg
n Europa tobte zwischen 1618 und 1648 der Dreißigjährige Krieg. Während der Auseinandersetzung wurden unzählige Gebäude, Straßen und Brücken zerstört, und ganze Städte wie Magdeburg nahezu ausgelöscht. Auch die Gegend um Gera blieb nicht verschont, marodierende Soldaten des skandinavischen Kriegsgegners zogen durch Städte und Dörfer und zerstörten oft die Fahrwege und Brücken nur, um den Menschen Schaden zuzufügen. Im Jahr 1638 brannten schwedische Soldaten die hölzerne Brücke ab, mit der die Einwohner bis dahin die Saal überquert hatten. Erst 32 Jahre später war die Brückenkonstruktion dann erneuert worden.
03.03.1678 Wieder wurde die Zoitzmühle verkauft
inhundert Jahre zuvor war die Liebschwitzer Zoitzmühle ein lohnendes Geschäft für den Müller. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hatte 1634 den Müller in den Konkurs gezwungen. Die Mühle verfiel einige Zeit und wurde erst 1661 im Steuerregister wieder erwähnt. 1678 wurde sie dann von Johann Georg von Meusebach (Herr über Herbsleben, Frießnitz, Struth, Niederpöllnitz, Burkersdorf, Loitzsch, Hohenleuben und Liebschwitz) an den Kauf- und Handelsmann Reinhold Richter aus Leipzig verkauft. Im Vertrag war zu lesen: "...seine am Elsterstrome gelegene Zoozmühle mit sechs gangbaren und acht ungangbaren aber befugten Mahlgängen". Der Vertrag war sehr umfassend und regelte auch das Braurecht, den Umgang mit der Zoitzwiese, den Frondienst und die Abgabe des Korns für das Weihnachtsbrot des Dorfschulmeisters.
31.10.1717 Zweihundert Jahre Reformation
chon im 16. Jahrhundert war in Deutschland die Reformation des Martin Luther (1483-1546) auch in Gera offiziell eingeführt worden. Aber noch immer hatten es die Lutheraner, Evangelen oder einfach nur Protestanten nicht leicht sich gegen die Katholiken durch zu setzten. Im Jahrhundert, von 1618-1648, zuvor hatte es 30 Jahre lang einen erbitterten Krieg unter den verschiedenen Anhängern der christlichen Konfessionen gegeben. Der Dreißigjährige Krieg war ein Religionskrieg.
14.10.1935 Eine Heirich-Schütz-Feier
ine Heinrich-Schütz-Feier gab es an diesem Tag in Köstritz bei Gera für die Freunde der Musik und zu Ehren des bekannten Komponisten. Heinrich Schütz (1585-1672) war unter anderem der Komponist der ersten deutschen Oper „Dafne“, welche auf das Jahr 1627 datiert wurde.
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18.01.2015
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