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Ihre Suche nach Carl Zeiss erbrachte folgende Ergebnisse.
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01.11.1884 Edwin Morgner geboren
eboren am 1. November 1884 in Meerane/ Sachsen, war er der Sohn einer Arbeiterfamilie und lernte von 1899 bis 1903 Dreher. Nach Wanderschaft mit Arbeitsstätten in Solingen und Köln, machte er von 1905 bis 1909 in Gera Station, wo er Mitglied und Funktionär des DMV (Deutscher Metallarbeiter-Verband  war. Bereits im Jahr 1902 war er in die SPD eingetreten, beteiligte sich von 1907 bis 1909 als DMV-Funktionär, war maßgeblich an Streikaktionen beteiligt und wurde deswegen auf eine "schwarze Liste" der Unternehmer gesetzt. Seit 1907 war er mit Gertrud Müller (geborene Gertrud Morgner) verheiratet, beide übersiedelten 1909 nach Jena, wo er Dreher in den Optischen Werken von Carl Zeiss war. Im Jahr 1916 war er Mitbegründer der Spartakusgruppe in Jena. Edwin Morgner nahm als Delegierter am Gründungsparteitag der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) Ende 1918 in Berlin teil. Im Anschluss daran gründete er mit Gertrud Morgner die KPD-Ortsgruppe in Jena. Vom V. Parteitag 1920 für Thüringen in den Zentralausschuss gewählt, verließ er 1921 Jena und wurde Abnahmebeamter für Werkzeugmaschinen in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin. Seit 1931 lebte Morgner wieder mit seiner Frau zusammen und beide reisten im März 1932 in die Sowjetunion. Hier arbeitete er als Spezialist für Werkzeugmaschinen und Inspekteur für die Kontrolle von importierten Maschinen aus Deutschland. Als Politemigrant anerkannt, wurde er im Juli 1938 (offiziell wegen Personalabbaus) von seiner Funktion entbunden und fing als einfacher Kontrolleur für Schneidewerkzeuge in einem Moskauer Betrieb an. Morgner wandte sich mehrmals erfolglos wegen dieser unterqualifizierten Beschäftigung an sowjetische Behörden. In der Nacht zum 11.September 1941 wurde Edwin Morgner in Moskau verhaftet, die näheren Umstände seiner Verhaftung und seines Todes sind bis heute nicht bekannt. Gertrud Morgner erfuhr 1949 lediglich, das ihr Mann bereits am 31. Januar 1943 gestorben sei. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

17.07.1889 Curt Böhme geboren
er in Sayda im Erzgebirge geborene Curt Böhme war vom 9. September 1948 bis zum 19. Dezember 1956 Oberbürgermeister in Gera. Er verstarb einen Tag vor Heilig Abend im Jahr 1968 in Gera. Er musste sein Amt 1956 aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Am 7. Januar 1987 wurde eine Straße in Gera nach ihm benannt.
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24.11.1893 Erich Unger geboren
er Maler Erich Unger kam in Vieselbach bei Erfurt zur Welt. Ab 1924, fünf Jahre nach seiner Heirat, fand er seinen Lebensmittelpunkt in Gera. Von 1913 bis 1924 hatte er für den Carl Zeiss Konzern gearbeitet. Bis 1937 war er auch in Gera nicht künstlerisch tätig, sondern arbeitete als Prokurist für die Firma "Fahrzeughaus Mornhinweg" (später Ecke Heinrichstraße, Clara-Viebig-Straße) Danach entstanden zahlreiche Bilder über Gera, speziell vom als Arbeiterstadtteil Ostviertel. In den Jahren 1950-1962 malte er mehrmals sehr detailgetreu den später aus dem Stadtbild verschwundenen Roßplatz. Erich Unger, der Maler der gern Berge und Dächer erklomm um Draufsichten zu malen, verstarb hochbetagt am 9. Dezember 1987 in Gera.
04.04.1897 Hermann Schulze geboren
ermann Schulze, geboren in Gera-Untermhaus, war ein deutscher Kommunalpolitiker und Parteifunktionär (SPD) und Landtagsabgeordneter (KPD/KPO/SED), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Treuhänder. Schulze entstammte einer Arbeiterfamilie. Sein Vater war Weber und Gewerkschaftsaktivist. Schon als Kind war er Mitglied einer gewerkschaftlichen Arbeiter-Turnerschaft. 1911 trat er in die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ) ein und 1916 in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Nach dem Besuch der Volksschule hatte er den Beruf des Schlossers erlernt, den er in einem Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) sowie bei der Firma Carl Zeiss AG ausübte. 1916 nahm er an der Osterkonferenz der SPD und 1919 an der Gründungskonferenz der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) teil. In Gera gehörte er zu den Gründern der KPD-Ortsgruppe. 1920 beteiligte er sich an einem Aktionsausschuss zum Widerstand gegen den Kapp-Putsch und gehörte zu den Kämpfern bei den Auseinandersetzungen in Zickra bei Berga an der Elster. Sowohl in der Roten Hilfe (RH) wie im Rotfrontkämpfer-Bund (RFB) sowie in der Unterbezirksleitung nahm Schulze Parteifunktionen wahr. Von 1924 bis 1929 gehörte er dem Thüringer Landtag an. Seit 1925 war er Mitglied der KPD-Bezirksleitung und präferierte einen gewerkschaftsnahen Kurs. Das brachte ihm 1928 den Ausschluss aus der Partei ein, so dass er zur Kommunistischen Partei (Opposition) übertrat. Nach der Machtübergabe an die NSDAP wurde er kurzzeitig in "Schutzhaft" genommen, aber beteiligte sich danach weiter an der illegalen Arbeit der Geraer Widerstandsgruppe Wetzel-Gredinger-Frister, einer Gruppe linker Sozialdemokraten. 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und zur Bewachung von Kriegsgefangenen eingesetzt. Dabei machte er sich der Kollaboration mit dem Feind verdächtig und wurde verhaftet, aber wieder freigelassen. Als die NS-Herrschaft beseitigt war, meldete sich Schulze 1945 bei der wieder gegründeten SPD an und wurde Bürgermeister und Stadtrat in Untermhaus. 1946 nahm er am Vereinigungsparteitag in Gotha teil. Seit 1948 war er zunächst Treuhänder und später Angestellter in einem Färberei-Unternehmen. 1949 erteilte ihm die SED eine strenge Rüge und schloss ihn 1950 aus der Partei aus. Seine Verfolgten-Rente als Verfolgter des Naziregimes (VdN) wurde ihm aberkannt, aber seit 1953 wieder gewährt. Er verstarb am 11. September 1967 in Gera.
05.10.1898 Otto Schieck geboren
eboren wurde er am 5. Oktober 1898 in Großenlupnitz/Kreis Eisenach als Sohn der ledigen Arbeiterin Dorothea Schieck. Er lernte den Beruf eines Schlosser, wurde schon 1916 Mitglied des DMV (Deutscher Metallarbeiter Verband) und gehörte seit 1922 der KPD an. Von 1926 bis 1933 Mitglied war er des Betriebsrates, ab 1931 Mitglied der BL Thüringen, Ende 1932 Polleiter des UB (Unterbezirk) Eisenach. Im Juli 1932 wurde er als Abgeordneter im Wahlkreis Thüringen in den Reichstag gewählt, dem er ab November 1932 erneut angehörte. Auch im März 1933 gewählt, befand er sich aber bereits seit Ende Februar 1933 in der Illegalität und wirkte als Instrukteur in den UB Gera, Greiz und Altenburg. Ab Januar 1934 wirkte er als Politleiter für den Bezirk Halle-Merseburg In dieser Funktion wurde Otto Schieck am 26. März 1934 in Merseburg festgenommen, zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt und kam anschließend noch zwei Jahre ins KZ Sachsenhausen. Im Mai 1939 entlassen, arbeitete er als Monteur in Eisenach und hatte Verbindung zu Theodor Neubauer und Magnus Poser. Am 24. August 1944 wurde er erneut verhaftet und bis April 1945 als Häftling im KZ Buchenwald interniert. Nach der Befreiung des Lagers war er zunächst Leiter des Weimarer "Anti-Nazi-Komitees", dann von Juli 1945 bis Januar 1949 Landrat von Eisenach, später Kulturdirektor der SAG Carl Zeiss Jena, wo er im August 1952 wegen "Nichtdurchführung seiner Aufgaben als Kulturdirektor" abgelöst wurde. Otto Schieck erhielt eine Parteistrafe und musste sich für einige Monate als einfacher Angestellter "bewähren", dann war er  bis 1963 als Werkleiter, bzw. Direktor eines VEB tätig. Im Jahr 1973 erhielt er die Ehrenspange zum VVO (Vaterländischer Verdienstorden) in Gold. Otto Schieck starb am 4. März 1980 in Weimar. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

01.09.1915 Fritz Zergiebel geboren
ritz Zergiebel, auch Fritz Zerrgiebel war ein deutscher Fußballspieler, welcher in Gera zur Welt kam. Er begann seine Fußballkarriere 1927 als Zwölfjähriger im Geraer Stadtteil Pforten. 1933 wurde er Osterland-Meister mit Wacker Gera. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte er zunächst bei der Sportvereinigung Gera-Westvororte; 1949 stand er mit der BSG Gera-Süd im Finale des FDGB-Pokals. Von 1949 bis 1952 bestritt er für Gera insgesamt 81 Spiele in der DDR-Oberliga. Nach Beendigung seiner Spielerlaufbahn erwarb er an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig sein Trainerdiplom. Nach Trainerstationen u.a. in Hermsdorf, Jena und Aue (1955 bis 1958 Cotrainer bei Wismut Karl-Marx-Stadt, heute FC Erzgebirge Aue fungierte er von 1960 bis 1972 als Assistenztrainer von Georg Buschner beim SC Motor Jena (ab 1966: FC Carl Zeiss Jena). Er verstarb hoch betagt am 7. Oktober 2008 in Gera.
01.03.1923 Horst Pohl geboren
orst Pohl, geb. am 1. März 1923 in Breslau ist ein ehemaliger SED-Kommunalpolitiker und war von 1962 bis 1988 Oberbürgermeister der Stadt Gera. Er brachte es zur längsten Amtszeit eines Oberbürgermeisters in Gera. In Zeiten der DDR waren allerdings lange Amtszeiten etwas völlig normales im Leben von Politikern. (Stand Juli 2010)
Zusatzinformationen
04.01.1927 Hans Bentzien geboren
eboren wurde Hans Bentzien in Greifswald, sein Vater war ein einfacher Arbeiter. Er absolvierte die Volks- und Oberschule, legte dann die 1. Lehrerprüfung ab und wurde im Jahr 1944 erst zum RAD (Reicharbeitsdienst) und dann zur Wehrmacht eingezogen. Am 20. April1944, Hitlers 55. Geburtstag, wurde er Mitglied der NSDAP und geriet im Jahr 1945 in britische Kriegsgefangenschaft. Sofort nach Kriegsende in den Jahren 1945/46 trat er der KPD bei und nach dem Vereinigungsparteitag von KPD und SPD wurde er Mitglied der SED. In den unmittelbaren Nachkriegsjahren und noch vor der Gründung der DDR war er von 1946 bis 1948 Neulehrer in Greifswald. Ab dem Jahr 1948 und bis 1950 absolvierte er ein Studium der Geschichte an der EMAU (Ernst-Moritz-Arndt-Universität) Greifswald und der FSU (Friedrich Schiller Universität) Jena. Zeitweise war er dann Assistent des Kulturdirektors des VEB Carl Zeiss Jena, dann Instrukteur für Kultur der SED-LL Thüringen, 1. Sekretär der SED-KL Jena-Stadt, in den Jahren 1954 und 1955 Sekretär für Kultur und Volksbildung der SED-BL Gera als Nachfolger von Bruno Kiebs und ebenso zeitweise auch 1. Sekretär der SED-KL Jena-Stadt.

Zusatzinformationen
06.06.1930 Peter Pries geboren
eboren wurde Peter Pries in Potsdam, sein Vater arbeitete als Krankenpfleger. Nach der Volks- und Oberschule wurde Pries 1945 Hilfsarbeiter und Zeitungsfahrer bei der KPD-KL (Kommunistische Partei Deutschlands-Kreisleitung) in Ludwigslust, trat 1946 in die FDJ (Freie Deutsche Jugend) und in die SED ein, absolvierte ab 1948 die LPS (Landesparteischule) Klein Trebbow, war anschließend Jugendsekretär der SED-KL Ludwigslust, ab Oktober 1948 Jugendinstrukteur der SED-LL Mecklenburg und ab 1950 Sekretär für Kultur und Erziehung der FDJ-LL Mecklenburg. Dann wurde er Leiter der Abteilung Massenagitation der SED-LL Mecklenburg, machte zwischen 1950 und 1951 ein Studium an der PHS (Parteihochschule), war von 1951 bis 1952 Sekretär für Agitation und Propaganda der SED-LL Mecklenburg, in den Jahren 1952 und 1953 der 2. Sekretär der SED-BL Rostock, von 1953 bis 1954 Leiter der Abteilung Agitation des ZK der SED, zwischen 1955 und 1957 Parteiorganisator des ZK und 1. Sekretär der SED-BPO (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands-Betriebsparteiorganisation) Maxhütte Unterwellenborn, Mitglied des Büros der SED-KL Saalfeld, von 1956 bis 1960 Mitglied der SED-BL und ab 1957 Leiter des Büros der SED-BL Gera. Zwischen 1957 und 1960 war er 1. Sekretär der SED-BPO im VEB Carl Zeiss Jena und erhielt für seine Parteiarbeit 1959 den VVO (Vaterländischen Verdienstorden). Am 9. März 1960 beging er im Alter von nur 29 Jahren Suizid (Selbstmord), was aber in der Öffentlichkeit verschwiegen wurde. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

01.1939 Die Geraer Technischen Werkstätten
ereits im Jahr 1938 war an der Stadtteilgrenze zwischen Debschwitz und Lusan, abseits der städtischen Bebauungen, der Betrieb "Geraer Technische Werkstätten" von Carl Zeiss Jena gegründet worden. Schon im Januar 1939 waren dort über 200 Menschen beschäftigt und im Dezember waren es mehr als 500 Mitarbeiter. Im Jahr 1941 dann war die Zahl auf 1000 Arbeiter in der Geraer Rüstungsindustrie angestiegen. Nach der politischen Wende zu Ende des 20. Jahrhunderts entstand dort der Gewerbepark in der Keplerstraße.

03.10.1940 Kurt Zahn geboren
eboren wurde Kurt Zahn in Jena, sein Vater arbeitete als Handwerker. Zahn besuchte die Grundschule und machte von 1955 bis 1958 eine Ausbildung zum Kaufmann im VEB Carl Zeiss Jena. Nachdem er im Jahr 1955 in die FDJ eingetreten war absolvierte er zwischen 1960 und 1963 ein Fernstudium der Außenhandelswirtschaft und trat 1961 in die SED ein. Im Jahr 1963 wurde er 2. Sekretär,  1964 bis 1965 war er 1. Sekretär der FDJ-GO (Grundorganisation) im VEB Carl Zeiss Jena, von 1965 bis 1969 Sekretär, von 1969 bis 1974 dann 1. Sekretär der FDJ-BL Gera, Mitglied der SED-BL Gera und ab 1966 folgte für ihn ein Fernstudium an der PHS (Parteihochschule, was er als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler abschloss. Von 1971 bis 1977 war er Mitglied des Büros des ZR (Zentralrat) der FDJ, zwischen 1974 und 1977 war er Sekretär des ZR, von 1977 bis 1989 Sekretär des FDGB-Bundesvorstandes (FDGB – Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) und Mitglied seines Präsidiums. Von 1977 bis 1989 war er auch Mitglied des Präsidiums des DTSB (DTSB – Deutscher Turn- und Sportbund, zentrale für den Sport zuständige Massenorganisation der DDR), erhielt 1979 den VVO (Vaterländischer Verdienstorden) und wurde in der Zeit des politischen Umbruchs in der DDR im November 1989 aller Funktionen enthoben und arbeitete dann als 1990 Buchhalter. (Quelle: Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“)

09.03.1944 Michael Strempel geboren
ichael Strempel, geboren in Drasdo, war Fußballspieler in der DDR-Oberliga für Wismut Gera und den FC Carl Zeiss Jena. Er bestritt 15 Spiele in der Fußballnationalmannschaft der DDR. Im Sommer 1973 ging Strempel zur gerade in die DDR-Liga aufgestiegenen BSG Chemie Schwarza. Dort war er zunächst für 18 Monate Spielertrainer, stieg am Ende der Saison 1973/74 in die drittklassige Bezirksliga ab und war bis Ende 1974 auch dort noch als Spieler aktiv. Nur noch als Trainer schaffte er den sofortigen Wiederaufstieg, um dann allerdings ein Jahr später erneut absteigen. In den folgenden Jahren verhalf Strempel zwei weiteren Mannschaften zum Aufstieg: 1979 der BSG Fortschritt Pößneck und 1988 der BSG Elektronik Gera jeweils in die Bezirksliga Gera. In der Saison 1983/84 betreute er den DDR-Ligisten Motor Weimar, mit dem er am Ende der Saison absteigen musste. Beruflich war Strempel in dieser Zeit als Sportlehrer tätig. (Stand 2010)
1945 Entwicklung des Weidaer Fußballsports nach 1945
ie SG Weida beteiligte sich von 1946 bis 1948 am Spielbetrieb der Kreisliga Gera. Für die Spielzeit 1948/49 hatte sich die Sportgemeinschaft für die thüringische Landesklasse qualifiziert, verpasste aber als 3. der Staffel 1 die Teilnahme an der Thüringen-Meisterschaft. 1950 verpasste die ZSG Industrie auf Platz 9 die Qualifikation zur neu gegründeten zweitklassigen DDR-Liga. Fortschritt Weida gehörte 1952 zu den Gründungsmannschaften der Bezirksliga Gera, in der die Mannschaft bis 1958 meist in der oberen Tabellenhälfte vertreten war. 1958 wurde die Bezirksmeisterschaft gewonnen, die mit dem Aufstieg in die II. DDR-Liga verbunden war. Die damals dritthöchste Spielklasse der DDR mussten die Weidaer nach nur einer Saison wieder verlassen. In der Folgezeit agierte Fortschritt Weida bis Mitte der siebziger Jahre ausschließlich auf lokaler Ebene des Bezirk Gera. 1976 schafften die Thüringer als Dritter der Bezirksliga hinter den nicht aufstiegsberechtigten Reservemannschaften von Wismut Gera und Carl Zeiss Jena den Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga, in der sie sich über insgesamt acht Spielzeiten etablieren konnten. Nach der Verkleinerung der Liga von fünf auf zwei Staffeln im Jahr 1984 musste Weida wieder in die Bezirksliga absteigen. 1987 gelang noch einmal die Rückkehr in die Liga, aus der Fortschritt Weida nach nur einer Saison gemeinsam mit Kali Werra Tiefenort sowie der 2. Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena abermals abstieg. Das letzte Bezirksligajahr als BSG schlossen die Weidaer 1989/90 mit Rang 9 ab. Im DFB-Spielbetrieb wurde der FC Thüringen Weida 1990 in die Bezirksliga Ostthüringen eingegliedert. 1993 wurde der FC dort Meister und stieg in die Landesliga Thüringen auf. Nachdem drei Jahre lang der Klassenerhalt gelang, bedeutete 1997 Platz 15 den Abstieg in die Landesklasse. 2002 gelang die Rückkehr in die damals fünftklassige Thüringenliga, seit 2008 sechsthöchste Spielklasse im DFB-Spielbetrieb, aus der man jedoch 2010 wieder abstieg. 2012 wurde der FC Thüringen Meister der Landesklasse Ost. Auf den Wiederaufstieg in die Thüringenliga wurde jedoch aus finanziellen Gründen verzichtet.
12.02.1946 Harald Irmscher geboren
arald Irmscher begann 1955 bei der BSG Aktivist Karl Liebknecht Oelsnitz organisiert Fußball zu spielen. Bis 1962 durchlief er dort die Schüler- und Jugendmannschaften und wechselte danach zum DDR-Oberligisten BSG Motor Zwickau, wo er zunächst weiter im Nachwuchsbereich eingesetzt wurde und nebenher eine Elektrikerlehre absolvierte. Am 10. Oktober 1963 kam der 1,80 m große Mittelfeldspieler zu seinem ersten internationalen Einsatz, als er das erste seiner vier Juniorenländerspiele bestritt. Sein erstes Oberligaspiel bestritt Irmscher als halbrechter Stürmer am 9. August 1964 in der Begegnung Motor Zwickau - Lok Stendal (2:1). Nachdem er 1966 zum Fußball-Nationalspieler geworden war, erwartete der DDR-Fußballverband, dass sich Irmscher einem Spitzenklub anschließen würde. Dies erfolgte nach Beendigung der Oberligasaison 1967/68 mit dem Wechsel zum frisch gekürten DDR-Meister FC Carl Zeiss Jena. Mit den Jenaern wurde Irmscher 1970 DDR-Meister und in den Jahren 1972 und 1974 DDR-Pokalsieger. Nach 202 Oberligapunktspielen, 38 nationalen und 42 internationalen Pokalspielen beendete Irmscher 1976 sein Engagement beim FC Carl Zeiss. Er wechselte anschließend in die zweitklassige DDR-Liga zu Wismut Gera, wo er 1977 noch einmal für ein Jahr in die Oberliga aufstieg. Am Ende der Saison 1977/78 beendete Irmscher seine Laufbahn als aktiver Fußballspieler.
14.09.1946 Rainer Schlutter geboren
ainer Schlutter, geboren in Greiz bei Gera war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, der obersten Spielklasse des ostdeutschen Fußballverbandes. Mit dem FC Carl Zeiss Jena wurde er zweimal DDR-Meister und Pokalsieger. Er ist fünffacher DDR-Nationalspieler. Später arbeitete Schlutter als Fußballtrainer. Die Betriebssportgemeinschaften Chemie und Fortschritt in seiner thüringischen Heimatstadt Greiz standen am Beginn von Schlutters Fußball-Karriere. 1963 wurde er zum SC Motor Jena delegiert, dem Fußballschwerpunkt der Region. Dort spielte er zunächst in der Juniorenmannschaft und wurde zugleich in den Kader der DDR-Junioren-Nationalmannschaft aufgenommen.

Zusatzinformationen
09.09.1948 Rücktritt des Oberbürgermeisters
egen seiner Ernennung zum Landgerichtspräsidenten trat Doktor Bloch vom Amt des Oberbürgermeisters zurück. Ministerialdirektor Curt Böhme wurde durch die Stadtverordneten mit 49 Stimmen, bei 2 Enthaltungen, zum neuen Oberbürgermeister ernannt. Curt Böhme ( geb. 1889 gest. 1968) war von Beruf Feinmechaniker und arbeitete bis 1923 bei der Firma Carl Zeiss in Jena. Während des Zweiten Weltkrieges überlebte er seine Inhaftierung im Konzentrationslager in Buchenwald.
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1949 Die ersten Betriebsschutzkommandos
eit der Besetzung des Ostteils Deutschlands nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, der SBZ (Sowjetische Besatzungszone), wurde dort der Sozialismus nach sowjetischem Vorbild und die Betriebe verstaatlicht. Im Jahr 1949, als die DDR gegründet wurde, kam es zur Schaffung der ersten Betriebsschutzkommandos für die volkseigenen Betriebe. Teilweise waren dort auch Mitarbeiter der Kriminalpolizei integriert, die aber weiterhin der Abteilung des zuständigen VPKA (Volkspolizeikreisamt) unterstanden. So auch im VEB Carl Zeiss in Gera in der Keplerstraße und dem VEB Elektronik Gera.

01.01.1949 Die DDR im Jahr 1949
n diesem Jahr wurde am 7. Oktober die DDR gegründet. In der folgenden Zusatzinformation soll die DDR-Chronik dieses Jahres beleuchtet werden.
Gera wurde 1952 eine der 15 Bezirkshauptstädte.
Zusatzinformationen
14.06.1950 Werner Schorrig geboren
erner Schorrig war ein ehemaliger deutscher Fußballspieler (DDR). Für die BSG Wismut Gera spielte er in der Oberliga, der höchsten Spielklasse des DDR-Fußball-Verbandes. Schorrig wuchs in seinem Geburtsort Wolferode bei Eisleben auf und und begann dort auch bei der Kindermannschaft der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Stahl Wolferode organisiert Fußball zu spielen. Mit 15 Jahren wechselte er zur Nachwuchsabteilung von Stahl Eisleben, wo er zuletzt mit der in BSG Mansfeldkombinat umbenannten Mannschaft in der drittklassigen Bezirksliga Halle spielte. 1970 trat Schorrig einen dreijährigen Wehrdienst an und spielte während dieser Zeit mit der Fußballmannschaft der Armeesportgemeinschaft Vorwärts Stralsund in der zweitklassigen DDR-Liga. Nach der Beendigung seiner Armeezeit schloss sich Schorrig im Sommer 1973 der BSG Aufbau Schwedt an. Auch dort spielte er mit Ausnahme der Saison 1975/76, als Schwedt in die Bezirksliga abgestiegen war, in der DDR-Liga. Zur Saison 1977/78 wechselte Schorrig zum Oberliga-Aufsteiger BSG Wismut Gera, der sich mit einem neuen Stürmer verstärken wollte. Schorrig spielte von Beginn an in der Oberliga mit und etablierte sich im Laufe der Saison zum etatmäßigen Linksaußenstürmer der Geraer. Mit nur einem Tor in seinen 19 Oberligaeinsätzen blieb sein Erfolg mäßig, und seiner Mannschaft gelang es nicht, sich in der Oberliga zu halten. Mit nur einem Sieg und 21 Niederlagen stieg Wismut Gera nach nur einem Jahr Erstklassigkeit wieder in die DDR-Liga ab. Schorrig blieb noch drei weitere Spielzeiten bei der BSG Wismut, in der Saison 1979/80 wurde er mit 14 Punktspieltreffern Torschützenkönig seiner Mannschaft. 31-jährig verließ Schorrig nach Abschluss der Saison 1980/81 Wismut Gera und spielte 1981/82 noch ein Jahr in der DDR-Liga beim Aufsteiger BSG Stahl Silbitz. 1984 beendete er nach weiteren zwei Jahren mit Silbitz in der Bezirksliga seine Laufbahn als Leistungssportler. Anschließend betätigte er sich als Fußballtrainer unterklassiger Mannschaften wie Wismut Gera II, SV Carl Zeiss Gera und FC Thüringen Weida. Beim neuntklassigen Bezirksligisten TSV Gera-Westvororte war Schorrig mit 50 Jahren noch 2010 Spielertrainer.
03.08.1950 Gerhard Hoppe in Gera geboren
erhard Hoppe war ein bekannter Fußballspieler in der DDR. In der höchsten Fußballklasse des DDR-Fußballverbandes Oberliga spielte er für den FC Carl Zeiss Jena und die BSG Wismut Gera. Mit Jena gewann Hoppe zweimal den DDR-Fußballpokal, mit der Nachwuchs-Nationalmannschaft absolvierte er drei Länderspiele. (Stand September 2010)
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21.10.1950 Gerd Struppert geboren
erd Struppert war ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer. Für den FC Carl Zeiss Jena und die BSG Wismut Gera spielte er in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballverbandes. Struppert begann 1960 mit dem Fußball in den Jugendmannschaften des SC Motor Jena, aus dem sich 1966 der FC Carl Zeiss Jena entwickelte. Er spielte ab 1968 in der 2. Mannschaft des FC Carl Zeiss in der zweitklassigen DDR-Liga. Zu seinem ersten Einsatz in der Oberligamannschaft kam er am 25. Spieltag der Saison 1970/71, dem 12. Juni 1971. In der Begegnung Chemie Leipzig - FC Carl Zeiss (0:1) wurde der 1,77 m große Struppert anstelle des nicht einsatzbereiten Dieter Scheitler als Linksaußenstürmer aufgeboten. Auch am folgenden Spieltag spielte Struppert in der Oberliga, diesmal im Mittelfeld. Für die Saison 1971/72 wurde er offiziell für die Oberligamannschaft als Stürmer nominiert. Jedoch konnte er sich in der Mannschaft nicht gegen seine Stürmerkollegen Peter Ducke, Eberhard Vogel und Dieter Scheitler behaupten und kam nur in drei Oberligaspielen zum Einsatz, jeweils nur als Einwechselspieler. Außerdem bestritt er jeweils ein Spiel im UEFA- und im DDR-Pokal. Auch 1972/73 kam er nur zu drei Oberligaeinsätzen, nur einmal bestritt er eine Partie über die volle Spielzeit. 1973/74 wurde er in den Oberligaspielen des 6. und 12. Spieltages eingesetzt und war in einem UEFA-Pokalspiel dabei. Am Ende der Saison wurde er beim FC Carl Zeiss Jena ausdelegiert. Innerhalb von vier Spielzeiten hatte er lediglich dreizehn Pflichtspiele absolviert: 10-mal in der Oberliga, zwei UEFA-Pokalspiele und ein DDR-Pokal-Einsatz. Seine drei Pflichtspieltore erzielte er in den Oberligaspielen. Ab der Saison 1974/75 spielte Struppert für die BSG Wismut Gera in der DDR-Liga und entwickelte sich dort zum Stammspieler. Gleich in seiner ersten Geraer Saison wurde er mit zwölf Treffern Torschützenkönig seiner Ligastaffel. 1977 gelang der Mannschaft der Aufstieg in die Oberliga, Er war daran mit 13 Punktspielen und fünf Toren beteiligt. Mit Wismut Gera bestritt er 1977/78 seine fünfte Oberligasaison. Er absolvierte 22 Punktspiele und erzielte ein Tor. Struppert spielte stets im Angriff, in zahlreichen Begegnungen war er allerdings nur Einwechselspieler. Wismut konnte sich nur eine Saison lang in der Oberliga halten. In der DDR-Liga spielte Struppert mit der Geraer Mannschaft noch bis zum Ende der Saison 1979/80, danach beendete er seine Laufbahn als Fußballspieler.
17.08.1951 Fußballtrainer Konrad Weise geboren
onrad Weise war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballverbandes. Er spielte dort für den FC Carl Zeiss Jena, mit dem er dreimal Pokalsieger wurde. Weise ist 86-facher Nationalspieler und gewann 1976 Gold bei den Olympischen Spielen. Noch während seiner Zeit als Fußballspieler hatte Weise 1983 das Diplom eines Sportlehrers erworben. Damit brachte er die Voraussetzungen mit, künftig als Trainer arbeiten zu können. Sofort nach Beendigung seiner Spielerkarriere übernahm der FC Carl Zeiss Jena Weise als Trainer für den Nachwuchsbereich. Unter seiner Anleitung wuchsen Talente wie die späteren Nationalspieler Bernd Schneider, Jörg Böhme und Robert Enke heran. Später wurde Weise Assistenztrainer der Oberligamannschaft des FC Carl Zeiss. 1998 verließ Weise Jena und wurde beim Drittligisten FSV Zwickau unter Hans-Jürgen Dörner Assistenztrainer. 1999 übernahm er selbst den Posten des Cheftrainers, stieg aber nach einem Jahr in die Oberliga ab. Nach drei Jahren wurde seine Tätigkeit als Cheftrainer wieder beendet. Anschließend trainierte er bis 2005 den fünftklassigen 1. FC Gera 03.

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04.09.1951 Ulrich Kühn geboren
lrich Kühn war Fußballspieler in der DDR-Oberliga. In der höchsten Fußball-Liga der DDR spielte er für Wismut Gera und den Halleschen FC Chemie. Kühn war bis 1972 Torwart bei der TSG Apolda, mit der er zuletzt in der drittklassigen Bezirksliga Erfurt spielte. 1972 wechselte der 1,90 m große Torwart zum FC Carl Zeiss Jena und wurde dort bis 1976 in der 2. Mannschaft eingesetzt, die in der zweitklassigen DDR-Liga spielte. Nachdem die 2. Mannschaft infolge der Einführung der Nachwuchs-Oberliga in die Bezirksliga zurückgestuft wurde, verließ Kühn Jena und schloss sich dem DDR-Ligisten Wismut Gera an. Dort war er zunächst hinter Peter Winkler zweiter Torwart und bestritt in seiner ersten Geraer Spielzeit acht Punktspiele in der DDR-Liga. Wismut Gera schloss die Saison als Aufsteiger in die Oberliga ab. In seiner ersten Oberligasaison stand Kühn vom 7. Spieltag an im Tor der Geraer und wurde bis zum Saisonende dort regelmäßig eingesetzt, sodass er auf 18 Oberligaspiele kam. Wismut Gera konnte sich nur ein Jahr lang in der Oberliga behaupten. Im Sommer 1982 beendete Kühn aus gesundheitlichen Gründen seine Laufbahn als Leistungssportler.
15.12.1951 Udo Korn geboren
do Korn war Fußballspieler in der DDR-Oberliga. Dort spielte er sowohl für den FC Carl Zeiss Jena als auch bei der BSG Wismut Gera. Mit neun Jahren wurde Korn in die Kindermannschaft der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Wismut Gera aufgenommen. Er blieb zunächst bis zu seinem 23. Lebensjahr bei Wismut und spielte dort zuletzt in der zweitklassigen DDR-Liga. 1974 schoss er als bester Torschütze seiner Mannschaft die Geraer mit elf Treffern zum Staffelsieg, sie scheiterten jedoch in der Aufstiegsrunde zur Oberliga. Nachdem Wismut 1975 erneut in der Aufstiegsrunde unterlag, wechselte Korn im Sommer des Jahres zum Fußballschwerpunkt der Region, dem Oberligisten FC Carl Zeiss Jena. In Jena kam Korn nicht über die Rolle eines Ersatzspielers hinaus. Seinen Oberligaeinstand hatte er in der 58. Minute des 2. Spieltages am 27. August 1975 in der Begegnung FC Carl Zeiss - FC Karl-Marx-Stadt (5:0). Nach zwei weiteren Einwechslungen am 3. und 4. Spieltag stand er am 12. Spieltag beim Auswärtsspiel bei Chemie Leipzig (2:1-Sieg) als Mittelfeldspieler erstmals in der Anfangself, wurde aber nach der ersten Halbzeit ausgewechselt. Danach vertrat er zwischen dem 21. und 23. Spieltag den zur Armee einberufenen Helmut Stein jeweils über 90 Minuten als Libero. Nach diesem einjährigen Intermezzo mit nur sieben Oberligaeinsätzen wurde Korn wieder zur BSG Wismut Gera zurückdelegiert. Wismut hatte sich in der Saison 1975/76 mit Rang zwei weiterhin in der DDR-Liga-Spitze behaupten können. In der folgenden Spielzeit wieder mit Udo Korn wurde die Mannschaft erneut Staffelsieger und erreichte im dritten Anlauf seit 1974 als Zweiter der Aufstiegsrunde den Oberligaaufstieg. Korn war mit 25 Punkt- und Aufstiegsspielen maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt. Besonders in der Aufstiegsrunde hatte er mit seinen fünf Toren aufgetrumpft. Die Oberligasaison 1977/78 wurde für Wismut Gera zum Desaster, mit nur einem Sieg bei 21 Niederlagen stieg man nach nur einem Jahr wieder aus der Oberliga ab. Korn begann die Saison als Libero, wurde aber vom 8. Spieltag an als Stürmer eingesetzt und erzielte in 22 Punktspielen als bester Torschütze seiner Mannschaft neun der siebzehn Wismut-Tore.Anschließend spielte Korn noch bis zum Ende der ersten Halbserie der Saison 1981/82 mit Wismut Gera in der DDR-Liga. Später war er als Fußballtrainer tätig. 2008 führte er den Wismut-Nachfolger FV Gera Süd in die sechstklassige Thüringenliga.
24.03.1953 Ulrich Göhr geboren
lrich "Uli" Göhr kam in Triptis zur Welt und wurde ein bekannter Fußballer in der DDR. Im Jahr 1966 begann er seine Laufbahn in der Jugendabteilung von Carl Zeiss Jena und hielt dem Verein bis 1977 die Treue. 1972, im Alter von 19 Jahren, machte er seine erstes Oberligaspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Er spielte gegen Jürgen Sparwasser, welcher bei der Weltmeisterschaft 1974 das berühmte und einzige Tor im Spiel gegen die BRD erzielt hatte und damit Berühmtheit erlangte. Von 1978 bis 1985 spielte Uli Göhr für Wismut Gera und ging im Folgejahr zu Chemie Kahla. 1996 gelang ihm als Trainer der Aufstieg mit Kahla in die Oberliga. Später trainierte er in Zwötzen eine Mannschaft. Uli Göhr ist der Ehemann der bekannten Leichtathletin Marlies Göhr.
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07.09.1955 Gert Brauer geboren
ert Brauer war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, der höchsten Fußballklasse in Ostdeutschland. Er wurde vierfacher A-Nationalspieler und mehrfacher Nachwuchsnationalspieler. Brauer kam 1968 mit 13 Jahren in die Kindermannschaft der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Wismut Gera. Als Juniorenspieler wurde er 1971 zum FC Carl Zeiss Jena delegiert, dem Fußballzentrum der Region. Nach guten Leistungen in der Junioren-Oberliga wurde er 1973 Mitglied der DDR-Junioren-Nationalmannschaft, für die er am 27. Juni 1973 sein erstes Junioren-Länderspiel bestritt. In der Begegnung Finnland - DDR (0:3) spielte er auf der linken Abwehrseite. Bis zum Mai 1974 kam Brauer insgesamt 20-mal in Juniorenländerspielen zum Einsatz. Anschließend wurde er nahtlos in die Nachwuchs-Nationalmannschaft übernommen. 1978 gehörte er zur Nachwuchsauswahl, die in der U-21-Europameisterschaft Vizemeister wurde. In seinen 23 Nachwuchs-Länderspielen wurde er in der Regel als rechter Verteidiger eingesetzt. (Stand 2010)
07.09.1955 Gert Brauer geboren
ert Brauer, geb. am 7. September 1955 in Ronneburg bei Gera, war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, der höchsten Fußballklasse in Ostdeutschland. Er ist vierfacher A-Nationalspieler und mehrfacher Nachwuchsnationalspieler. Brauer kam 1968 mit 13 Jahren in die Kindermannschaft der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Wismut Gera. Als Juniorenspieler wurde er 1971 zum FC Carl Zeiss Jena delegiert, dem Fußballzentrum der Region. Nach guten Leistungen in der Junioren-Oberliga wurde er 1973 Mitglied der DDR-Junioren-Nationalmannschaft, für die er am 27. Juni 1973 sein erstes Junioren-Länderspiel bestritt. In der Begegnung Finnland - DDR (0:3) spielte er auf der linken Abwehrseite. Bis zum Mai 1974 kam Brauer insgesamt 20-mal in Juniorenländerspielen zum Einsatz. Anschließend wurde er nahtlos in die Nachwuchs-Nationalmannschaft übernommen. 1978 gehörte er zur Nachwuchsauswahl, die in der U-21-Europameisterschaft Vizemeister wurde. In seinen 23 Nachwuchs-Länderspielen wurde er in der Regel als rechter Verteidiger eingesetzt. Seinen Einstand in der DDR-Oberliga gab Brauer in der Saison 1973/74. Am 16. März 1974, dem 22. Spieltag wurde er in der 55. Minute des Spiels FC Carl Zeiss - 1. FC Lok Leipzig (2:2) eingewechselt. Am Gewinn des DDR-Fußballpokals 1974 war er nur mit einem Einsatz im Viertelfinale beteiligt. Bereits in der Spielzeit 1974/75 etablierte sich der 1,70 m große Brauer auf der rechten Abwehrseite als Stammspieler. Diese Position behielt er während seiner gesamt Zeit beim FC Carl Zeiss bei. Obwohl Brauer durchgehend solide Leistungen in Jena zeigte, dauerte es abgesehen von einem B-Länderspiel im Mai 1976, sechs Jahre, bis er auch für die A-Nationalmannschaft in Frage kam. Im Alter von 24 Jahren wurde er zum ersten Mal in einem A-Länderspiel eingesetzt. Im Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 1980 Polen - DDR (1:1) am 26. September 1979 gab er sein Debüt auf seiner Standardposition rechter Verteidiger. Auch die beiden folgenden Länderspiele, ebenfalls Qualifikationsspiele, sahen Brauer als Abwehrspieler. In seinem dritten Länderspiel DDR - Niederlande wurde nach einer 2:3-Niederlage die Nichtteilname der DDR bei der EM besiegelt. Eine vierte Chance erhielt Brauer am 7. Mai 1980 im bedeutungslosen Spiel DDR - Sowjetunion (2:2). Er musste jedoch bereits in der 7. Minute wegen einer schweren Knieverletzung vom Platz, und damit war seine Länderspielkarriere beendet. Gegen die Routiniers Gerd Kische und Konrad Weise hatte er keine Chance. Die Verletzung aus dem Länderspiel bewirkte, dass Brauer den Pokalgewinn 1980 des FC Carl Zeiss verpasste und insgesamt für zehn Monate ausfiel. Er hatte bis 1983 Schwierigkeiten, sich wieder beim FC Carl Zeiss zu behaupten. In der Saison 1981/82 bestritt er nur sechs, 1982/83 lediglich acht Oberliga-Punktspiele. Er hatte allerdings das Glück, in der entscheidenden Phase der besten Europapokal-Serie der Jenaer dabei zu sein. Ab Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger 1980/81 bestritt Brauer alle Spiele bis zum Finale, das Jena schließlich mit 1:2 gegen Dynamo Tiflis verlor. Erst mit der Spielzeit 1983/84 fasste er wieder Fuß und blieb bis 1986 wieder Stammspieler. Im Laufe der Saison 1986/87 beendete Brauer seine Laufbahn als Oberligaspieler in Jena. Er bestritt dort am 8. Spieltag, dem 18. Oktober 1986, in der Begegnung FC Carl Zeiss - BFC Dynamo (0:4) sein letztes Spiel. Es war sein 254. Oberligaspiel, bis dahin hatte er neun Tore erzielt. Im DDR-Pokal spielte er 43-mal für Jena (4 Tore), dazu kommen 33 torlose Europapokalspiele. Mit fast 32 Jahren wechselt Brauer zur Saison 1987/88 zum Oberliga-Aufsteiger Hallescher FC Chemie. Dort wurde er in den 13 Spielen der Hinrunde durchgehend als linker Verteidiger eingesetzt. Nach einer Pause von sieben Spieltagen absolvierte er zum Saisonschluss seine endgültig vier letzten Oberligaspiele und kam damit auf eine Gesamtbilanz von 271 Erstligaspielen. Nach dem Ende seiner Fußball-Laufbahn nahm der gelernte Werkzeugmacher eine Tätigkeit im Gastronomiegewerbe auf.
12.12.1955 Matthias Kaiser geboren
atthias Kaiser war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, der höchsten ostdeutschen Fußball-Liga. Er spielte dort für die BSG Wismut Gera und den FC Carl Zeiss Jena. Er kam 1965 in die Kinderabteilung der Fußballsektion der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Wismut Gera. Nach Abschluss seiner Schulausbildung absolvierte er eine Lehre zum Elektronikfacharbeiter. In der Saison 1976/77 gehörte er zur DDR-Liga-Mannschaft, die nach mehrfachen Anläufen den Aufstieg in die Oberliga erreicht hatte. Der 1,70 m große Kaiser war an diesem Erfolg mit 16 Spieleinsätzen und zwei Toren beteiligt. In der folgenden Oberligasaison wurde Wismut Gera mit 21 Niederlagen, vier Unentschieden und nur einem Sieg zum schlechtesten Absteiger der bisherigen Oberligageschichte. Nur Kaiser und sein Mittelfeldpartner Harald Irmscher bestritten alle 26 Punktspiele, wobei Kaiser ohne Torerfolg blieb. Nach dem Abstieg wechselte Kaiser zum Oberligisten FC Carl Zeiss Jena, kam dort aber nicht über die Rolle eines Ersatzspielers hinaus. Außerdem wurde seine Laufbahn zwischen 1980 und 1981 durch einen 18-monatigen Wehrdienst unterbrochen. Seine beste Saison beim FC Carl Zeiss hatte Kaiser 1981/82, in der er meist als Mittelfeldspieler 18 Oberligaspiele bestritt. Nachdem er in der Spielzeit 1982/83 bis zum 11. Spieltag nur sechs Oberligaspiele, davon nur drei über die volle Zeit, bestritten hatte, wurde Kaiser zum Jahresende 1982 zur BSG Wismut Gera zurückdelegiert. Während seiner vier Spielzeiten in Jena war er auf 41 Pflichtspiele mit zwei Toren gekommen. Davon waren 37 Oberligaspiele mit zwei Toren und jeweils zwei Einsätze im nationalen und Europapokal (1983). Bei Wismut Gera spielte Kaiser ab Anfang 1983 wieder in der DDR-Liga. Ende 1986 beendete Kaiser im Alter von 31 Jahren seine Laufbahn als Leistungsfußballer.
19.12.1956 Der erste Ehrenbürger nach 1945
urt Böhme, geboren am 17. Juli 1889 in Sayda, Erzgebirge und verstorben am 23. Dezember 1968 in Gera, war ein deutscher Politiker (SPD, später SED) und Oberbürgermeister der Stadt Gera von 1948 bis 1956. Der Sohn eines Sattlers absolvierte in Freiberg eine Ausbildung zum Feinmechaniker, ging dann auf Wanderschaft und wurde bei Carl Zeiss in Jena angestellt. Bereits frühzeitig engagierte er sich politisch; zu Ostern 1916 organisierte er mit Karl Liebknecht die "Osterkonferenz der Jugend" in Jena. Im Jahr 1944 wurde Böhme im KZ Buchenwald inhaftiert, wo er die Befreiung des Lagers am 11. April 1945 miterlebte. Er gehörte zu den Mitunterzeichnern des Buchenwalder Manifests. Ab 1945 übte er verschiedene Funktionen in der Thüringer Landesverwaltung aus und war 1946 maßgeblich an der Vereinigung von SPD und KPD zur SED beteiligt. Am 9. September 1948 wurde er von der Stadtverordnetenversammlung als Nachfolger Friedrich Blochs zum ersten SED-Oberbürgermeister von Gera gewählt. In seine Amtszeit fiel die Gründung der DDR am 7. Oktober im Jahr 1949. Am 19. Dezember 1956 wurde Curt Böhme von der Stadtverordnetenversammlung als Oberbürgermeister verabschiedet und zugleich, als erste Person nach 1945, zum Ehrenbürger der Stadt Gera ernannt.
12.06.1957 Matthias Domaschk geboren
atthias Domaschk, geboren am 12. Juni 1957 in Görlitz und am 12. April 1981 in Gera ermordet, war ein Vertreter der Bürgerrechtsbewegung der DDR und Stasiopfer. Am 10. April 1981 war er mit einem Freund unterwegs nach Ost-Berlin, um dort an einer Geburtstagsfeier teilzunehmen. Am gleichen Tag fand dort auch der X. Parteitag der SED statt, was zu erhöhter Wachsamkeit der Staatssicherheit und der Polizei führte. Mit der unsinnigen Begründung Domaschk und sein Begleiter hätten Störmaßnahmen gegen den Parteitag geplant gehabt, wurden beide im Zug festgenommen und am 11. April 1981 in die Stasi-Untersuchungshaftanstalt nach Gera verbracht, wo Matthias Domaschk aus bis in die Neuzeit unbekannten Gründen am 12. April 1981 verstarb. Die beteiligten Stasi-Leute weigerten sich auch Jahrzehnte nach dem Vorfall dazu Stellung zu nehmen, um den Tod des jungen Friedensaktivisten aufzuklären. Sein näheres Umfeld und seine Freunde gingen schon im April 1981 von Mord aus und verharrten später immer auf dieser Meinung.

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1961 Fußball-Geschichte in Gera
ach Jahren in unterklassigen Ligen des DDR-Bezirkes Gera stieg die 1. Männermannschaft der BSG Motor 1961 erstmals in die damals viertklassige Bezirksliga Gera auf. Nach dem für einen Neuling beachtlichen achten Platz unter zwölf Mannschaften reichte 1963 der noch bessere Platz sieben wegen der Reduzierung der Bezirksliga auf eine Staffel nicht mehr für den Klassenerhalt. Es dauerte zehn Jahre, bis sich die Mannschaft, die nun als TSG Gera Zwötzen antrat, wieder für die Bezirksliga qualifizieren konnte, die inzwischen zur 3. Spielklasse im DDR-Fußball geworden war. Die Spielstärke reichte aber wieder nur für drei Spielzeiten. 1980 unternahm es dann die BSG Modedruck Gera, sich in der Bezirksliga zu etablieren, doch nach weiteren drei Jahren musste sich die BSG endgültig wieder in die Niederungen des Bezirks-Fußballs zurückziehen. Ob als Fortschritt, TSG oder Modedruck standen die Zwötzener während des DDR-Fußballbetriebes stets im Schatten der von Uranindustrie geförderten BSG Wismut Gera, die mehrere Jahre in der Oberliga, der höchsten DDR-Fußballklasse spielte.

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01.01.1961 Die DDR im Jahr 1961
as Jahr des Mauerbaus. Die Mauer, die als antifaschistischer Schutzwall die DDR beschützen sollte wurde errichtet, um den DDR-Bürgern die Möglichkeit zu nehmen, die DDR legal in Richtung Westen verlassen zu können. Der Straftatbestand der „Republikflucht“ wurde von der DDR nun eingeführt. Offiziell sollte die Mauer gegen die Aggressoren aus dem Westen schützen, dabei wurden die DDR-Bürger nur eingesperrt. Jeder aus dem Westen konnte ungehindert einreisen, aber keiner aus der DDR ungehindert ausreisen. Verbrecher an der Macht.
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01.01.1965 Die DDR in Jahr 1965
as Jahr 20 nach dem so verheerenden Zweiten Weltkrieg. Mitteleuropa befand sich mitten im kalten Krieg. Die Fronten zwischen den Blöcken im Osten und im Westen waren verhärteter denn je. Der DDR-Regierungschef Walter Ulbricht vergreiste nun sichtlich und war als alter Stalinist zunehmend politisch isoliert. Zunehmend war auch sein Bauchumfang.
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15.09.1970 Carsten Klee geboren
arsten Klee ist ein deutscher Fußballspieler. Für den FC Carl Zeiss Jena und den FC Hansa Rostock spielte er Erstligafußball. Für den DDR-Fußball-Verband bestritt er 12 Nachwuchsländerspiele. Klee wurde in der Nachwuchsabteilung des Thüringer Fußballzentrums FC Carl Zeiss Jena groß. Bereits als Jugendlicher war er Nationalspieler in der U-16-Auswahl des DDR-Fußball-Verbandes und konnte sich bis zur U-18-Nationalmannschaft hocharbeiten. Von 1987 bis 1989 spielte er für den FC Carl Zeiss in der Junioren-Oberliga. Seinen ersten Auftritt im Männerbereich hatte Klee mit der 2. Mannschaft der Jenaer während der Saison 1987/88 mit einem Punktspiel in der zweitklassigen DDR-Liga. Anfang 1989 wurde er an den DDR-Ligisten Wismut Gera abgegeben, wo er bis zum September 1989 17 Zweitligaspiele bestritt und allein in seinen zehn Spielen der Hinrunde 1989/90 fünf Tore erzielte. Dies veranlasste den FC Carl Zeiss Jena, den 1,80 m großen Klee zurückzuholen, der bereits am 13. Oktober 1989 seinen Einstand in der DDR-Oberliga gab. (Stand 2012)
13.01.1976 Christian Hauser geboren
eine Karriere begann Christian Hauser bei der BSG Metall Gera. 1987 wurde er von der BSG Wismut Gera an die Kinder- und Jugendsportschule nach Jena delegiert und spielte dort in der Jugend des FC Carl Zeiss Jena. In der Saison 1995/96 rückte er in den Kader der ersten Mannschaft auf, die damals in der 2. Fußball-Bundesliga spielte. Am vorletzten Spieltag der Saison gab er sein Zweitligadebüt mit einer Einwechslung beim Auswärtsspiel gegen den VfB Lübeck. Bis 2002 bestritt er insgesamt 175 Pflichtspiele (20 Tore) für Jena, darunter 33 Spiele (2 Tore) in der zweiten Bundesliga. 1998 stieg Hauser mit Jena in die Regionalliga, 2001 in die NOFV-Oberliga ab. Nach zwei Jahren bei den Amateuren des FC Bayern München (2002-2004) wechselte er in die zweite Liga zu Dynamo Dresden. In der Saison 2008/09 spielt er beim 1. FC Gera 03 in der NOFV-Oberliga Süd. Am 20. Mai 2009 gab er bekannt, zum 1. Juli 2009 zum FC Carl Zeiss Jena zurückzukehren. Er erwog für die zweite Mannschaft spielen. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen gehörten der Thüringenpokalsieg 1999 und der Sieg im Sachsenpokal 2007.
12.1978 Die Stasi und die Strahlenkanone
ehrere Krebsfälle bei ehemaligen DDR-Dissidenten haben den Verdacht aufkommen lassen, die Staatssicherheit habe Oppositionelle in der Haft strahlenverseucht. Ähnliche Überlegungen gab es - und auch eine mysteriöse Röntgenkanone. Das Dosimeter lag in der "Effektenkammer" der Stasi-Untersuchungshaftanstalt von Gera in einem verschlossenen Schrank. Auf die Frage, wozu denn dieses Gerät da sei, drucksten die anwesenden Leute des gerade aufgelösten Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) herum, es gehöre "zum Apparat" im Nebenzimmer. Die wenigen Mitglieder des Geraer Bürgerkomitees, die an jenem 27. Dezember 1989 den berüchtigten Stasi-Knast in der Rudolf-Diener-Straße betraten, sahen dort aber zunächst einmal nichts Besonderes. Vor einer weißen Pappwand befand sich ein Stuhl aus der Gestapo-Zeit. Er ließ sich durch eine Hebelmechanik um genau 90 Grad drehen. So konnten die Wärter von den darauf sitzenden Gefangenen die üblichen Sträflingsfotos schießen: einige von vorn, einige von der Seite, jeweils mit Registriernummer. Ansonsten standen im Raum noch Scheinwerfer und Stative, mehr nicht. Bereits in den siebziger Jahren waren Stasi-Mitarbeiter zudem im Umgang mit Radionukliden und in "nichtmedizinischer Röntgentechnik" ausgebildet worden. Das geht aus einem anderen Dokument hervor, dem MfS-Jahresbericht der "Hauptabteilung XXII" von Januar 1979. Die Stasi-Leute arbeiteten - laut einer "Aufgabenstellung des Dienstbereiches 2" - "an der Anwendung radioaktiver Isotope".Ausgerechnet die MfS-Bezirksverwaltung Gera, Betreiberin der Strahlenkanone, zeigte sich nachweislich nicht zimperlich im Umgang mit radioaktiver Materie. Ihre "Abteilung 26" übergab im Dezember 1978 in der Geraer Stasi-Zentrale strahlendes Material an einen aus Jena angereisten MfS-Mann. Der benutzte es, um einem im Kombinat Carl Zeiss Jena tätigen Physiker kontaminierte Akten unterzuschieben. Der Agent sollte den Wissenschaftler mit Hilfe radioaktiver Spuren der Spionage überführen können. Er selbst durfte nur 20 Minuten Kontakt zu den gefährlich strahlenden Papieren haben.
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12.04.1981 Matthias Domaschk verstorben
atthias Domaschk wurde am 12. Juni 1957 in Görlitz geboren und am 12. April 1981 in Gera von der Staatssicherheit in der Rudolf-Diener-Straße in Haft bei der Staatssicherheit befindlich vermutlich ermordet. Die Umstände die zum Tod des 23-Jährigen geführt hatten, konnten nie restlos aufgeklärt werden. Er war ein Vertreter der Bürgerrechtsbewegung der DDR (Schwerter zu Pflugscharen) und später anerkanntes Stasiopfer.

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13.04.1981 Nach dem Tod des Friedensaktivisten
n der Geraer Staatssicherheits-Untersuchungshaftanstalt in Gera war der Jenaer Friedensakivist und Bürgerrechtler Matthias Domaschk ums Leben gekommen. Die Umstände seines Todes konnten nie ganz geklärt werden. Enge Freunde schlossen einen Selbstmord des jungen Mannes aus und gaben den Stasi-Schergen die Schuld am Tod. Gerold Hildebrand schrieb dazu folgenden Artikel.

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19.07.1985 Tobias Werner geboren
er Geraer Fußballer Tobias Werner spielte in der Jugend zunächst für den 1. SV Gera und ab 1998 für den FC Carl Zeiss Jena. Im Januar 2004 rückte er in die erste Mannschaft des FC Carl Zeiss auf. Er stieg mit Jena 2005 in die Regionalliga und ein Jahr später in die 2. Bundesliga auf. Im Mai 2008 wurde bekannt, dass Werner zum FC Augsburg wechselt. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2010. (Stand Juni 2010)
01.12.1985 Hallenfußball in Gera
n diesem Tag veranstaltete die BSG (Betriebssportgemeinschaft) Wismut Gera von 9.00 bis 15.00 Uhr in der Geraer Erwin-Pandorf-Halle das erste Hallen-Fußball-Turnier der Altersklasse 9/10 um den Wander-Pokal des Rates der Stadt Gera. An diesem Turnier nahmen unter anderem der BFC Dynamo, der FC Carl Zeiss Jena, der FC Karl-Marx-Stadt und der FC Rot-Weiß Erfurt teil.
03.08.1988 Die Ernst Abbe Straße entstand
n diesem Tag wurden die Baustraßen 4.4 und T2 sowie 4.2 im 2. Bauabschnitt des Neubaugebietes Bieblach Ost in "Ernst-Abbe-Straße" benannt. Ernst Abbe (23.01.1840-14.01.1905), ein Genie der modernen Optik, leitete schon im Alter von 27 Jahren die optischen Werkstätten des Universitäts-Mechanikus Carl Zeiss und entwickelte mit diesem die Grundlagen für die Herstellung von Linsen, welche die Mikroskoptechnik revolutionierten und die medizinischen Forschungserfolge dieses Jahrhunderts erst ermöglichte.
11.03.1992 Florian Trinks geboren
lorian Trinks, in Gera geboren, ist ein deutscher Fußballspieler. Er wird im Mittelfeld eingesetzt und wurde im Jahr 2009 U-17 Europameister. Trinks begann mit dem Fußballspielen bei den Geraer Dynamos bevor er als Neunjähriger zur Jugend des 1. SV Gera wechselte. Dort fiel sein Talent auf, so dass er 2004 in die Jugendmannschaft des höherklassig spielenden Lokalrivalen FC Carl Zeiss Jena wechselte. Im Jahr 2006 zog er weiter und wechselte zum SV Werder Bremen, bei dem er ins Fußballinternat einzog. Dort durchlief er die einzelnen Nachwuchsmannschaften und spielte sich parallel in die Jugendauswahlmannschaften des DFB. Im Sommer 2009 nahm er mit der deutschen U-17-Auswahl an der U-17-Europameisterschaft 2009 teil und gehörte zu den Stützen, die zum Finaleinzug beitrugen. Im Endspiel erzielte er in der Verlängerung den spielentscheidenden Treffer zum 2:1-Finalsieg über die Niederlande. Dieses Tor, ein direkt verwandelter Freistoß, wurde auch zum Tor des Monats Mai 2009 in der ARD-Sportschau gewählt. Im Frühjahr 2010 rückte Trinks erstmals in den Kader der U-23-Mannschaft von Werder Bremen auf und bestritt am 28. Spieltag der Drittligaspielzeit 2009/10 sein erstes Profispiel, als er beim 0:0-Unentschieden gegen den FC Ingolstadt 04 am 13. März 2010 für Tobias Kempe eingewechselt wurde. In der anschließenden Spielzeit wurde er fester Teil der U-23-Mannschaft unter Trainer Thomas Wolter und auch Mitglied der ersten Mannschaft unter Trainer Thomas Schaaf. Am 29. Januar 2011 gab er gegen den FC Bayern München sein Bundesliga-Debüt, als er in der 67. Minute für Marko Marin eingewechselt wurde. Am 27. Februar 2011 gab er im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen sein Startelfdebüt.
19.01.1993 Ein Gesellschaftervertrag in Gera
n diesem Tag wurde in Gera ein Gesellschaftervertrag für das Technologie- und Gründerzentrum Keplerstraße auf dem Gelände der ehemaligen Firma Carl Zeiss in Gera unterzeichnet.

29.09.1993 Ein erster Spatenstich in der Keplerstraße
uf dem ehemaligen Gelände der Firma Carl Zeiss in Gera in der Keplerstraße kam es an diesem Tag zum ersten Spatenstich für das neue Technologie- und Gründerzentrum, welches dann am 13. Januar 1995 eröffnet wurde.


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18.01.2015
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