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700 Entstehung des Geraer Siedlungsnetzes
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Weiterhin entstanden in der mittelalterlichen Umgebung Geras Haufendörfer in denen Häuser und Flurstücke unplanmäßig angeordnet waren. Da die Felder der wenigen Bauern, die in Haufendörfern lebten, nicht direkt an deren Häusern lagen, sondern außerhalb verstreut, war eine effektive Bebauung dieser Felder kaum möglich. Daraus ergab sich, daß meist Handwerker in solchen Dörfern lebten. Untermhaus jedoch war ein Sonderfall, da es trotz der Bannmeile Privilegien durch die Vögte innehatte. Es hatte die Aufgabe, Schloß Osterstein zu versorgen. Die ursprünglichen Dörfer waren slawische Dörfer, auch slawisch Rundling genannt. Man unterschied noch einmal zwischen Rundling mit Platzbildung und Radialdorf. Die Runddörfer hatten ihre Felder außerhalb verstreut. Die Kreisform bildete ein günstiges Verhältnis zu Umfang und Fläche, sowie eine geschützte Lage. Gunstfaktoren für die zahlreichen Siedlungen waren die vielen Nebenflüsse der Weißen Elster wie die Wipse, die genügend Wasser für den Ackerbau lieferten. Die höchste Konzentration an Siedlungen war links der Weißen Elster bis hin zum Kleinen Saarbach. Meist siedelten sich in den Dörfern Ministeriale an, dort wo besonders günstige Anbaubedingungen herrschten und viele Bauern lebten. So entstanden die Rittergüter. Die meisten mittelalterlichen Siedlungen, wie z.B. Liebschwitz, Zwötzen und Lusan im Geraer Umfeld sind über viele Jahrhunderte bis in die Neuzeit erhalten geblieben. Sie haben sich jedoch vergrößert und sind teilweise Ortsteile Geras geworden. Gera hat recht bescheiden und klein angefangen und sich im Laufe von Epochen zur Stadt entwickelt.
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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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