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01.01.1983 Die DDR im Jahr 1983
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2. Januar 1983

Die katholischen Bischöfe schrieben einen Hirtenbrief, der auch Papst Johannes Paul II. (18.5.1920-2.4.2005) erreichte, um sich über die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft der DDR zu beschweren.

4. Januar 1983

Die Parteichefs der Warschauer Vertragsstaaten trafen sich. Es ging um ein Angebot „über den Verzicht auf Anwendung militärischer Gewalt“ an die Vertragsstaaten der NATO.

15. Januar 1983

Die statistische Zentralverwaltung der DDR teilte mit: Für 1982 betrug das produzierte Nationaleinkommen etwa 200 Milliarden Mark. Davon wurden 61,3 Mrd Mark zur Unterstützung der Verbraucherpreise bei Waren des Grundbedarfs, Mieten und Tarifen eingesetzt. Trotz des Wirtschaftswachstums von 3% war man hinter der Planerfüllung zurückgeblieben. Es gab Versorgungsprobleme bei Butter, Obst und Gemüse.

20. Januar 1983

Die erste Filmpremiere des Jahres in der DDR. Der Film „Der Aufenthalt“ nach einem Roman von Hermann Kant wurde gezeigt.

22. Januar 1983

Die DDR-Wintersportlerin Andrea Schöne wurde Europameisterin im Eisschnelllauf-Mehrkampf in niederländischen Eisschnelllauf-Mekka Heerenveen.

1. Februar 1983

Das wurde aber auch Zeit. In Potsdam im Marstall, nahe der Filmstadt Babelsberg, wurde an diesem Tag ein Filmmuseum eröffnet.

1. Februar 1983 

Im westdeutsche Dortmund im Ruhrpott, wurde die DDR-Eiskunstlaufikone Katharine Witt Europameisterin im Eiskunstlaufen. Im Paarlauf ging der Titel an das DDR-Paar Sabine Baeß und Tassilo Thierbach.

26. Februar 1983

Sie war während ihrer aktiven Laufbahn eine der Weltklasseathletinnen in ihrer Disziplin. Karin Enke wurde Sprintweltmeisterin im Eisschnelllauf im finnischen Helsinki.

10. März 1983

Bis zum 11. März fand die Tagung des ZK der SED mit den Generaldirektoren der 156 zentral- und 66 bezirksgeleiteten Kombinaten zur besseren Versorgung der Bevölkerung mit industriellen Konsumgütern statt.

17. März 1983

Die zweite Filmpremiere der DEFA des Jahres. Der Film „Das Luftschiff“ nach einem Roman von Fritz Rudolf Fries mit Jörg Gudzuhn in der Hauptrolle.

17. März 1983

Bei der Weltmeisterschaft im Skifliegen bis zum 20. März in Harachov sicherte sich der DDR-Wintersportler Klaus Ostwald den WM-Titel.

25. März 1983

Die DDR-Athletin Christa Rothenburger unterbot als erste Frau der Welt mit 39,69 s die 40 Sekundengrenze im Eisschnelllauf über 500m.

11. April 1983

Anlässlich des 100. Todestages von Karl Marx fand eine internationale Wissenschaftskonferenz unter dem Motto „Karl Marx und unsere Zeit – der Kampf für Frieden und sozialen Fortschritt“ statt.

24. April 1983

Die berühmte und nun restaurierte Wartburg bei Eisenach wurde an diesem Tag anlässlich des 500. Geburtstages von Martin Luther (1483-1546) wiedereröffnet.

22. April 1983

Schriftsteller aus Ost und West trafen sich in Ost-Berlin zur „2. Berliner Begegnung“ mit dem Themen Abrüstung und Frieden.

28. April 1983

Unter der Regie von Hermann Zschoche hatte der DEFA-Film „Insel der Schwäne“ nach dem Buch von Benno Pludra seine Premiere.

3. Mai 1983

Der DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker erhielt während eines Moskau-Besuches den „Lenin-Orden“ und den „Goldenen Stern eines Helden der Sowjetunion“.

12. Mai 1983

Auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz demonstrierten fünf Bundestagsabgeordnete der Fraktion der „Grünen“ für Abrüstung in Ost und West.

22. Mai 1983

Rund 250.000 Teilnehmer des Friedenstreffens der Jugend sozialistischer Länder demonstrierten in Potsdam gegen den Raketenbeschluss der NATO-Staaten.

27. Mai 1983

Es war eine der seltenen Co-Produktionen Der DDR mit der Volksrepublik Mongolei. Der Indianerfilm „Der Scout“ hatte Premiere.

1. Juni 1983

Die erste Vorsitzende der Schriftstellerverbandes der DDR, Anna Seghers (eigentlich hieß sie Netty Reiling 19.11.1900-1.6.1983), verstarb in Ost-Berlin.

17. Juni 1983

Als Nachfolger des am 10.11.1982 verstorbenen Leonid Breshnew wurde Juri Andropow (1914-1984) neuer Generalsekretär der KPdSU. Seit dem 12.11. 1982 war er schon Parteichef. Im Amt war er ganze 209 Tage, eh ihm Konstantin Tschernenko (1911-1985) folgte, der auch nur 390 Tage im Amt war.

28. Juni 1983

Die Angaben zur Religionsangehörigkeit wurde in der DDR veröffentlicht. Demnach gehörten 7,7 Millionen Bürger der Evangelischen Kirche, 1,2 Millionen der Katholischen Kirche und 200.000 anderen Religionsgemeinschaften an.

29. Juni 1983

Durch einen Kabinettsbeschluss übernahm die Bundesregierung die Bürgschaft für einen vom bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (1915-1988) vermittelten Bankkredit in Höhe von einer Milliarde DM an die DDR.

2. Juli 1983

Der Regisseur Frank Castorf machte mit einer Inszenierung von Heiner Müllers „Der Auftrag“ am Theater Anklam auf sich aufmerksam.

24. Juli 1983

Bei einem Besuch in der DDR bis zum 27. Juli wurde der bayrische Ministerpräsident Franz Josef Strauß von Erich Honecker im Schloss Hubertusstock am Werbellinsee empfangen.

5. August 1983

Die Jubiläumsfeier „60 Jahre Schleizer Dreieck“ besuchte bis zum 7. August 135.000 Zuschauer.

16. August 1983

Erstmals seit den Umwälzungen in Polen 1980 besuchte Erich Honecker wieder das Nachbarland. Es kam allerdings nicht zur erhofften Rücknahme der Reisebeschränkungen.

26. August 1983

Eine Ausstellung „Kunst der Reformationszeit“ im Rahmen der Luther-Ehrung im Alten Museum sahen bis zum 13.11.1983 160.000 Besucher. Zu sehen waren 750 Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Hans Holbein, Matthias Grünewald und Tilmann Riemenschneider.

10. September 1983

Zum fünften Mal schon ging der Europapokal im Siebenkampf an die DDR. Den Titel holten Ramona Neubert, Kristine Nitzsche und Sibylle Thiele.

15. September 1983

Zum ersten Mal wurde ein Regierender Bürgermeister von West-Berlin, in dem Fall Richard von Weizsäcker, durch den Staats- und Parteichef , Erich Honecker, in Ost-Berlin empfangen.

16. September 1983

Die DDR-Sportschützin Marlies Helbig gewann die Weltmeisterschaft im Sportschießen im österreichischen Innsbruck.

24. September 1983

Zum dreißigjährigen Bestehen der Kampfgruppen der DDR fand auf der Berliner Karl-Marx- Allee ein Appell von 10.000 Angehörigen der bewaffneten Arbeiterformation statt.

5. Oktober 1983

Österreichischen Journalisten gegenüber kündigte Erich Honecker den Abbau von Selbstschussanlagen an. Die Arbeiten wurden am 30.11.1984 beendet.

10. Oktober 1983

An diesem Tag schrieb Erich Honecker einen Brief an Bundeskanzler Helmut Kohl und rief ihn zu einer „Koalition der Vernunft“ auf.

17. Oktober 1983

An diesem Tag verstarb der Volks- und Rennsteigsänger Herbert Roth in der DDR. Sein „Rennsteiglied“ machte den eigentlichen gelernten Friseurmeister in der ganzen DDR berühmt.

25. Oktober 1983

Der westdeutsche Rocksänger Udo Lindenberg und das Panikorchester traten im Rahmen einer Veranstaltung zur Friedensmanifestation im Palast der Republik auf.

29. Oktober 1983

Am Theater in Schwedt war an diesem Tag die Uraufführung von Ulrich Plenzdorfs Stück „Legende von Glück ohne Ende“.

9. November 1983

An diesem Tag fand die offizielle Festveranstaltung des staatlichen Lutherkomitees in der Deutschen Staatsoper statt.

24. November 1983

Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands wählte Egon Krenz als nunmehr jüngstes Mitglied in den engsten Kreis der Parteiführung.

26. November 1983

In Torgau wurde der Amerikaner Joseph Polowsky, ein Soldat der Patrouille, die 1945 als erstes auf die sowjetischen Soldaten traf, beigesetzt.

27. November 1983

Es gab wieder eine DEFA-Kinderfilm-Premiere in der DDR. Das berühmte Kinderbuch „Moritz in der Litfasssäule“ nach einer Vorlage von Christa Kozik wurde als Film gezeigt.

12. Dezember 1983

Bei seinem Aufenthalt in der französischen Hauptstadt Paris bis zum 13. Dezember weihte der DDR-Außenminister Oskar Fischer dort das Kulturzentrum der DDR ein.

22. Dezember 1983

Christoph Heins „Die wahre Geschichte des Ah Q“ am Berliner Deutschen Theater unter der Regie von Alexander Lang hatte Uraufführung.

Die Sportler des Jahres 1983

Marita Koch, Uwe Raab und die Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen wurden von über 2 Millionen Sportfans zu den Sportlern des Jahres gewählt. Joachim Streich wurde der Fußballer des Jahres.

Die Fernsehlieblinge des Jahres 1983

Hartmut Schulze-Gerlach (Muck), Klaus Feldmann, Herbert Köfer, Petra Kusch-Lück, Heinz Florian Oertel, Walter Plathe, Lutz Jahoda, Helga Hahnemann und Heinz Rennhack.

Die Bestseller des Jahres 1983

„Berichte von Hinze und Kunze“ von Volker Braun
„Ein Hexenroman“ von Irmtraut Morgner
„Der Laden 1“ von Erwin Strittmatter
„Kassandra“ von Christa Wolf

Die Hits des Jahres 1983

„No Bomb“ von Berluc
“Glastraum” von City
“Sehnsucht” von Puhdys
„Mont Klamott“ von Silly
„Wir sind die Sonne“ von Stern Meißen
„Denk daran“ von Dialog
„Die wundersame Geschichte von Gabi“ von Pankow
„Erna kommt“ von Wolfgang Lippert

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18.01.2015
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