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Chronik - Artikel mit Zusatzinformationen
 
Unsere Gera Chronik bietet neben den Artikeln über die Stadt Gera auch zeitrelevantes Zeitgeschehen und Begriffserklärungen. Alle Artikel denen eine Zusatzinformationen anhängt, können hier in chronologischer Reihenfolge eingesehen werden.
 
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200 Wie die Thüringer entstanden
m 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. wanderten Angeln und Warnen von Norden in das Siedlungsgebiet der Hermunduren ein. Die Stämme bildeten den Stammesverband der Thüringer. Noch um 800 wird das von den fränkischen Besatzern aufgezeichnete Gesetzeswerk der Thüringer als "Lex Angliorum et Werinorum hoc est Thuringorum" bezeichnet.
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270 Siedlungen und die Völkerwanderung
ie späteren Thüringer und Geraer waren aus den Germanen entstanden und diese siedelten während der schon gut 200 Jahre vor Christi Geburt einsetztenden Völkerwanderung auch in der Gegend in der Gera, Weimar und Erfurt entstehen sollten.
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700 Entstehung des Geraer Siedlungsnetzes
n der Zeit des 7. und 8. Jahrhunderts nahm der westslawische Stamm der Sorben das Elster- Saale- Gebiet in Besitz. Mit der Entstehung des deutschen Staates begann 928 / 929 die Expansion nach Osten. In deren Verlauf wurden dann fast alle slawischen Stämme militärisch geschlagen. In Gera selbst vollzog sich die Besiedelung durch die Franken relativ friedlich, da sie die Slawen nicht überwältigen und unterdrücken wollten, sondern sich für ihre Missionierung zum christlichen Glauben einsetzten. Daraufhin überzogen deutsche Herren das Land östlich der Saale mit Burgwarden wie zum Beispiel Weida, Ronneburg und Osterstein. Burgwarden waren befestigte Höhensiedlungen mit Wall und Graben, die meist ein politisches Zentrum darstellten. Doch sie wurden nicht überall gebaut. Gunstfaktoren für den Burgwardenbau waren immer das Vorhandensein eines Bauernhofes und von fruchtbarem Boden sowie die Nähe zu Gewässern wie die Elster oder der Gessenbach. Es entstanden allerdings nicht nur Burgwarden, sondern auch Rittergüter, welche von den gleichen Faktoren begünstigt wurden. Diese überwogen jedoch im ländlichen Raum Geras. Beispiele für Rittergüter wurden Zwötzen, Liebschwitz, Ernsee, Frankenthal und Kauern. Die Entscheidung in der Landbesiedlung hatte der sogenannte Lokator. Dieser teilte den Bauern das Land zu. Einzelne Höfe wurden längs der Straße oder eines Baches aneinandergereiht. Felder schlossen sich in breiten Streifen an Wohngebäude und Stallungen an. Einen über die ganze Flur verstreuten Besitz gab es nicht. So erhielten die Siedlungen in den Ostgebieten die charakteristische Form des kilometerlangen Straßendorfes. Derartige Dörfer, die auch Reihendörfer genannt wurden, waren typische deutsche Dörfer und befanden sich hauptsächlich an Handelswegen.
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725 Bonifatius in Thüringen
hüringen ist wesentlich älter als die Stadt Gera, über die wir in der Chronik berichten wollen. Auch schon gut 400 Jahre vor den meisten Stadtgründungen wurde das Land vielfältig bereist.
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951 Die zweite Hochzeit Otto I.
tto I., der Große war zuvor mit Edgitha (910-1946) verheiratet, welche noch jung an Jahren unerwartet verstarb. Nach dem Tod von Lothar I im Jahr 950, dem König von Italien, erreichte ihn ein Hilferuf von dessen Witwe, welche gefangen gehalten wurde. Er befreite Adelheid von Burgund aus ihrer misslichen Lage und heiratete sie im Jahr 951. Otto I., geboren 912 verstarb im Jahr 973. Adelheid von Burgund, geboren um 930/931 verstarb hoch betagt im Jahr 999. 
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975 Über die ersten Gewalthaber
ohann Christoph Klotz, der ehemalige Prediger von St. Salvator in Gera, schrieb im Jahr 1816 folgende Zeilen zum 10. Jahrhundert, kurz vor der Erstererwähnung des Ortes. "Der erste Gewalthaber in dieser Gegend der seinen Sitz auf der Burg Gleißberg oder Glitzberg (Veitsberg) gehabt, soll entweder schon vom König Heinrich I. aber wenigstens von seinem Sohne Otto, dahin gesetzt worden sein, dessen Name nicht mehr bekannt, aber wohl seine 2 Söhne, die Gebrüder Graf Aribo und Attribo, und Graf Zico oder Gizzo. Sie lebten in der zweiten Hälfte des 10ten Jahrhunderts, hatten aber keine Nachkommen männlichen Geschlechts, sondern eine Tochter Jordana oder Jornanda, welche sich mit einem sächsischen Herrn, Eckbert genannt, vermählte. Dieser nun wird allgemein für den Stammvater der nachherigen Voigte im Voigtland gehalten. Er hatte einen Sohn mit Namen Heinrich und dieser wieder einen gleichen Namens, welche beyde, wenn nicht noch ein dritter, oder wohl gar vierter dazwischen gewesen (welches sehr wahrscheinlich ist), zusammen gegen 150 Jahre in dieser Gegend Sitz müßten gehabt haben."

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976 Altenburg erstmals erwähnt
ltenburg befindet sich fast in der Mitte des Städtedreiecks Leipzig–Chemnitz–Gera. Die Stadt liegt 28 km nordöstlich von Gera, 39 km südlich von Leipzig, 38 km nordwestlich von Chemnitz und 31 km nördlich von Zwickau. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Altenburg im Jahr 976. Vorausgegangen war die Slawenunterwerfung östlich der Elbe-Saale-Linie seit dem Jahr 928 durch Heinrich I. und die Gründung der Markgrafschaft Meißen. Es wird angenommen, dass die slawische Wallanlage auf dem Porphyritfelsen durch deutsche Ritter eingenommen und als Burgward umfunktioniert wurde. Am 1. August 976 schenkte Kaiser Otto II. die Stadt Altenburg dem Bistum Zeitz. Die nächste urkundliche Erwähnung erfolgte erst 1132, als Kaiser Lothar III. die Kaiserpfalz Altenburg nutzte. In der Urkunde wird sie castro Plysn genannt. Die Kaiserpfalz war der Grund, dass aus der Siedlung, die sich unmittelbar bei der Pfalz befand, eine Stadt wurde, die den Namen Altenburg trug. Zudem trug die Reichsstraße Via Imperii dazu bei, dass sich Handwerker und Kaufleute ansiedelten. Neben der Siedlung am Brühl gab es eine weitere Siedlung um den Nikolaikirchturm. Dieses Gebiet kam erst unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa zu Altenburg.

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980 Der spätere Kaiser Otto III. kommt zur Welt
n diesem Jahr, Historiker gehen von Juni oder Juli aus, erblickte Otto III. das Licht der Welt. Er verschenkte an seine Schwester, einer Äbtissin, das Land, auf dem Gera errichtet wurde. Als er 1002 verstarb, war er erst 21 Jahre alt.
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31.03.995 Ersterwähnung des Namens Gera als Geraha
n einer Schenkungsurkunde des Königs Otto III,  welcher der Kirche zu Zeitz das Land Ponzouua (im heutigen Kreis Zeitz) mit Crossen übereignet, wird im Zusammenhang mit einer angefügten Grenzbeschreibung erstmals der Name Gera erwähnt.  Nach neuesten Untersuchungen wurde ermittelt, dass dieser Zusatz mit großer Wahrscheinlichkeit der königlichen Kanzlei zuzuordnen ist und damit zeitgleich mit der Ausstellung der Urkunde erfolgte. Somit kann die Urkunde aus dem Jahr 995 nach Christus als erste sicher datierbare Erwähnung des Namens Gera angesehen werden.
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26.04.999 Schenkungsurkunde
aiser Otto III schenkt seiner Schwester Adelheid, der Äbtissin des Stifts Quedlinburg, das Land Gera mit allem Zubehör  zur freien Verfügung. Das Gebiet ist rechts der Elster  zu lokalisieren und entspricht in etwa der heutigen Ausdehnung von Gera auf dieser Seite der Elster, einschließlich einiger Dörfer im Osten und Norden der Stadt.
Die lateinisch und die deutsche Version, sowie weitere Details erhalten Sie in den Zusatzinformationen.
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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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