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16.03.1866 Die erste Agnesstraße
n diesem Tag wurde in Gera zum ersten Mal eine Straße nach Pauline Luise Agnes, Herzogin zu Württemberg (1835-1886) benannt. Sie war die Gemahlin von Fürst Heinrich XIV. Reuß jüngere Linie. Ab 1885 war eine "Agnesstraße" auch in Untermhaus zu finden, da Untermhaus noch nicht zu Gera gehörte und es keine Doppelbenennung war. Beide "Agnesstraßen" wurden 1946 umbenannt. Die in Untermhaus hieß künftig "Feuerbachstraße" und die in der Nähe der Laasener Straße "Mathilde-Wurm-Straße". Später besser bekannt als "Gagarinstraße".
31.12.1879 Wer wohnte wo in Gera
ier ist eine vollständige Einwohnerliste der Stadt Gera enthalten. Alle in Gera zu diesem Zeitpunkt gemeldete Personen mit ihrer Adresse und ihrem Beruf. Zu beachten ist, dass viele Eingemeindungen erst in den ersten 20 Jahren des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurden und so die Einwohner von Untermhaus, um ein Beispiel zu nennen, hier fehlen.
Zusatzinformationen
1885 Die Agnesstraße in Untermhaus
ie "Agnesstraße" in Neu-Untermhaus wurde nach Pauline Luise Agnes, Herzogin zu Württemberg (13.10.1835-16.07.1886) benannt. Sie war die Gemahlin von Fürst Heinrich XIV. Reuß jüngere Linie. Das Agneskreuz am Weinberg oberhalb der "Hohle" erinnerte noch in der Neuzeit an sie.
27.06.1887 Anna Schalscha in Gera geboren
nna Schalscha war eine geborene Bender und gehörte zu den Geraern jüdischen Glaubens. Während der NS-Diktatur wurde sie in Gera längere Zeit gemeinsam mit ihrer Tochter Edith Schmidt Lorenz unter Gestapo- Aufsicht gestellt. Beide mussten nach Anforderung der Gestapo (Geheime Staatspolizei) umziehen und siedelten von der Rudolf Farber Straße 1 in die Agnesstraße 4, dem Geraer Judenhaus, um. Im späteren Verlauf wechselten sie ihre Wohnung erneut und bezogen eine Bleibe in die Zschochemstraße 32. Am 21.7.1942 wählte Anna Schalscha, nach dem ihre Tochter in das KZ Auschwitz deportiert wurde, in einer verzweifelten Tat den Freitod. Seit dem 8. April 2009 erinnert in Gera am Museumsplatz ein "Stolperstein" des Kölner Künstlers Gunter Demnig an Anna Schalscha und ihre Tochter.
1899 Die Viktoriastraße in Untermhaus
m Jahr 1885 war in Neu Untermhaus die Agnesstraße benannt worden. 14 Jahre später entstand die Viktoriastraße. Nachdem am 1. Januar 1919 Untermhaus zu Gera eingemeindet wurde, gliederte man die beiden Straßen aneinander an. Die Agnesstraße ging auf die Gemahlin von Heinrich Reuß XIV jüngere Linie zurück und die Viktoriastraße erhielt ihren Namen von Kaiserin Viktoria (1840-1901) die Gemahlin von Kaiser Friedrich III.
1901 Die Villa Maurer wurde bezogen
ach dem Deutsch/Französischen Krieg von 1870/1871 gründete der Geraer Kaufmann Emil Otto Maurer zusammen mit seinem Geschäftspartner Gustav Adolph Fiedler eine Kammwollwarenweberei in Gera. Emil Otto Maurer wohnte zu dieser Zeit mit seiner Familie in der Adelheidstraße 2 (später die Clara-Zetkin-Straße) und Gustav Adolph Fiedler in der Schillerstraße 2. Fiedler verstarb recht früh, nach unterschiedlichen Angaben 1889 oder 1893, und Maurer nahm Friedrich Wilhelm Elenz als Teilhaber auf. Zur gleichen Zeit verzog Maurer nach der Louisenstraße 7 (nach Zusammenlegung der Adelheidstraße und der Louisenstraße wurden sie zur Clara-Zetkin-Straße) und erwarb 1898 ein Grundstück in der Agnesstraße (später Gagarinstraße). 1899 erfolgte dort die Grundsteinlegung für die Villa Maurer und 1901 konnte der Neubau mit der Hausnummer 14 bezogen werden. Maurer befand sich in guter Gesellschaft dort, denn die wohlhabenden Kaufleute Feistkorn und Münch hatten ihre Villen ebenfalls dort, denn sie waren seine beiden Nachbarn.
1929 In der neuen Agnesstraße
ie erste Straße, welche an Pauline Luise Agnes, Herzogin zu Württemberg der Gemahlin von Heinrich XIV. Reuß jüngere Linie erinnerte, befand sich von 1885-1889 in Untermhaus. Ab 1929 hieß die spätere "Gagarinstraße" "Agnesstraße". In jener neuen "Agnesstraße19" wurde in diesem Jahr die Privatklinik Schäfer errichtet. Bei dem Gebäude handelte es sich um einen Bau des bekannten Architekten Thilo Schoder (1888-1979).
01.01.1929 Die Thilo Schoder Klinik
m Jahr 1914 hatte der Geraer Arzt Dr. Ernst Schäfer die private Frauenklinik in der Luisenstraße 10, später Clara Zetkin Straße vom verstorbenen Dr. Grasemann übernommen und in dieser bis Ende 1928 praktiziert. An diesem Tag nun eröffnete er nach einer Bauzeit von 2 Jahren seine neue Klinik in der Agnesstraße, später die Gagrinstraße, in einem vom Bauhaus-Architekt Thilo Schoder entworfenen Bau. (Als die Adelheidstraße, der Adelheidplatz und die Luisenstraße zusammen gelegt wurden, bekam die ganze Straße den Namen von Clara Zetkin.)
01.1933 Nur noch 378 Juden in Gera
m Jahr 1933 lebten 378 jüdische Personen in der Stadt Gera. In den folgenden Jahren danach ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Am 28. Oktober 1938 wurden die in der Stadt zahlreichen sogenannten "Ostjuden" aus allen Stadtteilen abgeholt und zur Ausreise gezwungen. Sie wurden an die deutsch-polnische Grenze transportiert. Beim Novemberpogrom 1938 wurden die beiden Synagogen geschändet und demoliert. Die meisten der jüdischen Männer wurden verhaftet und in das KZ Buchenwald verschleppt. Bis 1939 wurden die letzten jüdischen Geschäfte "arisiert". Für die noch in der Stadt lebenden jüdischen Personen wurden sogenannte "Judenhäuser" eingerichtet. Das Haus der Familie Borenstein in der Schulstraße 16 ( Hußstraße), das Haus der Familie Birnbaum in der Agnesstraße 4 (Gagarinstraße) und das Haus Zschochernstraße 32. 1942 wurden noch 64 jüdische Einwohner gezählt. Die meisten von ihnen wurden bei zwei Deportationen in diesem Jahr in Vernichtungslager verbracht.
Zusatzinformationen
09.07.1936 Neubauten am Galgenberg
ie 36 neu errichteten Häuser am Geraer Galgenberg, später die Straße des Bergmanns, wurden an diesem Tag in Benutzung genommen. Außerdem wurde mit dem Bau von 62 Wohnungen in der Agnesstraße (später die Mathilde-Wurm-Straße und dann die Gagarinstraße) begonnen.
04.1938 Die Söhne von Max Biermann
achdem die Söhne von Max Biermann (1856-1922) Erich und Herbert Biermann (beide geb.1890) bereits zu Ende des Jahres 1935 das von ihrem Vater 1878 gegründeten Unternehmen (Textilkaufhaus) verpachten mussten, da sie es als Juden nicht mehr betreiben durften, ging es im April 1938 in den Besitz der Firma Braun & Co über. Erich Biermann gelang es, nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager Buchenwald, zusammen mit seiner Ehefrau in die USA aus zu wandern. Herbert Biermann hingegen war mit Hilde Sternefeld liiert, die er aber nicht heiraten konnte, da es ihm nach den Rassegesetzen verboten war eine "Nichtjüdin" zu ehelichen und auch sie hätte einen Arier heiraten müssen. Er wurde darauf hin in das Judenhaus in der Agnesstraße 4 eingewiesen und wanderte zu Beginn des Jahres 1940 nach Palästina aus. Seine deutsche Lebensgefährtin durfte nicht mit ausreisen und verstarb am 10. Oktober 1942 in den Milbitzer Heilstätten bei Gera.
30.04.1939 Ghettoisierung in der Innenstadt
ach dem an diesem Tag erlassenen "Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden" wurde auch in Gera damit begonnen, sogenannte "Judenhäuser" einzurichten. Davon gab es in Gera drei Stück. Das Haus der Familie Borenstein in der Schulstraße 16, später die Hußstraße, diente dem Zweck der Judenunterbringung nur kurz. Fünf der Mieter hatte man nach Polen ausgewiesen und sieben weitere hatten das Land verlassen. Die restlichen Mieter quartierte man in das Haus der Familie Birnbaum in der Agnesstraße 4, später die Gagarinstraße, um und deportierte sie im Jahr 1942. In der Zschocherstraße 32 welches zu dieser Zeit dem Rechtsanwalt Dr. Hauptmann gehörte, wurde bis zum Kriegsende Juden einquartiert. Durch weitere Deportationen wechselte die Mieterschaft des Hauses aber mehrfach, denn 1942 wurden an einem Tag einmal alle Bewohner deportiert und das Haus neu belegt. Vor dem Abtransport wurden alle Juden, deren Namen auf den Deportationslisten stand, kurzzeitig in Häusern des Franz-Patzer-Weg, später Dürrenebersdorfer Wand, umquartiert, welche als Sammellager dienten.
10.05.1942 Geraer Deportierte
b dem Herbst 1939 waren in Gera die 3 sogenannten "Judenhäuser" eingerichtet worden. Dort waren ausschließlich Juden untergebracht. An diesem Tag wurden in Gera 34 Juden deportiert. Es waren vornehmlich Mieter aus dem Judenhaus in der Agnesstraße. (später Gagarinstraße) Als Sammelstelle für die Deportierten diente der Platz hinter der Johanniskirche, auf dem sie unter unmenschlichen Bedingungen viele Stunden ausharren mussten, um danach dem Tod ins Auge zu blicken. So groß war der Hass der Nazis auf die Juden, dass sie diese Menschen erst psychisch und dann physisch brachen. Ein Regime, erbaut auf Hass und Angst. Charles Darvin hätte humanoid typisches Verhalten vermisst. Das waren keine Menschen, es konnten keine sein, da sie ihres Gleichen, den Juden als Mensch, vernichten wollten.
24.01.1946 Die Mathilde Wurm Straße in Gera
n diesem Jahr wurde die Geraer "Agnesstraße" in "Mathilde-Wurm-Straße" umbenannt. Mathilde Wurm (30.09.1874-01.04.1935), war eine konsequente Kämpferin für Frauenrechte und das Recht der Erwerbstätigkeit der Frau. 1933 war sie nach England emigriert, wo sie 1935 unter recht mysteriösen Umständen verstarb. Richtig bekannt wurde die Wurm-Straße erst, als sie am 16. April 1961 nach Gagarin benannt wurde. Da wurde noch der gesamte Name Gagarins verwendet, ab 1991 wurden die Vornamen weg gelassen.
13.05.1954 Gründung der AWG
m 13. Mai 1954 gründeten 32 Wohnungssuchende die erste Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) mit dem Namen "Union". Durch den Einsatz der Gründer konnte bereits im Dezember desselben Jahres das erste Richtfest in der Gagarinstraße 65-67 (damals noch Agnesstraße) gefeiert werden und im Dezember wurden die ersten 16 Wohnungen bezogen. Über die Jahre hinweg stieg nicht nur die Mitgliederzahl rasant an, sondern auch der Wohnungsbau von Gera kam in Bewegung, so dass viele Familien in den damaligen Plattenbauten ein neues Zuhause fanden. Mangel an Material und Kapazitäten führten bis zur Wende 1989 zu Problemen bei Reparaturen und Werterhaltung im Bestand der AWG. 1990 wurde aus der AWG "Union" die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) UNION eG, die zu dem Zeitpunkt über 104 Objekte mit insgesamt 3.544 Wohneinheiten verfügte, die in den folgenden Jahren modernisiert wurden. In den letzten 10 Jahren wurden außerdem 44,5 Millionen Euro in Modernisierung und Sanierung, Neubau, Wohnumfeldgestaltung und Instandhaltung investiert. Heute zählt die WBG Union eG 3.250 Mitglieder, verwaltet 3.266 Wohneinheiten und 38 Gewerbeeinheiten auf rund 205.000 Quadratmetern Wohnfläche und sorgt mit vielen weiteren Projekten für eine sehr gute Wohnkultur in den Stadtteilen von Gera.

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18.01.2015
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