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1191 Untermhaus wurde zum ersten Mal erwähnt
ie erste urkundliche Erwähnung: "Unterhaus" (1534 findet man die Bezeichnungen Underhaus und Underheuser in den Quellen). Seinen Namen verdankt Untermhaus mit großer Wahrscheinlichkeit seiner Lage, das Vorwerk bzw. die Vorbefestigung des Osterstein lag "unter dem Haus" (was keine andere Bezeichnung als die von den Geraern übliche für das Schloss bzw. die vorherige Burg war). Vermutlich entstanden Burg und Vorwerk schon im 10.Jh. (spätestens aber im 12.Jh.)
Zusatzinformationen
1350 Die alte Hausmühle
u dieser Zeit war der spätere Geraer Stadtteil Untermhaus noch eine kleine "Gesindesiedlung" an der Elster unterhalb des noch nicht vollständig erbauten Schloss Osterstein. Die Hausmühle, welche später dicht am Küchengartengebäude zu finden war, wurde erstmals urkundlich erwähnt. (Im April 1936 wurde sie abgerissen.)
1605 Das kulturelle Gera
as kulturelle Leben Geras ist gekennzeichnet durch eine rege Wechselbeziehung bzw. einen fruchtbaren Wettbewerb zwischen den geistig-künstlerischen Ansprüchen des reußischen Fürstenhauses und der kulturell aufgeschlossenen Bürgerschaft. Eine Blütezeit bedeutete die Regierung des Grafen Heinrich Posthumus (1572-1635). Zu seinen mannigfachen Verdiensten gehört die Errichtung des Gymnasiums Rutheneum als Landesschule (1605 begründet, 1608 eröffnet). Das Gymnasium, in dem die ma. Lateinschule aufging, wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein zum angesehenen Ort der Gelehrsamkeit, aber auch zur Pflegestätte einer ersten festen Theater- und Musiktradition in Gera. Als Liebhabertheater wurde es der Aufführungsort von Schuldramen, besonders unter Rektor Johann Sebastian Mitternacht, 1646-67 in Gera, und, in Verbindung mit der Hofkapelle, von Schulopern, namentlich unter Rektor Georg Ludwig Goldner, 1696-1741. Durch Angliederung einer in Personalunion mit der Stadtkirche verbundenen Kantorei erfuhr auch die geistliche Musik am Gymnasium lebendige Förderung. Im 2. Viertel des 18. Jh. schaltete sich das Bürgertum aktiv in die Musikpflege ein. Im Jahr 1745 trat erstmals die "Musicalische Gesellschaft" mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit. 1705 wurde in Gera Heinrich Gottfried Koch geboren, später Schauspieler und Theaterdirektor, ein leidenschaftlicher Verfechter der Idee eines klassischen deutschen Theaters (verst. 1775 in Berlin). Der zu den so genannten Romdeutschen gehörende Landschaftsmaler und Radierer Heinrich Reinhold, der 1825 in Rom starb, erblickte 1788 in Gera das Licht der Welt, neun Jahre zuvor sein Bruder, der Landschafts- und Bildnismaler Friedrich Philipp Reinhold, der später in Wien arbeitete und dort 1840 starb, begabte Söhne des in Gera wirkenden Porträtisten der Zopfzeit Johann Friedrich Leberecht Reinhold (geb. 1744, verst. 1807 in Gera). 1786 und 1787 richtete die Bürgerschaft einen Behelfsbau als ständiges Theater ein, der 1822 durch einen Massivbau in der Schlossstraße" abgelöst wurde. 1849 ging er in den Besitz der Fürsten Reuß über und wurde seit 1853 als "Fürstliches Hoftheater" geführt. Ein 1902 von Prof. Heinrich Seeling am Küchengarten errichteter, großzügiger Neubau mit einbezogenem Konzertsaal (1910 mit elektrischer Orgel ausgestattet) ist von 1918-45 als "Reußisches Theater" zu einer maßgebenden Stätte für Schauspiel, Oper und Konzert und zugleich zu einer wichtigen Nachwuchsbühne geworden. Seit 1945 führt das Haus den Namen "Bühnen der Stadt Gera". Zwischen 1911 und 1913 wurde das ehemalige Zucht- und Waisenhaus als Städtisches Museum eingerichtet und nach der Brandzerstörung von 1945 i. J. 1951/52 als "Museum für Kulturgeschichte" neu eröffnet, während die naturwissenschaftliche Sammlung 1950 im Schreiberschen Haus Aufnahme gefunden hatte.
27.10.1802 Kaffeetrinken in der Orangerie
ach dem Tod von Heinrich XXX. aus dem Haus Reuß-Gera am 26. April 1802, wurde die Orangerie am Küchengarten aufgegeben und das Gebäude erlebte einen wechselvollen Geschichte. Bereits im Oktober des Jahres erhielt der Hofgärtner Samuel Andreas Pabst die Erlaubnis in den nicht genutzten Räumen der nördlichen Seite des Mittelpavillons und auf der Gartenterrasse der Orangerie Kaffee ausschänken zu dürfen. Allerdings unter der Bedingung, dass Pabst nur gesittete und anständige Personen dort bewirte.
1805 Die Preußischen Truppen in Gera
icht nur das Schloss Osterstein diente den Preußischen Truppen welche in Gera ihr Winterquartier hatten, sondern auch die Orangerie am Küchengarten. Die ehemalige Fasanerie, von Heinrich XVIII. 1731 zur Fasanenzucht eingerichtet, gegenüber der Orangerie diente als Apotheke.
1805 Die Orangerie als Lazarett
eit dem Tod von Heinrich XXX. am 26. April 1802 erlebte die Geraer Orangerie am Küchengarten eine wechselvolle Geschichte. Zuerst diente sie dem ehemaligen Hofgärtner als Café und in den Jahren 1805/06 war sie zum Lazarett für die in Gera stationierten Preußischen Truppen umfunktioniert worden.
24.04.1834 Mit Stoffen wurde Geld verdient
er zu dieser Zeit erfolgreich ein Textilunternehmen, Handel oder auch Produktion, betrieb, konnte sehr viel Geld verdienen. So viel Geld das es für Aktienkäufe langte, wie es der Geraer Zeugfabrikant Christoph Mengel demonstrierte, indem er Aktionär des Geraer Schauspielhauses wurde. Es handelte sich hier allerdings nicht um das Geraer Theater am Küchengarten, denn das wurde erst 68 Jahre später eröffnet.
1843 Die Orangerie als Turnhalle
ie Geraer Orangerie am Küchengarten, ein im französisch-barocken Lustgartenstil zwischen 1729-1732 erbautes Anwesen, diente seit 1802 verschiedenen Zwecken und Zweckentfremdungen. Als Café, Lazarett oder auch für 10 Jahre als Kaserne. Von 1843 an war darin eine Schulturnhalle unter gebracht.
1870 Der Theaterumbau
eutschland befand sich zu dieser Zeit mit Frankreich im Krieg, Der Deutsch/Französische Krieg von 1870/71 war durch die bekannte "Emser Depesche" von Otto von Bismarck ausgelöst worden. Gera war nicht direkt davon betroffen, da die Schlachtfelder nicht in Thüringen zu finden waren. Daher nutzte man in Gera die Zeit und baute das Theater um. Das Geraer Theater befand sich noch auf dem "Theaterplatz" dem späteren Puschkinplatz. Das spätere Theater am Küchengarten wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1902) eröffnet.
1877 Die Parkstraße in Untermhaus
ie im Jahr 1877 benannte "Parkstraße" lag in Neu-Untermhaus und galt ab der "Paul-Felix-Straße" bis zur "Joliot-Curie-Straße". Sie lag zu dieser Zeit an der Untermhäuser Flur und hatte ihren Anfang am Küchengarten. Erst im Jahr 1991 bekam sie den Namen von Heinrich Laber, einem Konzertmeister.
31.12.1879 Wer wohnte wo in Gera
ier ist eine vollständige Einwohnerliste der Stadt Gera enthalten. Alle in Gera zu diesem Zeitpunkt gemeldete Personen mit ihrer Adresse und ihrem Beruf. Zu beachten ist, dass viele Eingemeindungen erst in den ersten 20 Jahren des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurden und so die Einwohner von Untermhaus, um ein Beispiel zu nennen, hier fehlen.
Zusatzinformationen
1884 Die Apothekervilla am Küchengarten
era erlebte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine fast einzigartige Blütezeit. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zum Zentrum der nordeuropäischen Stoff- und Tuchindustrie und teilte sich mit Krefeld den Titel "Reichste Stadt Deutschlands". Diese Blütezeit endete mit dem Zweiten Weltkrieg und der nachfolgenden DDR-Zeit. Geblieben sind Hunderte von repräsentativen Stadtvillen, in denen sich der große Wohlstand, aber auch der sehr hohe Anspruch der Bauherren in Stil, Bauweise und Bauästhetik widerspiegeln. In diesem Jahr wurde die Apothekervilla am Küchengarten errichtet.
1902 Gerüstwerk am Theater
bwohl das neue Geraer Theater am Küchengarten in Untermhaus bereits fertiggestellt war, waren noch viele Gerüstplanken und hölzerne Aufbauten am Gebäude zu erkennen. Die goldene Engelsfigur, "Genius" oder auch "Göttin der Wahrheit" und mehr als vier Meter hoch, musste noch angebracht werden. Mit den zu dieser Zeit noch üblichen Holzgerüsten war das ein recht gefährlicher Job für die Arbeiter in schwindelerregender Höhe. Die Figur hatte die Kriegswirren des Ersten und des Zweiten Weltkriegs im 20. Jahrhunderts aber wie durch ein Wunder fast unbeschadet überstanden.
18.10.1902 Errichtung des "Hoftheaters"
it dem nach Entwürfen von Heinrich Seeling (aus Berlin) errichteten Fürstlichen Hoftheater im Küchengarten in Gera einen repräsentativen Theaterbau.
Am 10. November wird der im gleichen Gebäude befindliche Konzertsaal in Benutzung genommen. Das nach 1918 in "Reußisches Theater" umbenannte Haus, erreicht in den zwanziger Jahren, durch die Förderung des Erbprinzen Heinrich XLV. Reuß, eine künstlerische Blütezeit.
Zusatzinformationen
1910 Charlie Chaplin in Gera
harles Spencer Chaplin (16.04.1889-25.12.1977) gastierte mit seinem Ensemble am Reußischen Theater in Gera am Küchengarten. Zu dieser Zeit war der 21-jährige Mime noch völlig unbekannt und tingelte mit einer kleinen Theatertruppe durch Europa. Die "Geraer Zeitung" berichtet von dem Ensemble nur aus dem Grund, da im Badegarten des Residenztheaters ein Schuss gefallen war, den ein Unbekannter dort abgegeben hatte. (Als ein Fotograf in der Anfangszeit der Tour de France das Peloton aufnehmen wollte, erwischte er einen der Variete´-Wagen von Chaplin in Frankreich. Auch dort war er unterwegs, bevor er seine Karriere in Amerika begründete.)
14.04.1913 Wie die Lortzingstraße entstand
ie Lortzingstraße ist im Stadtteil Heinrichsgrün zu finden. Dort wurde zu Ehren des Komponisten Albert Lotzing (23.10.1801-21.01.1851 eine Straße nach ihm benannt. Albert Lortzing war Berliner, gastierte aber im Jahr 1850 im alten Theater am Geraer Puschkinplatz. Das Reußische Theater am Küchengarten wurde erst im Jahr 1902 eröffnet.
31.05.1931 Theater auf dem Osterstein
icht nur im Reußischen Theater in Gera am Küchengarten, sondern auch auf dem Gelände von Schloss Osterstein fanden kulturelle Veranstaltungen statt. So war auf dem oberen Schlosshof an diesem Sonntag das "Nachfolge-Christi-Spiel" von Max Mell (1882-1971) zu sehen. Das Stück hatte der österreichische Dichter im Jahr 1927 verfasst und veröffentlicht und war in Gera in einer Sondervorstellung zu erleben. Der Kartenverkauf erfolgte durch das Pianohaus "Böhme & Sohn" in Gera.
1936 Geigenbau in Gera
era war nicht nur eine Stadt der Textilindustrie und des Maschinenbaus. Auch die sogenannte heitere Muse hatte einen Platz im Herzen Geras. Seit 1902 war das Reußische Theater am Küchengarten ein Anziehungspunkt für die zu dieser Zeit doch eher betuchte Bevölkerungsschicht. Aber auch der Instrumentenbau war in Gera beheimatet. Die später unter dem Namen "Geigenbau Thomas Niedan" bekannte Werkstatt hatte eine lange Tradition im Geraer Instrumentenbau. Erster Besitzer der Firma war der gelernte Maschinenschlosser Erich Niedan, welcher sein Handwerk noch von Robert Lüer gelernt hatte, einem Meister seines Faches, welcher im Jahr 1936 aber verstarb. Erich Niedans Sohn Rolf legte im Jahr 1956 seine Meisterprüfung ab, um den Betrieb als Familienunternehmen weiter führen zu können. Kurz darauf, noch im gleichen Jahr, übernahm er die Werkstatt. In den Jahren von 1983 bis 1985 erlernte dessen Sohn Thomas Niedan ebenfalls das Traditionshandwerk des Geigenbaus und erhielt 10 Jahre nach dem Gesellenbrief auch den Brief eines Meisters seines Fachs. Als Rolf Niedan im Jahr 2009 verstarb übernahm sein Sohn Thomas das Unternehmen und führte die Familientradition fort. Seit dem Jahr 2011 war auch die nunmehr vierte Generation in den Betrieb mit eingebunden, denn Mathias Niedan, Sohn von Thomas Niedan, welcher das Handwerk in den Jahren von 2005 bis 2009 noch bei seinem Großvater Rolf Niedan erlernt hatte, trat mit in den Betrieb ein und arbeitete gemeinsam mit seinem Vater Thomas in der Werkstatt. (Stand 0214)
30.03.1937 Das Reußische Theater feierte
m Jahr 1787 wurde das erste Geraer Theater unter der Egide der Reußen errichtet. Es befand sich am späteren Theaterplatz (danach als Puschkinplatz bekannt). Nun konnte der 150. Jahrestag des reußischen Theaters gefeiert werden. Das eigentliche reußische Theater stand seit 1902 am Küchengarten.
11.09.1942 Am Theater wurde gefeiert
m Jahr 1902 war am Geraer Küchengarten ein Theater errichtet worden und hatte das alte Theater am späteren Puschkinplatz abgelöst. Das Reußische Theater, das "Haus am Küchengarten" konnte nun auf 40 erfolgreiche aber manchmal auch recht beschwerliche Jahre zurückblicken.
06.04.1945 Die Geraer Bevölkerung litt schwer an den Luftangriffen
er schwerste Luftangriff auf Gera. Die in 7 Wellen abgeworfenen Spreng- und Brandbomben richteten schwere Zerstörungen (Markt, Johannisplatz, Brühl, Bachgasse und Bärengasse) am Hauptbahnhof, in Untermhaus und Pforten an.
Getroffen werden 300 Wohnhäuser, 54 Gewerbebetriebe (Geraer Zeitung, Cuba- Mühle, Oetzmann & Weyrauch), 21 öffentliche Gebäude (Schloß Osterstein, Städtisches Museum, das Kulissenhaus des Reußischen Theaters am Küchengarten)und etwa 20 Versorgungsbetriebe (Schlachthof, Kraftwerk, Hofgärtnerei), 1.000 Wohnungen wurden zerstört , 8.000 Menschen wurden obdachlos und 142 getötet.
1949 Der Biermannplatz entstand
eit 1946 hieß der Platz am Küchengarten "Lilly-Paul-Platz". Benannt nach einer Jüdin, die einst die geschiedene Ehefrau von Dr. Rudolf Paul, dem ersten Oberbürgermeister Geras nach dem Krieg war. Nachdem sich Rudolf Paul im September 1947 in die westlichen Besatzungszonen abgesetzt hatte, war der Name Paul nicht mehr tragbar. Der Platz wurde in "Biermannplatz" umbenannt. Max Biermann war der Vater von Lilly Paul.

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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