Rolle oben
01.01.1951 Die DDR im Jahr 1951
<<< zurück zur Chronik

Das Jahr 1951

1. Januar 1951

Der erste Fünfjahrplan wurde begonnen. Symbolischer Akt war die Grundsteinlegung für den Hochofen im Eisenhüttenkombinat Ost durch Minister Fritz Selbmann.

2. Januar 1951

An diesem Tag erfolgte im sächsischen Freital die feierliche Grundsteinlegung für das neu zu errichtende Edelstahlwerk.

11. Januar 1951

In der Zeit bis zum 14. Januar fanden in Oberhof die 1. DDR-Meisterschaften im Wintersport der Organisation der "Jungen Pioniere" statt.

13. Januar 1951

Die LEUNA-Werke, der größte Produktionsbetrieb der DDR, erhielt seinen neuen Ehrennamen und hieß nun "Walter Ulbricht".

19. Januar 1951

Nun gab es ein Staatssekretariat für das Hochschulwesen. Marxismus-Leninismus und Russisch wurde Pflichtfächer und das Studienjahr wurde zehnmonatig.

21. Januar 1951

Im Staatstheater Dresden wurde unter der Regiearbeit von Martin Hellberg Pogodins "Das Glockenspiel des Kreml" deutschlandweit erstaufgeführt.

23. Januar 1951

Bis zum 28. Januar des Jahres fanden die 1. DDR-Jugendmeisterschaften im Wintersport im Ort Altenberg-Geising.

31. Januar 1951

Die Mitglieder der DDR-Volkskammer appellierten an diesem Tag vergeblich an den westdeutschen Bundestag mit den Worten "Deutsche an einen Tisch".

23. Februar 1951

Nun gab es den ersten Hoffnungsschimmer in der DDR, denn die Rationierung der Textilien wurde an diesem Tag aufgehoben.

3. März 1951

Wieder einmal war eine DEFA-Filmpremiere in der DDR. Der Film "Sonnensucher" über den Uranabbau bei der Wismut wurde uraufgeführt.

17. März 1951

Die Uraufführung der Brecht/Dessau Oper "Das Verhör des Lukullus" wurde gefeiert und dann abgesetzt. Die SED war gegen die Formalismus von Kunst und Literatur.

25. März 1951

Erika Fuchs hieß die Gewinnerin des ersten Straßenradrennens für weibliche Teilnehmer in der Deutschen Demokratischen Republik über 22 Kilometer.

22. April 1951

Im Roten Rathaus in Berlin wurde das Nationale Olympische Komitee gegründet. Präsident wurde der Leichtathlet Kurt Edel und Generalsekretär wurde Heinz Dose.

26. April 1951

Der Ministerrat übertrug die Leitung und Kontrolle der Sozialversicherung dem FDGB. Die Sozialversicherungsanstalten der Länder wurden aufgelöst.

27. April 1951

Das "Deutsche Sportecho" kürte nach einer Umfrage die Fußballer Fritz Gödicke und Werner Oberländer zu den "populärsten Sportlern" der DDR.

5. Mai 1951

An diesem Tag fand in der DDR die erste Sportärztetagung statt. An dieser Veranstaltung nahmen 120 Ärzte teil.

8. Mai 1951

Im Gegensatz zum NOK der DDR wurde das NOK der BRD in Wien auf der 45. Tagung des IOC anerkannt. Es wurde ein gesamtdeutsches Komitee verlangt.

11. Mai 1951

Der Film "Das Beil von Wandsbeck" hatte seine Kinopremiere in der DDR und wurde nach wenigen Vorstellungen gleich wieder verboten.

16. Mai 1951

Der erste Deutsche Kulturkongress wurde in Leipzig mit Teilnehmern aus beiden deutschen Teilen feierlich eröffnet.

26. Mai 1951

An der Rostocker Universität wurde die Schiffsbautechnische Fakultät im Beisein des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, eröffnet.

3. Juni 1951

Das war eine Sportpremiere, denn DDR-Sportler nahmen zum ersten Mal am internationalen Eifelrennen auf dem Nürburgring teil.

4. Juni 1951

Das Bühnenstück "Die Verbündeten" von Alfred Kantorowicz wurde in Berlin an den Kammerspielen uraufgeführt. Die Regieführung hatte Wolfgang Heinz.

5. Juni 1951

Der Zentralrat der FDJ übergab unter Vorsitz Honeckers sein "Stalin"-Aufgebot in Vorbereitung der Weltjugendspiele. Die Erfüllung der Pläne war Hauptinhalt.

26. Juni 1951

Die Bundesregierung verbot die sozialistische FDJ und und begründete das Verbot mit der Verfassungswidrigkeit der Jugendorganisation.

12. Juli 1951

In der DDR herrschte per Gesetz die Vollbeschäftigung. Somit wurden an diesem Tag die Arbeitsämter der DDR abgeschafft.

3. August 1951

Der Personenkult um den Sowjetdiktator nahm erste Formen an. In Berlin wurde das ertse Stalin-Denkmal enthüllt.

5. August 1951

Schmalspurbahnen gab es bald in der ganzen DDR. In Leipzig wurde an diesem Tag die zweite Parkeisenbahn der DDR eröffnet.

19. August 1951

Seit dem 5.8. fanden in Ost-Berlin die III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt. 2 Millionen Deutsche und 26.000 Delegierte aus 104 Ländern nahmen teil.

16. August 1951

Der Ministerrat der DDR beschloss die Gründung eines "Amtes für Literatur", um unter anderem Druckgenehmigungen zu erteilen.

24. August 1951

Laut Ministerratsbeschluss vom 22.2. wurde der Studentensport an allen Universitäten und Hochschulen der DDR zunächst für die ersten 2 Semester angeordnet.

31. August 1951

Der DEFA-Film "Der Untertan" nach dem Roman von Heinrich Mann von Wolfgang Staudte hatte Premiere. Der Film wurde später in Karlovy Vary prämiert.

15. September 1951

Ein Appell der Volkskammer an den Bundestag zur Beratung für gesamtdeutsche Wahlen und den Abschluss eines Friedensvertrages scheiterte an den Forderungen der DDR.

20. September 1951

In Berlin wurde das Interzonenhandelsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, das Berliner Abkommen, unterzeichnet.

20. September 1951

Nach achteinhalb Monaten Bauzeit wurde der erste Hochofen des Eisenhüttenkombinates Ost angeblasen. Bis 1954 folgten 5 weitere Hochöfen.

27. September 1951

Zwischen der DDR und der UdSSR wurden Handelsabkommen für die Jahre 1952-55 und ein Abkommen über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit abgeschlossen.

8. Oktober 1951

In der DDR wurden die Rationierung aller Produkte bis auf Fleisch, Fett und Zucker aufgehoben und Preissenkungen für Textilien und Backwaren eingeleitet.

15. Oktober 1951

In Calbe in der DDR wurde der weltweit erste Niederschachtofen in den sozialistischen Produktionsprozess eingebunden.

24. Oktober 1951

Auf der Jahreshauptversammlung des deutschen PEN-Zentrums spaltete sich die bisher gesamtdeutsche Schriftstellervereinigung in ein Ost- und ein West-Zentrum.

7. Dezember 1951

Bis zum 8. Dezember fand in Berlin die Gesamtdeutsche Sportkonferenz statt. 700 Teilnehmer hatten für die Veranstaltung ihr Kommen gemeldet.

14. Dezember 1951

Wieder war eine Filmpremiere der DEFA in der DDR. Der Kinofilm "Die Meere rufen" von Kurt Jung-Alsen und Martin Flörchinger wurde uraufgeführt.

21. Dezember 1951

Das Zentraltheater in Magdeburg wurde mit dem Ernst Fischer-Stück "Der große Verrat", über den Bruch zwischen Tito und Stalin, eröffnet.

22. Dezember 1951

Das "Nationale Komitee für den Neuaufbau Berlins" der DDR konstituierte sich im Rahmen des "Nationalen Aufbauwerkes" NAW.

Im Jahr 1951 begann man mit der Produktion des Kleintransporters V901/2. Bis 1961 wurden 29.378 Stück gefertigt.

Die Bestseller des Jahres waren:

"Menschen an unserer Seite"   von Eduard Claudius
"Die erste Reihe"    von Stephan Hermlin
"Ochsenkutscher"    von Erwin Strittmatter
"Memento Stalingrad"   von Erich Weinert
"Die Söhne der großen Bärin"  von Liselotte Welskopf-Henrich

<<< zurück zur Chronik
Rolle unten
Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
77 neue Artikel