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05.11.1541 Nikolaus de Smit geboren
ikolaus de Smit war ein Textilfabrikant, Zeugmacher und Kaufmann aus den damaligen Spanischen Niederlanden. Er war bereits als Kaufmann und Fabrikant tätig, als er 1585 vor dem Einmarsch der Spanier unter dem Herzog von Alba aus seiner Heimatstadt Doornik nach Brüssel fliehen musste. Alba forderte von den reformierten Bürgern, zu denen auch de Smit als Calvinist zählte, die Rückkehr zum katholischen Glauben.De Smit war zunächst in Leipzig tätig und traf 1594 auf der Leipziger Messe, auf der die Geraer Tuchmacher bereits seit 1436 vertreten waren, den damals 16 Jahre alten Balduin Conrad, welchen er später mit nach Gera nahm, ihn dort die Fortsetzung seiner kaufmännischen Ausbildung ermöglichte und ihn danach in seinem Handelshaus und den Werkstätten beschäftigte. Nikolaus de Smit 1595 siedelte nach Gera über, wurde hier schnell heimisch und gilt als Vater der Geraer Textilindustrie. Conrad selbst sollte später ebenfalls eine der größten Zeughandlungen und -färbereien in Gera besitzen und war von 1638-1649 einer der drei Bürgermeister der Stadt. Nikolaus de Smit verstarb hoch angesehen am 7. März 1623 in Gera.
04.01.1578 Balduin Conrad geboren
alduin Conrad war Kaufmann in Gera. Durch den Holländer Nikolaus de Smit gelangte er nach einer Messe in die Stadt. Man hatte sich zufällig kennen gelernt. De Smit bildete Conrad aus, der schließlich am 12. April 1649 in Gera als angesehener Bürgermeister verstarb. Am 16. Juni 1926 wurde eine Straße in Gera nach ihm benannt.
Zusatzinformationen
04.1594 Wie Nikolaus de Smit nach Gera kam
ikolaus de Smit war bereits als Kaufmann und Fabrikant tätig, als er 1585 vor dem Einmarsch der Spanier unter dem Herzog von Alba aus seiner Heimatstadt Doornik nach Brüssel fliehen musste. Alba forderte von den reformierten Bürgern, zu denen auch de Smit als Calvinist zählte, die Rückkehr zum katholischen Glauben. De Smit war zunächst in Leipzig tätig und traf 1594 auf der Leipziger Messe, auf der die Geraer Tuchmacher bereits seit 1436 vertreten waren, den damals erst 16 Jahre alten Balduin Conrad, welchen er später mit nach Gera nahm, ihn dort die Fortsetzung seiner kaufmännischen Ausbildung ermöglichte und ihn danach in seinem Handelshaus und den Werkstätten beschäftigte. Conrad selbst sollte später ebenfalls eine der größten Zeughandlungen und -färbereien in Gera besitzen und war von 1638-1649 einer der drei Bürgermeister der Stadt. Heinrich II. Posthumus empfing im Jahr 1595 Nicolaus de Smit in Gera.
1601 Wieder Bergbauversuche in Grobsdorf
rneut gab es, wie schon im Jahr 1578 dokumentiert, Versuche des Bergbaues in Grobsdorf durch eine Geraer Gesellschaft, die auch eine Schmelzhütte in Gera errichten ließ. Bereits zwei Jahre später stellte sie den Betrieb ein. Betreiber der Geraer Schmelzhütte war Balduin Conrad, der spätere Bürgermeister der Stadt Gera.
27.08.1606 Balduin Conrad Bürgermeister und Kaufmann
er Kaufmann und Handelsherr Balduin Conrad erwarb ein Grundstück bei der Schmelzhütte und gründete 1607 ein eigenes Handelsgeschäft. 1616 erhielt er ein landesherrliches Privileg zur Betreibung einer Schön und – Waidfärberei in der Schmelzhütte. Balduin Conrad wurde von Nikolaus de Smit nach Gera geholt. Neben dem großen geschäftlichen Erfolg seiner Handlung war Balduin Conrad auch lange Zeit Bürgermeister in Gera. Balduin Conrad wurde 1578 geboren und er verstarb 1649.
1616 Eine Färberei in der Schmelzhütte
ls Anfang des 17. Jahrhunderts der Bergbau allmählich zurückging, erhielt der spätere Geraer Bürgermeister Balduin Conrad in diesem Jahr ein landesherrliches Privileg, eine Schön- und Waidfärberei in der ehemaligen Schmelzhütte am Mühlgraben zu errichten.
1626 Ein neuer Bürgermeister
m Jahr 1626 wurde der Geraer Bürger Kaspar Habermann neuer Bürgermeister Geras. Er hatte für das 18. Jahrhundert gesehen eine recht lange Amtszeit hinter sich bringen können, denn er war neben Balduin Conrad, der 1638 Bürgermeister wurde, bis zum Jahr 1639 im Amt. Zu dieser Zeit war es üblich, gleiche mehrer Bürgermeister im Amt zu haben, um etwaigen Unstimmigkeiten und Korruptionsmöglichkeiten aus dem Weg zu gehen.
1639 Verkauf der Hausmühle
m Jahr 1639 erwarb Marie Magdalena Conrad, die Tochter des Geraer Kauf- und Handelsherren und auch Bürgermeisters Balduin Conrad die Hausmühle für 4000 Gulden. Aus dem Kaufbrief geht hervor, dass sie sich in gutem baulichen Zustand befand. "Das Mühlhaus war mit Ziegeln gedeckt und alles war mit Fenstern, Türen, Bändern und Schlössern wohl verwahrt." Sie verfügte über 6 gangbare Mahlgänge und eine gute Schneide- oder Brettmühle sowie eine Ölmühle.
1740 Eis beschädigte die Hausmühle
m Jahr 1639 hatte die Tochter des Geraer Kaufmanns und Bürgermeisters Balduin Conrad, Maria Magdalena Conrad die Hausmühle für 4000 Gulden erworben. Zu dem Anwesen gehörte ein Stall, in dem 10 Pferde und 12 Maulesel für den Transport des Korn und des Mehls unerlässlich waren. Im Jahr 1740 zertrümmerte das Eis eines der großen Wasserräder. Die Conradsche Familie bleibt in weiblicher Linie bis 1764 Mühlenbesitzer.
1757 Ein neuer Bürgermeister
hristian Gottfried Richter wurde in diesem Jahr neuer Bürgermeister in Gera. Erlöste Balduin Conrad ab, welcher auch ein bekannter Kaufmann in der Stadt war. Richter übte sein Amt von 1757 bis 1759 aus. Einen Oberbürgermeister gab es zu dieser Zeit in Gera noch nicht.
1764 Verkauf der Hausmühle
m Jahr1764 kauft der Müller Johann Georg Oberländer für 10000 Thaler die gesamte Mühle. Zuvor war sie seit dem Jahr 1739 im Besitz der Familie Conrad gewesen. Balduin Conrad war einst Kaufmann und Bürgermeister der Stadt und seine Tochter hatte das Anwesen erworben und bis 1764 weitervererbt.
1779 Unfall an der Hausmühle
ie Hausmühle gehörte zu den ersten Mühlen der Stadt und befand sich in Untermhaus. 1739 hatte die Tocher des Geraer Bürgermeisters Balduin Conrad, Maria Magdalena Conrad, das Anwesen gekauft und im Jahr 1764 ging sie an den Müller Johann Georg Oberländer. Im Jahr 1779 wurde der 18-jährige Trinks aus Dürrenebersdorf vom Schwungrad in der Hausmühle erfasst und in Stücke gerissen. Ein tragisches Schicksal, welches die Gefährlichkeit einer Mühle allzu deutlich vor Augen führte.
1803 Eine neue Druckerei
n diesem Jahr errichtete Ernst Weber in der ehemaligen Schmelzhütte und späteren Schön- und Waidfärberei (ab 1616) von Balduin Conrad, einem Geraer Bürgermeister, in dem Gebäude eine Kattundruckerei.
17.03.1803 Eine neue Textildruckerei
er Geraer Kaufmann und Industrielle Ernst Weber war zu dieser Zeit an mehreren Unternehmen in der Stadt beteiligt. Seit 1798 war er Mitinhaber der Firma Flanz, Weber & Co. und in diesem Jahr gründete er mit Johann Friedrich Oberländer die Kattundruckerei Oberländer, Weber & Co. auf dem ehemaligen Gelände der Geraer Schmelzhütte. Dort wo einst Balduin Conrad, Kaufmann und Bürgermeister Gera, 1607 sein Handelsgeschäft gegründet hatte. (Kattun ist sehr dichte Baumwolle)
01.11.1811 Weber übernahm die Firma
m Jahr 1803 wurde in Gera die Kattundruckerei Oberländer, Weber & Co. auf dem Gebiet der ehemaligen Geraer Schmelzhütte gegründet, wo im Jahr 1607 schon der Geraer Bürgermeister und Kaufmann Balduin Conrad sein Geschäftsdomizil hatte. Nun wurde Ernst Weber alleiniger Besitzer der Firma, welche anfangs noch als Kattundruckerei und später als Wollwarenfabrikation in Gera Bekanntheit erlangte.
23.09.1874 Die Richterstraße in Gera
enannt wurde die Geraer "Richterstraße" nach Johanna Christina Richter, einer geborenen Kretzsch (11.08.1710-26.01.1793). Sie war die Witwe des Bürgermeisters Christian Gottfried Richter (06.09.1709-17.08.1759). J.C.Richter war die einzige Tochter des 1711 verstorbenen reich begüterten Handelsherrn und Bürgermeister Heinrich Günther Kretzsch, des Miteigentümers der 1607 von Balduin Conrad, auch ein Geraer Bürgermeister, gegründeten Wollzeughandlung und Färberei. 1727 heiratete sie den Kauf- und Handelsherrn Johann Albrecht Bräuning aus Regensburg, welcher ebenso wie ihr Stiefvater Daniel Stamken aus Braunschweig in die Conrad´sche Handlung eintrat. Er verstarb aber bereits 1730 und zwei Jahre später ehelichte sie J.G. Richter, welcher aber auch, kaum 50 Jahre alt, bereits 1759 verstarb. Johanna Christina Richter war sehr sozial engagiert und stiftete 1784 ein Glocke für die Salvatorkirche.
27.05.1880 Zur Geschichte der Schmelzhüttenstraße
ie am 27. Mai 1880 benannte Schmelzhüttenstraße führte nur bis zur Talstraße und wurde in den folgenden Jahren bis zur Eisenbahnstraße verlängert. 1911 wurde auch das Schmelzhüttengässchen zwischen Mühlengasse und Reichsstraße begradigt und der Schmelzhüttenstraße zugeschlagen. 1998 wurde der zwischen Mühlengasse und Reichsstraße gelegene Teil der Schmelzhüttenstraße in "Ernst-Weber-Straße" umbenannt. Die Schmelzhüttenstraße wurde nach der im 16. Jahrhundert am Mühlgraben am Beginn der heutigen Ernst-Weber-Straße errichteten Schmelzhütte benannt, in der die bei Trebnitz gewonnenen Kupfer- und Silbererze verhüttet wurden. Als Anfang des 17. Jahrhunderts der Bergbau allmählich wieder zurückging, erhielt Balduin Conrad 1616 ein landesherrliches Privileg zur Errichtung einer Schön- und Waidfärberei in der ehemaligen Schmelzhütte am Mühlgraben. 1803 richtete Ernst Weber hier eine Kattundruckerei ein.
16.06.1925 Wie die Conradstraße entstand
ie Straße zwischen dem Kupferhammer und der Untermhäuser Straße wurde als Straße Nr. 4 in der Siedlung Schafwiesen an diesem Tag in Conradstraße benannt. Geehrt wurde damit der Geraer Händler Balduin Conrad, welcher einst bei Nikolaus de Smit in die Lehre gegangen war und eine Ausbildung zum Kaufmann erhalten hatte. Balduin Conrad (04.01.1578-12.03.1649) starb während seiner Amtszeit als Bürgermeister hoch angesehen in Gera.

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18.01.2015
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