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01.01.1950 Die DDR im Jahr 1950
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Das Jahr 1950

1.Januar 1950

Als landesweiter Hersteller für Medikamente wurde im thüringischen Jena der Betrieb "VEB Jenapharm" aus der Taufe gehoben.

17.Januar 1950

An diesem Tag wurden endgültig die Internierungslager für die ehemaligen Aktiven der Nazizeit in der DDR aufgelöst.

20. Januar 1950

Nun wurde landesweit alles geplant und an diesem Tag das Gesetz über den Volkswirtschaftsplan des Jahres 1950 erlassen.

21. Januar 1950

Die Mannschaft von Berlin Weißensee gewann die erste DDR-Meisterschaft im Hallenhandball der Männer in Leipzig.

24. Januar 1950

Nun gab es auch in der DDR einen Zoll. Die Zollverwaltung der DDR war als "Amt für Kontrolle des Warenverkehrs" gegründet worden.

8. Februar 1950

Die Bespitzelung der DDR-Bürger begann mit diesem Tag. Man gründete das Ministerium für Staatssicherheit , das MfS. Spitzelchef wurde Erich Mielke.

8. Februar 1950

Das erste Jugendgesetz der DDR wurde verabschiedet und regelte seit diesem Tag unter anderem die Förderung des Sports.

15. Februar 1950

Die Betriebe mussten nach dem Krieg neu errichtet werden und an diesem Tag efolgte die Grundsteinlegung für das Walzwerk Brandenburg (Havel).

17. Februar 1950

Das musikalische Lustspiel "Der Kahn der fröhlichen Leute" kam an diesem Tag in die Lichtspielhäuser der DDR.

9. März 1950

Die ersten DDR-Meisterschaften in den Wintersportdisziplinen fanden in Schierke seit dem 1. März statt. Die SG Frankenhausen wurde DDR-Meister im Eishockey.

2. März 1950

Ein ganz neues Postwertzeichen war nun erhältlich. Die erste Briefmarke mit der Aufschrift "DDR" erschien an diesem Tag.

19. März 1950

Zum 200.Todestag des ehemaligen Thomas-Kantors, Johann Sebastian Bach (1685-1750), ehrte die DDR-Jugend den Komponisten in Weimar.

24. März 1950

Unter ihrem ersten Präsidenten Arnold Zweig wurde in der DDR die "Deutsche Akademie der Künste" gegründet.

25. März 1950

Es war ein denkwürdiger Tag für die DDR. Der Sowjetische Bündnispartner und Besatzer entließ die DDR offiziell in die "Souveränität".

30. März 1950

Das DDR-Ministerium für Volksbildung ordnete nun Aufnahme des Sport- und Schwimmunterrichts an den Schulen des Landes an.

4. April 1950

Das DDR-Ministerium für Volksbildung verbot von nun an das Abspielen von anglo-amerikanischen Tanzmusik in der Öffentlichkeit.

8. April 1950

Der Prozess und die "Gladow-Bande" begann in Berlin. 2 Morde, 15 Mordversuche und 34 Überfälle konnten geklärt werden. Werner Gladow starb 20jährig unter dem Fallbeil.

15. April 1950

Nun gab es in der ganzen DDR eine Schulspeisung. Ab diesem Tag wurde täglich eine warme Mahlzeit an die Schüler ausgegeben.

15. April 1950

Das Stück "Der Hofmeister" von Lenz hatte Premiere am Berliner Ensemble. Brecht brauchte dafür 200 Proben. So viele wie noch nie zuvor oder danach.

16. April 1950

Die BSG Horch Zwickau gewann in Dresden die 1. DDR-Meisterschaft im Fußball gegen die SG Dresden Friedrichstadt mit 5:1.

19. April 1950

In der DDR wurde die Arbeit garantiert. Das "Gesetz der Arbeit" wurde an diesem Tag verabschiedet und sorgte offiziell damit für Vollbeschäftigung.

21. April 1950

Die neuen Staatsfeiertage der DDR wurden nun geregelt. Der 8. Mai wurde der Tag der Befreiung und der 7. Oktober der Tag der Staatsgründung.

2. Mai 1950 

In der Zeit bis zum 9. Mai nahm die DDR erstmalig an der Friedensfahrt Warschau-Prag teil und wurde 8. in der Mannschaftswertung.

9. Mai 1950

In der DDR und der Sowjetunion wurde der 5. Jahrestages des Sieges über Hitlerdeutschland feierlich begangen und mit Aufmärschen "dekoriert".

12. Mai 1950

Wieder eine DEFA-Premiere. "Der Rat der Götter" von Kurt Maetzig nach den Akten der Nürnberger Prozesse gegen die IG-Farben wurde uraufgeführt.

15. Mai 1950

Die Sowjetunion erließ der jungen DDR die Hälfte der noch zu zahlenden Reparationsleistungen. Die DDR war zu mehr auch nicht fähig gewesen.

17. Mai 1950

Eine Revolution für die Jugend. Die Volljährigkeit des DDR-Jugendlichen wurde in diesem Jahr von 21 Jahren auf 18 Jahren herabgesetzt.

22. Mai 1950

Berthold Brecht und Hans Eisler hatten in Berlin eine Uraufführung. Das Stück "Neue Deutsche Volkslieder" hatte Premiere.

24. Mai 1950

In der Wuhlheide in Berlin wurde an diesem Tag der erste Pionierpark mit dem Namensgeber "Ernst Thälmann" eröffnet.

27. Mai 1950

Bis zum 30. Mai fand das Deutschlandtreffen der Jugend in Berlin mit 700.000 Teilnehmern statt. Das "Walter Ulbricht Stadion", später "Stadion der Weltjugend" wurde eingeweiht.

1. Juni 1950

In Dresden wurde die erste Kindereisenbahn der DDR eröffnet. Ab dem 1. Mai 1951 war es dann die "Pioniereisenbahn".

2. Juni 1950

Wieder eine Kinopremiere in der DDR. Der Film "Semmelweis – der Retter der Mütter" wurde uraufgeführt. Ignaz Semmelweis hatte das Kindbettfieber erkannt.

6. Juni 1950

Die VR Polen und die DDR erklärten in Warschau die Oder/Neiße Linie zur endgültigen deutsch/polnischen Grenze. Abkommensunterzeichnung war am 7.6.1950.

11. Juni 1950

Für den Neubau des geplanten Fernsehzentrum in Berlin-Adlershof erfolgte an diesem Tag der symbolische erste Spatenstich.

21. Juni 1950

Ein neuer Tierpark entstand in der DDR. In Magdeburg wurde der Zoologische Garten der Stadt eröffnet.

24. Juni 1950

Nun gab es auch wieder asiatischen Kampfsport in der DDR. Bis zum 25.6. wurden die 1. DDR-Meisterschaften im Judo in Dresden ausgetragen.

29. Juni 1950

Es wurde wieder demonstriert. 350.000 Berliner demonstrierten gegen die USA-Aggression und für Nordkorea.

4. Juli 1950

Bis zum 6.7. fand die Gründungsversammlung des Deutschen Schriftstellerverbandes statt. Bodo Uhse wurde zum Vorsitzenden gewählt.

5. Juli 1950

Aus dem mecklenburgischen Ribnitz und dem vorpommerschen Damgarten wurde nun die Stadt Ribnitz-Damgarten.

9. Juli 1950

Im Norden der DDR, im Mecklenburg fand erstmalig in seiner Geschichte ein "Sporttag der Landjugend" statt.

12. Juli 1950

Der Schachverband der DDR war der erste Verband, der in einen internationalen Verband mit aufgenommen wurde.

14. Juli 1950

Die vollständige Demontage des Reiterstandbildes Friedrichs II. (1712.1786) "Unter den Linden" begann. Es wurde im Park von Sanssouci aufgestellt.

20. Juli 1950

Das im Vorjahr wiedererrichtete Stahl- und Walzwerk Brandenburg konnte nun den ersten Stahl in die DDR-Betriebe liefern.

20. Juli 1950

Auf dem III. Parteitag bis zum 24.7. wurde in einem Fünfjahrplan der "planmäßige Aufbau des Sozialismus" endgültig beschlossen.

22. Juli 1950

Bis zum 23.7 fanden die ersten DDR-Meisterschaften in der Leichtathletik in Halberstadt, im Bahnradsport in Zwickau und im Kanurennsport in Pirna statt.

23. Juli 1950

Die Deutsche Bachfeier begann im sächsischen Leipzig unter der Ehrenpräsidentschaft von Albert Schweitzer, dem weltberühmten Arzt aus Lambarene.

24. Juli 1950

Das bekannteste der SED-treuen Propagandalieder von Louis Fürnberg, "Die Partei, die Partei, die hat immer recht..., erklang erstmals.

28. Juli 1950

200 Jahre nach seinem Tod wurden die sterblichen Überreste von Johann Sebastian Bach in der Leipziger Thomanerkirche beigesetzt.

1.August 1950

An diesem Tag wurde in der Deutschen Demokratischen Republik der "Progress-Film-Vertrieb gegründet.

4. August 1950

Bis zum 7. August fanden im sächsischen Pirna die ersten DDR-Meisterschaften im Schwimmen und Wasserspringen statt.

17. August 1950

Die DDR verabschiedete den ersten Fünfjahrplan, der eine zentrale staatliche Planwirtschaft zur Produktionssteigerung vorsah.

18. August 1950

Der wiederaufgebaute U-Bahnhof Kaiserhof in Berlin wurde nun als U-Bahnhof "Thälmannplatz" für den Verkehr freigegeben.

21. August 1950

Für den planmäßigen Aufbau der DDR wurde Stahl gebraucht und so wurde mit der Errichtung des Eisenhüttenkombinates Ost begonnen.

25. August 1950

Der 1. Nationalkongress der "Nationalen Front" mit Präsident Pieck fand in Berlin statt. Ein 12-Punkteplan gegen die Westbesatzer wurde verkündet.

31. August 1950

Die "Zeugen Jehovas" wurden in der DDR per Erlass des Innenministeriums aus der Liste der zugelassenen Religionsgemeinschaften gestrichen.

2. September 1950

Das "Mansfelder Oratorium" wurde in der DDR uraufgeführt. Der Text stammte von Stephan Hermlin und die Musik von Ernst Hermann Meyer.

3. September 1950

Es wurde zu einer internationalen Touristenattraktion in der thüringischen Stadt. Das Jenaer Planetarium wurde wiedereröffnet.

6. September 1950

Neuerungen und DDR-Patente mussten geschützt werden, und so wurde an diesem Tag das Gesetz über die Errichtung des Patentamtes beschlossen.

7. September 1950

Für viele war es nicht nachzuvollziehen. An diesem Tag ließ der DDR-Regierung die Ruinen des Berliner Stadtschlosses sprengen.

15. September 1050

Die 16 Grundsätze des Städtebaues wurden an diesem Tag verkündet. "National in der Form, sozialistisch im Inhalt" lautete die Devise.

15. September 1950

Der Präsident der DDR, Wilhelm Pieck, eröffnete an diesem Tag die 1. Landwirtschaftsausstellung der DDR in Markkleeberg.

27. September 1950

Der Schutz der Frau im Sozialismus war groß geschrieben, und so wurde das "Gesetz zum Schutz von Mutter und Kind und der Rechte der Frau" erlassen.

28. September 1950

Im Ostblock war ein Wirtschaftsbund geschaffen worden, dem nun auch die DDR beitrat. Es war der "Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe" RGW.

1. Oktober 1950

Auch die Kunst wurde in der DDR gefördert. Darum wurde an diesem Tag die Berliner Hochschule für Musik "Hans Eisler" eröffnet.

5. Oktober 1950

Wenn der Klassenfeind schon in der DDR auftrat, so sollte er gefälligst linientreu sein. So war es wohl auch beim amerikanischen Sänger Paul Robeson an diesem Tag in Berlin.

15. Oktober 1950

Die ersten Wahlen zur Volkskammer, den Kreistagen und den Gemeindevertretungen und den Landtagen fanden statt. Die Kandidaten waren von der Einheitsliste der "Nationalen Front".

15. Oktober 1950

Die Freundschaft zu den Städten im Ostblock war groß und so bekam Berlin in der Französischen Straße das "Café Praha". (Prag)

22. Oktober 1950

Die Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) wurde in Leipzig gegründet. Bei 10 Lehrkräfte nahmen 96 Studenten ihr Studium auf.

29. Oktober 1950

Es war ein eher seltener Sport in der DDR. Trotzdem wurden an diesem Tag die DDR-Meisterschaften im Billard ausgetragen.

1. November 1950

In der DDR wurde das erste Parteilehrjahr eröffnet. Rund eine Million SED-Mitglieder und Kandidaten nahmen daran teil.

8. November 1950

Die Jugend der DDR war zu allem zu gebrauchen. Deshalb gab es eine Funktionärskonferenz unter der Losung "Stürmt die Festung Wissenschaft".

16. November 1950

Das Theater der Freundschaft in Ost-Berlin wurde mit dem FDJ-Stück "Du bist der Richtige" eröffnet. Der Inhalt ist unbekannt.

19. November 1950

In der neu erbauten Werner-Seelenbinder-Halle in Berlin wurde die erste Winterbahn für die Amateure im deutschen Radsport eröffnet.

20. November 1950

Die Landwirtschaft war ein Thema zu dieser Zeit, und so wurde die "Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe" ins Leben gerufen.

30. November 1950

Der DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl schlug der Regierung Westdeutschlands allen Ernstes vor, einen "Gesamtdeutschen Konstituierenden Rat" zu gründen.

8. Dezember 1950

Filmgeschichte bei der DEFA. Der Kinderfilm "Das kalte Herz" von Paul Verhoeven mit der Hauptrolle von Erwin Geschonneck (1906-2007) als Holländer Michel hatte Premiere.

15. Dezember 1950

Wenn es so einfach wäre. Die Volkskammer der DDR beschloss an diesem Tag das "Gesetz zum Schutz des Friedens".

Die Bestseller der DDR des Jahres 1950 waren die Bücher:

"Vom schweren Anfang"   von Eduard Claudius
"Der Trinker"     von Hans Fallada
"Kreuzfahrer von heute"   von Stefan Heym
"Jungen, die übrig blieben"   von Erich Loest
"Abschied vom Frieden"   von F.C. Weiskopf

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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