Rolle oben
16.08.1525 Sühnebrief für Gera
<<< zurück zur Chronik
Der in verschiedenen Gegenden Deutschlands entbrennende sogenannte Bauernkrieg muss auch in Gera und Umgegend seine Wellen geworfen haben. Deshalb kam es laut dem Sühne­vertrag zwischen den Landesherrn und Stadt Gera am 16. August 1525 zu einer schweren Bestrafung der Stadt. Sie mußte dem Landesherren und seinen Nachkommen, solange dieselben lebten, jährlich 200Gulden Sühnegeld zahlen. Wer etwas im Aufruhr entwendet oder gestohlen hatte und es jetzt zurückgab oder vergütete, sollte gemäß der neuen Anordnungen straflos aus der Sache herausgehen. Den Rädelsführern und Flüchtigen sollte ihre Strafe vorbehalten bleiben. In sechs Artikeln, die sie beschwören mußten, wurde der Geraer Bürgerschaft ihr künftiges Verhalten den Landesherrn genau festgelegt. Das an der Urkunde hängende Siegel von 1460 zeigt als Helmzier sieben Lindenblätter an Stelle des früheren Pfauenwedels.
Eine Inschrift über dem hinteren Tor des Ostersteins schreibt bezeichnenderweise auch „1526 das nächste Jahr nach dem Bauernkrieg“.
Im Türkensteuerregister vom Jahre 1532 und 1543 Weimar befindet sich eine vollständige Bürgerliste von Gera.
Veröffentlicht wurde alles in unseren Heimatblättern 1727 - 1728
<<< zurück zur Chronik
Rolle unten
Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
77 neue Artikel