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1880 In die Baupläne geschaut
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Das Geraer Bahnhofsgebäude im 19. Jahrhundert

 

Im Keller


Im Kellergeschoss befanden sich links der großen Eingangshalle die Räume für den Betriebsinspektor, zwei Lufträume, eine Kohleraum, ein Putzraum und die Waschküche, ein kleines Büro und eine Wohnung. Und auf der rechten Seite des Kellergeschosses waren die Kellerräume für den Bahnhofsinspektor, ein Luftraum, eine Waschküche, der Kohlenkeller, eine Vorküche und die Küche für die Bahnhofsrestauration, zwei Räume für die Restauration und ein Vorratsraum untergebracht. Die bereiteten Speisen wurden noch bis ins 20 Jahrhundert hinein aus der bahnhofseigenen Kellerküche mittels eines kleinen Aufzuges in die oberen Gasträume transportiert, genauso wie das Geschirr dort seinen hin- und Rückweg nahm.


Das erste Obergeschoss


Im Ersten Stockwerk des Bahnhofsgebäudes waren dann noch folgende nicht minder wichtigen Räumlichkeiten untergebracht. Vom rechten zum Linken Gebäudetrakt gesehen waren dort ein Inventarraum, das Büro des Betriebsinspektors, eine Toilette, ein weiterer kleiner Büroraum, eine Wohnung, ein Konferenzzimmer untergebracht. Auf der rechten Seite des Bahnhofsgebäudes befand sich die Wohnung des Restauranteurs und die fünf Logierzimmer des Bahnhofshotels für die auswärtigen Gäste, welche auf ihre Anschlusszüge warteten und in Gera übernachten mussten.


Das zweite Obergeschoss


In der zweiten Etage befanden sich in der linken Gebäudehälfte ein Fremdenzimmer für Bahnmitarbeiter aus anderen Städten sowie die Wohnung des Betriebsinspektors und eine zweite kleinere Wohnung. Auf der rechten Hälfte wohnte der Bahnhofsinspektor und es gab dort weitere Logierzimmer des Hotels und noch einen Wirtschaftsraum.


Dieses neu gestaltete Gebäude war der ersten große Bahnhofsbau Thüringens. Die ebenfalls neu gestaltete Fassade wurde dem Empfangsgebäude des Magdeburger Bahnhofs nachempfunden. Baugeschichtlich muss das Geraer Bahnhofsgebäude in seiner Bauweise dem Neorenaissancestil zugeordnet werden.


Mike Strunkowski für die Gera-Chronik im Juli 2010

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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